Blumenkohl – so gelingt der Anbau

Weiß, lila, gelbgrün. Roh, gedünstet, gekocht. Der Blumenkohl (Brassica oleracea var. botrytis) überzeugt durch Vielseitigkeit. Er gehört, wie alle Kohlgemüse, zum Blattgemüse. Wie Sie dieses Multitalent in Ihrem Garten erfolgreich anpflanzen erfahren Sie in diesem Artikel.

Blumenkohl anbauen

Standortansprüche

Der Starkzehrer Blumenkohl bevorzugt mittelschwere, humose Böden, die durch eine hohe Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe gekennzeichnet sind. Der Anbau auf sandigem Boden ist schwierig, kann jedoch gelingen, wenn häufig gegossen und gedüngt wird. Wegen der geringen Speicherkapazität dieser Böden sollte die Gesamtmenge an Wasser-und Düngegaben auf mehrere Portionen aufgeteilt werden. Organischen Dünger, wie Stallmist oder Kompost, verträgt der Blumenkohl.
Bieten Sie dem anspruchsvollem Gemüse diese Standorteigenschaften und säen im Juli / August Überwinterungssorten, dann erwartet Sie eine

Fast ganzjährige Ernte

Die Wahl unterschiedlicher Sorten ist Voraussetzung für die Anzucht und Ernte von zeitigem Frühjahr bis in den Winter. Für eine Aussaat ab Februar eignet sich der „Erfurter Zwerg“, von März bis Mai säen Sie „Clapton“ für die Sommerernte aus. Als Überwinterungssorte bietet sich „Walcheren Winter“ an, die im Juni oder Juli ausgesät und im August an einen windgeschützten Standort verpflanzt wird. Im nachfolgenden Jahr kann diese Sorte ab April geerntet werden. Generell gilt: Etwa 4-6 Wochen nach der Aussaht kann verpflanzt werden. Für eine erfolgreiche Ernte bedarf es während der Wachstumszeit regelmäßige

Pflege

Dazu gehören das regelmäßige Hacken, Gießen und Düngen. Besonders geeignet ist Brennnesseljauche. Einstellen sollten Sie die Düngegaben ca. 4 Wochen vor der Ernte, um sicherzustellen, dass der Nitratgehalt der Pflanzen gering bleibt. Wichtig ist die regelmäßige Kontrolle der Pflanzen auf Schädlingsbefall. Zu den bedeutendsten Schadinsekten des Blumenkohls gehören:

  • Kohlweißling (Pieris), dieser Schmetterling legt seine Eier an die Unterseite der Blätter. Die geschlüpften Larven vernichten ab Ende Mai in kurzer Zeit große Blattmassen. Vorgebeugt wird dem Befall durch das Auslegen von Vogelschutznetzen.
  • Kohlfliege (Delia radicum), hauptsächlich im Juli legt die Fliege ihre Eier an den Wurzelhals ab. Schaden verursachend ist der anschließende Madenfraß, der ein Absterben junger Pflanzen zur Folge haben kann. Gemüseschutznetze und Gesteinsmehl, an die Wurzelhälse gestreut, verhindern einen Befall.
  • Erdflöhe (Phyllotreta), diese kleinen Käfer lieben Trockenheit und durchlöchern die Blätter junger Pflanzen. Ein stets feucht gehaltener Boden und regelmäßiges Hacken beugen einem Befall vor.

Die Kohlhernie (Plasmodiophora brassicae) ist ein Schleimpilz, der zu einer Verformung der Wurzel und dem Absterben der Pflanze führt. Nach einem Befall sollten Sie auf das betreffende Beet sieben Jahre lang keine Pflanzen aus der Familie der Kreuzblütler mehr anbauen.

Tipps & Tricks

Die Blumenkohlköpfe sollten nicht der prallen Sonne ausgesetzt sein. Biegen Sie einfach einige Blumenkohlblätter ab und legen Sie sie über den Kopf.

Text: Burkhard
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