Gartenteichbepflanzung
Teichpflanzen im Topf zu belassen, bringt mehrere Vorteile

Den Gartenteich bepflanzen und gestalten

Der Gartenteich kann sich mit der optimalen Bepflanzung schon innerhalb weniger Monate zu einem wahren Paradies entwickeln. Beim Gartenteich bepflanzen ist allerdings, bis sich das natürliche Gleichgewicht einstellt, etwas Geduld angesagt und einige grundsätzliche Regeln sind ebenfalls einzuhalten.

Die Bepflanzung gerade neu gebauter Zierteiche sollte zunächst ein wenig sparsam ausfallen. Beinahe, wie beim Hausgarten, verhält es sich auch mit der Teichbepflanzung, die zu Beginn immer etwas spärlich ausschaut und verloren wirkt. Spätestens nach drei Jahren sieht das Gesamtbild aber so aus, wie man es sich vorgestellt hat und zwei Jahre darauf beginnt das mühevolle Auslichten der Wasser- und Sumpfpflanzen in und um den Gartenteich herum. Bewährt hat sich in der Praxis, dass ungefähr 30 bis 35 Prozent der Gesamtoberfläche von Teichpflanzen frei gehalten werden.

Wann ist die beste Zeit für eine Bepflanzung?

Die größte Pflanzenauswahl im Fachhandel finden Teigbesitzer zwischen April und August und je höher die Wassertemperatur steigt, desto besser wachsen sie in der Regel auch an. Werden Pflanzencontainer angeschafft, sind Sie von der Pflanzzeit her betrachtet, relativ unabhängig. Die Körbe mit den vorgezogenen Solitärgewächsen wachsen auch schneller nach, sodass Sie sich bereits nach kurzer Zeit über ein prächtiges Erscheinungsbild Ihres Gartenteichs freuen können. Für einen 8 mal 12 Meter großen Zierteich benötigen Sie in etwa 80 bis 100 Pflanzen, wodurch sich wiederum ein durchschnittlicher Abstand von 1,50 bis 2,00 Quadratmetern, bezogen auf die gesamte Oberfläche des Gartenteichs ergibt. Die Erstbepflanzung einer Teichanlage erfolgt am Besten vor dem Einlassen des Wassers.

Der Standort für die Wasserpflanzenkultivierung

Viele Pflanzen, denken wir nur an die Seerosen, benötigen besonders viel Sonnenlicht. Andere bevorzugen einen etwas schattigeren Standort, wie beispielsweise die:

  • Kap-Wasserähre;
  • Sumpf-Dotterblume;
  • Schachtelhalme;
  • Uferpflanzen, wie Hänge-Segge, Pfennigkraut, Mammutblatt und Ligularien.

In besonders heißen Regionen sollte die Hauptbepflanzung immer im Halbschatten erfolgen und besonders dann, wenn zusätzlich noch eine Fischhaltung geplant ist. Bei großblättrigen Pflanzen, wie Seerosen tritt meist recht schnell eine starke Erwärmung des Wassers auf, was wiederum eine beinahe explosionsartige Entwicklung von Fadenalgen befördert. Damit verschlechtert sich die Wasserqualität, wie oft angenommen wird, zwar nicht. Sie sollten dann allerdings öfter als sonst zum Kescher greifen, damit die Algenmenge nicht zu sehr ansteigt.

Bepflanzung im Topf oder direkt in den Teichboden?

Bei neu angelegten Teichen ist es vorteilhaft, wenn zunächst mehrere Pflanzzonen für unterschiedliche Wassertiefen vorbereitet werden. Dadurch lassen sich unabhängig voneinander verschiedene Kulturen anlegen, die Bepflanzung wird insgesamt pflegeleichter und Sie können kälteempfindlichen Teichpflanzen im Herbst mühelos zum Überwintern ins Haus holen. Auch wenn sich bei Ihnen später Änderungswünsche ergeben, lassen sich Pflanzen in Gitterböden oder Töpfen wesentlich leichter austauschen. Der Handel bietet dazu eine Vielzahl an Gefäßarten (Metallkörbe, Polyethylen- oder Tontöpfe) für Wasserpflanzen an, die bereits im Substrat vorgezogen sind und einen kräftigen Wuchs haben.

Tipps

Eine zweckmäßige Bepflanzung des Gartenteichs sieht nicht nur unglaublich chic aus, sondern klärt auch das Wasser fast von allein, sodass auf chemische Algenvernichtungsmittel gänzlich verzichtet werden kann. Und: Auch Kaulquappen sind im Übrigen sehr fleißige Algenfresser!

Text: Fred Lübke

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