Sumpfdotterblume pflanzen und pflegen

Mit ihrer Vorliebe für nasse Füße, empfiehlt sich die Sumpfdotterblume als frühlingsfrische Begrünung von Teichen, Feuchtwiesen und sumpfigen Standorten. Bereits ab März weckt die Blume mit ihren buttergelben Schalenblüten unsere Vorfreude auf den Frühling, umschwärmt von Bienen, Hummeln und Schmetterlingen. Ergründen Sie hier die sachgemäße Kultivierung anhand kompakter Antworten auf häufige Fragen.

Caltha palustris
Die Sumpfdotterblume bringt Farbtupfer an Fluss- und Teichufer

Sumpfdotterblume richtig pflanzen

Die Sumpfdotterblume neigt nicht zum Wuchern. Somit können Sie sich den Aufwand einer Pflanzung im Korb sparen. Am Rand eines Fischteichs ist die Verwendung eines Pflanzkorbes dennoch sinnvoll, damit die Fische beim Gründeln den Rhizomen keinen Schaden zufügen. Setzen Sie die Staude in eine nährstoffreiche, feuchte bis sumpfige Erde mit einem Wasserspiegel von bis zu 5 cm. Legen Sie zu diesem Zweck im Abstand von 25-30 cm kleine Pflanzlöcher an mit dem 1,5-fachen Volumen des Wurzelballens. Geben Sie am oder im Teich keinen Dünger ins Pflanzloch, um der gefürchteten Algenblüte nicht in die Hände zu spielen. Ausgepflanzt in der Feuchtwiese oder dem Staudenbeet, gießen Sie am Tag selbst und in der Folgezeit reichlich und regelmäßig.

Pflegetipps

Je näher die Rahmenbedingungen am gewählten Standort ans Optimum heranreichen, desto weniger Aufwand erfordert die Pflege:

  • Im Freiland regelmäßig und reichlich gießen
  • Idealerweise im Wechsel weichen Regen und normales Leitungswasser verwenden
  • Im Freiland eine organische Startdüngung verabreichen mit Kompost, Hornspänen oder Rindenhumus
  • Verwelkte Blütenköpfe bis zum grundständigen Laub abschneiden für eine sommerliche Nachblüte

Als einheimische Staude ist die Frühlingsblume vollkommen winterhart. Es genügt völlig, das eingezogene Laub als natürlichen Winterschutz bis Februar an der Pflanze zu belassen. Rechtzeitig vor dem Neuaustrieb schneiden Sie die Staude bodennah ab. Bitte bedenken Sie bei allen Pflanz- und Pflegearbeiten die toxischen Inhaltsstoffe. Tragen Sie daher stets schützende Handschuhe.
weiterlesen

Welcher Standort ist geeignet?

Als eine der populärsten Wasserrand-Stauden, favorisiert die Sumpfdotterblume einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Ein feuchtes, lehmig-sumpfiges Erdreich mit einer Wassertiefe bis maximal 5 cm gilt als Grundvoraussetzung für eine verschwenderische Blütenfülle. Ein schwankender Wasserstand bereitet der kleinen Blütenschönheit übrigens keine Probleme.
weiterlesen

Der richtige Pflanzabstand

Das herzförmige Laub breitet sich horstartig aus, sodass die Sumpfdotterblume nahezu so breit wie hoch gedeiht. Mit einem Pflanzabstand von 25-30 cm tragen Sie diesem Umstand Rechnung. In kleinen Tuffs mit 3-5 Exemplaren kommt der Frühlingsbote ausgezeichnet zur Geltung. Für ein flächiges Arrangement pflanzen Sie idealerweise 10-12 Exemplare je Quadratmeter an.

Welche Erde braucht die Pflanze?

Eine nährstoffreiche, feuchte bis sumpfige Erde beflügelt die Sumpfdotterblume zu prächtigem Wachstum und verschwenderischer Blüte. In der Flachwasserzone von Teich und Bachlauf gedeiht der gelbe Frühlingsbote in einer Wassertiefe von bis zu 5 cm. Ein Platz im quellfrischen Boden einer Feuchtwiese ist dieser wüchsigen Staude ebenfalls willkommen. Vorteilhaft ist ein pH-Wert von 5,8 bis 6,5; stellt indes kein zwingendes Kriterium dar.

Was ist die beste Pflanzzeit?

Eine im Container vorgezogene Sumpfdotterblume kann vom Frühling bis zum Herbst in die feuchte Erde. Solange der Boden respektive das Wasser nicht gefroren sind und keine verspäteten Bodenfröste drohen, siedeln Sie den Frühlingsboten im Garten an. Die beste Pflanzzeit erstreckt sich von Ende August bis Mitte Oktober.

Wann ist Blütezeit?

Die reine Art überzieht bereits ab März den sumpfig-feuchten Teichrand mit unzähligen gelben Farbtupfern. Die Hauptblütezeit der dekorativen Hybriden erstreckt sich von April bis Mai. Mehrheitlich verfügen Sumpfdotterblumen über das Potenzial zur Nachblüte. Schneiden Sie daher die verwelkten Blütenköpfe ab bis knapp über dem grundständigen Blattschopf. Auf diese Weise setzen Sie eine sommerliche Nachblüte in Gang.
weiterlesen

Sumpfdotterblume richtig schneiden

Schneiden Sie die verwelkten Blütenköpfe nach der ersten Blütezeit zurück, remontiert die Sumpfdotterblume eifrig. Das Resultat ist eine Nachblüte zwischen Juli und September, die in der Regel etwas schwächer ausfällt. Die eingezogenen Blätter belassen Sie an der Staude als natürlichen Winterschutz. Erst im Januar/Februar schneiden Sie die Pflanze bodennah ab, rechtzeitig vor dem frischen Austrieb.

Sumpfdotterblume gießen

In der Flachwasserzone oder am Ufer Ihrer privaten Wasserwelt steht ausreichend Feuchtigkeit für die Sumpfdotterblume zur Verfügung. Gedeiht die Frühlingsblume im frisch-feuchten Staudenbeet oder einer Wildblumenwiese, gießen Sie regelmäßig. Für ein vitales Wachstum ist eine konstant feuchte Erde essenziell, denn Trockenheit bedeutet für die kleine Schönheit unweigerlich das Aus. Idealerweise verwenden Sie im Wechsel gesammeltes Regenwasser und Leitungswasser, um den pH-Wert von 5,8 bis 6,5 im Gleichgewicht zu halten.

Sumpfdotterblume richtig düngen

Umspült vom nährstoffreichen Teichwasser, erübrigt sich die Gabe von Dünger. Angesiedelt im Beet oder einer Blumenwiese, nimmt die Sumpfdotterblume eine organische Düngung dankbar an. Arbeiten Sie im März Kompost und Hornspäne oberflächlich in den Boden ein und gießen anschließend reichlich. Wahlweise applizieren Sie einen mineralisch-organischen Flüssigdünger für Blühpflanzen.

Krankheiten

Eine Rostpilz-Art hat sich auf den Befall von Dotterblumen spezialisiert. Puccinia calthae ist mit bloßem Auge erkennbar in Form brauner und gelber Pusteln auf den Blättern. Dabei handelt es sich um Sporennester, von denen aus die gesamte Blume infiziert wird. Schneiden Sie befallene Pflanzenteile umgehend heraus, um die weitere Ausbreitung zu unterbinden. Sofern sich die Sumpfdotterblume nicht am Rand eines Fischteichs befindet, bekämpfen Sie die Pilzinfektion mit einem zugelassenen Fungizid, wie Amtempo Kupfer-Pilzfrei. Vorbeugend gießen Sie die Pflanze nicht Überkopf, da die Pilzsporen ausschließlich auf feuchten Blättern keimen.

Überwintern

Die heimische Blume ist vollkommen frostfest. Im Herbst zieht sie ihre Blätter ein, während der Wurzelballen mit den kräftigen Rhizomen im Boden die kalte Jahreszeit überdauert. Wenn möglich belassen Sie die verwelkten Blätter an der Staude als natürlichen Winterschutz, um sie erst im Februar bodennah abzuschneiden.

Sumpfdotterblume vermehren

Die einfache, sortenreine Vermehrung gelingt mittels Teilung des Wurzelballens im Frühling oder Herbst. Hierzu graben Sie die Staude aus, zerteilen sie in zwei Hälften und pflanzen die Segmente am sonnigen Standort in die feuchte, nährstoffreiche Erde. Demgegenüber erweist sich die Aussaat als aufwändiger aufgrund des hohen Wasserbedarfs. Ferner handelt es sich bei den Samen um Kühlkeimer, die eine Stratifikation erforderlich machen. So geht es:

  • Eine wasserdichte Plastikschale füllen mit nahrhafter Schlammerde
  • Die Samen aussäen, dünn mit Substrat übersieben und andrücken
  • Das Gefäß mit kalkfreiem Wasser auffüllen, bis die Saaterde 0,5 bis 1 cm tief unter Wasser steht
  • Für 2-4 Wochen aufstellen am halbschattigen Standort bei 18-22 Grad Celsius
  • Anschließend für 4-6 Wochen im Kühlschrank bei – 4 bis 0 Grad Celsius aufbewahren (das Wasser darf gefrieren)

Im Anschluss an die Kühlperiode gewöhnen Sie das Saatgut schrittweise an höhere Temperaturen zwischen 5 und 12 Grad Celsius, beispielsweise im Kalten Kasten. Erst im weiteren Verlauf pflegen Sie die Keimlinge auf der warmen, halbschattigen Fensterbank bei 15-18 Grad Celsius.

Sumpfdotterblume im Topf

Stehen weder ein Gewässer noch ein Beet zur Verfügung, müssen Sie dennoch nicht auf die aparte Staude verzichten. Kultivieren Sie die Sumpfdotterblume auf dem Balkon in einem wasserdichten Topf, gefüllt mit nahrhafter Schlammerde. Gießen Sie weiches Wasser nach, damit der Pegel bei 1-3 cm stehen bleibt. Verabreichen Sie im März und nach dem ersten Rückschnitt einen Flüssigdünger für Blühpflanzen. Nehmen Sie sich die Zeit, verwelkte Blütenköpfchen abzuschneiden, remontiert die Blume zuverlässig. Vor dem ersten Frost schneiden Sie die Pflanze bodennah ab und räumen den Topf ein ins frostfreie Winterquartier. Während der Wachstumsruhe sollte das Substrat nur leicht feucht gehalten werden, damit der Wurzelballen nicht austrocknet.

Ist Sumpfdotterblume giftig?

Die Sumpfdotterblume zählt zu den mäßig giftigen Zierpflanzen. Die enthaltenen Toxine verursachen bei Verzehr klassische Vergiftungserscheinungen, wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Bereits der bloße Hautkontakt löst Allergien und Entzündungen aus. Pflanzen Sie die Blume daher nicht an im Familiengarten sowie außerhalb der Reichweite von Haustieren. Sinnvoll ist das Tragen von Handschuhen bei allen Pflanz- und Pflegearbeiten. Die Verwendung der Knospen als Kapernersatz in der Vergangenheit, war ein Akt der puren Verzweiflung in Notzeiten und mündete bei übermäßigem Verzehr in Vergiftungserscheinungen.

Sumpfdotterblume blüht nicht

Am sandig-trockenen Standort werden Sie vergeblich Ausschau halten nach der buttergelben Blütenpracht. Die Sumpfdotterblume trägt völlig zu Recht ihren Namen, denn einzig im feuchten bis sumpfigen Boden kann die Staude wachsen und gedeihen. Wo alle Rahmenbedingungen stimmen und die Blüte trotzdem ausbleibt, handelt es sich wahrscheinlich um ein Sämlings-vermehrtes Exemplar. Aus Samen gezüchtete Blumen nehmen sich 2-3 Jahre Zeit, ehe sie zum ersten Mal blühen.

Gelbe Blätter

Sofern es sich nicht um den Hybriden Aurea mit goldgelbem Laub handelt, deuten gelbe Blätter auf einen Mangel hin. Steigt der pH-Wert im Boden deutlich über 6,5 an, legt der hohe Kalkgehalt wichtige Nährstoffe fest. So kommt in erster Linie die Versorgung mit Eisen zum Erliegen. Als Reaktion darauf entsteht Blattchlorose mit gelb verfärbten Blättern. Stellen Sie die Wasserversorgung um auf weiches Wasser, erholt sich die Sumpfdotterblume wieder. Kurzfristig gleicht ein spezieller Eisendünger den Mangel aus.

Schöne Sorten

  • Multiplex: Premium-Sorte mit gefüllten Pompon-Blüten in leuchtendem Gelb von April bis Mai; 20-30 cm
  • Alba: Weiß blühende Frühlingsschönheit mit extra früher Blütezeit ab März und kompakter Statur; 15-25 cm
  • Aurea: Farbenfroher Hybride mit gelben, ungefüllten Blüten über goldgelben Blättern; 20-30 cm
  • Trattbergwichtel: Ideal für die Randbepflanzung kleiner Wasserwelten mit gelben Schalenblüten von April bis Mai; 15 cm
  • Kaukasus-Sumpfdotterblume: Ein robuster Hybride, der seine Artgenossen um 20 cm überragt; 60 cm
Text: Paula Jansen

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.