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Wer winterfeste Uferpflanze wählt, spart sich Arbeit

Uferpflanzen am Gartenteich verinnerlichen Naturnähe

Mit Uferpflanzen wird Ihr Gartenteich so naturnah wie möglich gestaltet und Sie haben als Hobbygärtner viel Spielraum bei der Auswahl idealer Gewächse. Am besten wirkt eine Aufteilung des Ufers in unterschiedlich feuchte Bereiche, womit der Bepflanzung ein artengerechtes Wachstum ermöglicht wird.

Infolge unterschiedlicher Standortanforderungen der Pflanzen wird der Uferbereich in Abhängigkeit von der tatsächlichen Teichgröße in drei Zonen unterteilt, die klug angelegt, zu einer angenehm harmonischen Gesamtoptik beitragen. Für das Gesamtmilieu und biologische Gleichgewicht vorteilhaft ist die folgende Uferstruktur:

  • feuchte Sumpfpflanzenzone mit gemischter Wassertiefe zwischen null bis zehn Zentimeter als möglicherweise nur zu bestimmten Tages-/Jahreszeiten durchnässte bis unterwasserstehende Zone;
  • Bereich für Pflanzen, die den Teichrand optisch aufwerten, mechanisch sichern und andere Arten vor zu starker Sonneneinstrahlung schützen;
  • Hintergrundbereich ohne einen direkten Kontakt zum Teichwasser, der dem Windschutz dient und zugleich als Rückzugsmöglichkeit von den am Teich lebenden Tieren genutzt wird;

Das Angebot passender Pflanzen ist ausgesprochen reichhaltig, die Beliebtesten für Sie im Kurzporträt:

Blutweiderich (Lythrum salicaria)

  • Familie: Weiderichgewächse (Europa und Asien an See-, Weiher- und Flussufern);
  • Wuchshöhe: 50 bis 150 cm;
  • Beschreibung: purpur- bis fuchsienrote Blütenähren ähnlich einer Kerze zwischen Juni bis September;
  • Kultur: winterhart, volle Sonne bis Halbschatten, gedeiht auf feuchten bis nassen Böden sowie in bis zu 10 cm tiefem Wasser; nahezu schädlings- und krankheitsresistent;

Gewöhnliche Gauklerblume (Mimulus Guttatus)

  • Familie: Rachenblütler aus dem westlichen Nordamerika und dort auf feuchten Böden oder flachen Gewässern heimisch;
  • Wuchshöhe: zwischen 30 bis 50 cm;
  • Beschreibung: kriechender Wurzelstock mit hellgrünen Blättern und gelben, kräftigen Blüten;
  • Kultur: kälteverträglich, bevorzugt werden sonnige Standorte, ansonsten auch Halbschatten, gut geeignet für Ufer und feuchte Sumpfzonen, bei denen auch zeitlich begrenzte Überflutungen möglich sind; wenig empfindlich aber ausgeprägte Eigenüberwucherung;

Sumpfdotterblume (Caltha Palustris)

  • Familie: Hahnenfußgewächse (Nordhalbkugel bis über 2000 m Höhe an sumpfigen Wiesen und Bachufern);
  • Wuchshöhe: 20 bis 40 cm;
  • Beschreibung: herzförmig dunkelgrüne Blätter mit goldgelb glänzenden Schalenblüten, die zwischen März und April einen Durchmesser von 3 bis 4 cm erreichen;
  • Kultur: extrem winterhart; Standort sonnig bis halbschattig auf staunassem Böden oder einige Zentimeter tiefem Wasser; Erdreich soll möglichst durchlässig und reich an Nährstoffen sein; starke Hitze kann zu Mehltau führen, empfindlich gegen Blattlausbefall;

Tipps

Sie nehmen sehr wenig übel, haben an die Bodenverhältnisse nur geringe Ansprüche. Aber bei Uferpflanzen im Gartenteich und direkt daneben sollte die Dichte der Jungpflanzen beim Einsetzen nicht übertrieben werden. Im Interesse einer Artenvielfalt lassen sich große Feldsteine ausgezeichnet als Schattenspender verwenden, sodass auch die weniger sonnenhungrigen Gewächse im Uferbereich eingesetzt werden können.

Text: Fred Lübke Artikelbild: Elena Elisseeva/Shutterstock

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