Wasserpflanzen einsetzen – praktische Tipps zur Teichpflanzung

Keine Frage: Wasserpflanzen verschönern den Gartenteich - vorausgesetzt, sie werden in Maßen eingesetzt und adäquat gepflegt. Wie Sie die Pflanzen in Ihren Teich integrieren, erfahren Sie in diesem Beitrag!

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Wasserpflanzen werden häufig in Pflanztöpfen gepflanzt

Mit oder ohne Erde – das ist hier die Frage

Tatsächlich benötigen Wasserpflanzen nicht zwingend Erde. Die erforderlichen Nährstoffe können Sie ihnen auch über spezielle Teichdünger zuführen. Allerdings müssen sich die Pflanzen in diesem Fall erst an die abweichenden Bedingungen gewöhnen. Zu Beginn kann es so aussehen, als wollten sie kümmern. Doch meist erholen sich die Pflanzen nach einiger Zeit und gedeihen prächtig.

Möchten Sie doch für ein „klassisches Ambiente“ sorgen und Erde verwenden, sollten Sie immer auf spezifische Teicherde und/oder kalkfreien Kies oder gebrochenes Tongranulat zurückgreifen. Beachten Sie stets die Bedürfnisse der jeweiligen Wasserpflanzen.

Pflanzkörbe verwenden

Es ist sinnvoll, die Wasserpflanzen in Pflanzkörbe zu setzen. Auf diese Weise haben Sie bei Reinigungsarbeiten am/im Teich leichtes Spiel und schützen gleichzeitig die Wurzeln der Pflanzen.

Auf die Wassertiefe kommt es an

Wasserpflanzen haben nicht nur in puncto Substrat unterschiedliche Vorstellungen; auch hinsichtlich der gewünschten Wassertiefe gibt es Differenzen. Ein Teich wird gemeinhin in folgende vier Zonen eingeteilt:

  • Feuchtzone: wechselfeuchter Boden
  • Sumpfzone: Wassertiefe von 0-10 cm
  • Flachwasserzone: Wassertiefe von 10-40 cm
  • Tiefwasserzone: Wassertiefe von mehr als 40 cm

Jede Wasserpflanze ist für eine dieser Zonen besonders geeignet. Es existieren Sumpfpflanzen, Flachwasser- und Tiefwasserpflanzen sowie diverse Pflanzen, die sich am Teichrand wohl fühlen.

Kurze Anleitung zum Einsetzen von Wasserpflanzen

Die folgende Anleitung zeigt Ihnen, wie Sie beim Einsetzen Ihrer Wasserpflanzen genau vorgehen sollten (in diesem Fall mit Teicherde!):

  1. Pflanzen Sie die Wasserpflanze aus dem Verkaufstopf in einen stabilen Pflanzkorb, etwa aus Kunststoff. Dieser Korb muss ein wenig größer sein als der Wurzelballen der Pflanze.
  2. Befüllen Sie den Pflanzkorb rundherum mit Teicherde (oder Kies/Tongranulat). All diese Varianten sind nährstoffärmer als normale Pflanzenerde. So beugen Sie Algenwachstum gezielt vor.
  3. Platzieren Sie den Pflanzkorb mit der Wasserpflanze an einer Stelle im Teich, die den Ansprüchen der Pflanze gerecht wird. Anders ausgedrückt: Achten Sie darauf, die richtige Zone zu erwischen.

Das war’s auch schon. Noch eine allgemeine Empfehlung: Übertreiben Sie es nicht mit der Anzahl der Pflanzen. Im Gartenteich gilt: Weniger ist mehr – in jeder Hinsicht.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Dirk Ott/Shutterstock

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