Wasserpflanzen für den Zierteich auswählen

Welche Sorten gepflanzt und wie tief sie gesetzt werden hat wesentlichen Einfluss auf die spätere Optik des Gartenteichs und auf sein biologisches Gleichgewicht. Damit die grüne Pracht nicht außer Kontrolle gerät, macht ein Bepflanzungsplan Sinn, denn viele der Gewächse erreichen beachtliche Größen.

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Pflanzen im Gartenteich sehen nicht nur schön aus, sie halten den Teich auch sauber

Am natürlichsten wirkt eine Direktbepflanzung unter Verzicht auf zusätzliche Wasserkörbe, was bei Fertigbecken, denen die Aufteilung in separate Pflanzzonen fehlt, nicht ganz so einfach ist. Bei Folienteichen oder selbst geformten Becken aus Naturstoffen lässt sich jedoch relativ leicht eine ca. 8 bis 10 cm breite Teichsubstratschicht in der Uferzone anbringen, die somit als Träger für Ihre Wasserpflanzen wirkt.

Vorbereitung und Verteilung der Gartenteichpflanzen

Vorteilhaft ist in jedem Fall, wenn zunächst ein kleiner Pflanzplan aufgestellt wird, um einen annähernden Eindruck zu erhalten, wie später die Gesamtoptik des Zierteichs, auch in Hinblick darauf, dass Gartenteichpflanzen relativ schnell wachsen, aussehen könnte. Danach gehen Sie am Besten wie folgt vor:

  • dort wo im Uferbereich Pflanzen sitzen sollen, tragen Sie eine ausreichende Menge an Substrat auf;
  • zusätzlich können im Bereich der Abdichtung noch unterschiedlich starke Mulden geformt werden, die später für einen asymmetrischen und besonders natürlichen Gesamteindruck der Uferzonen sorgen;
  • alle Pflanzen am Besten zunächst entsprechend des Bepflanzungsplans an der Uferzone ablegen;
  • von der „Betrachterseite“ ausgehend, die am höchsten wachsenden Pflanzen in den Hintergrund und die Niedrigsten weiter vorn einsetzen;

Das Bepflanzen des Zierteichs

Am Einfachsten gelingt das Einsetzen, wenn Sie selbst in den Teich steigen und den Wasserpflanzen zunächst im Substrat einen stabilen Halt geben. Dach werden sie mit gesiebtem, weißen Sand (etwa zwei bis drei Zentimeter dick) bedeckt, was ein späteres Aufschwemmen der Gartenteichpflanzen verhindert. Falls Sie mit Wasserpflanzenkörben https://www.gartenjournal.net/gartenteich-ideen arbeiten, genügt es, sie vom Ufer aus in das Teichwasser abzusenken.

Die optimale Standortwahl der Wasserpflanzen

Der überwiegende Teil dieser Gewächse, besonders die verschiedenen Seerosenarten, beanspruchen sehr viel Sonne, andere gedeihen in schattigen Lagen besser, wie beispielsweise:

  • Kapwasserähre, Schachtelhalm und Sumpfdotterblume oder
  • Uferpflanzen wie Hänge-Segge, Mammutblatt, Pfennigkraut und die Ligularien.

Gartenteichpflanzen und richtige Kultivierung

Obwohl die überwiegende Mehrheit dieser Pflanzen über eine enorme Anpassungsfähigkeit verfügt, sollte das Teichwasser möglichst schwach sauer und nur wenig alkalisch sein. Optimal ist ein pH-Wert zwischen 6 und 7. Wenn überhaupt, sollte Leitungswasser in größeren Mengen nur verwendet werden, wenn es nach wenigstens einem Tag Luftkontakt seinen Chlorgehalt abgebaut hat.

Die bodenwurzelnden Wasserpflanzen versorgen sich über den Schlamm selbst mit einer ausreichenden Menge an Nährstoffen und müssen daher nicht extra gedüngt werden. Anders bei stark wachsenden Kulturen, die Sie zum Frühjahr mit Langzeitdüngerpellets (lokal!) versorgen können, indem Sie diese einfach in Wurzelnähe in den Schlamm stecken. Auf Flüssigdünger verzichten Sie besser, da die Ausbreitung von Algen https://www.gartenjournal.net/gartenteich-algenfresser und Wasser trübenden Bakterien dadurch zusätzlich noch gefördert wird.

Tipps

Denken Sie besonders während der Hitzeperiode auf eine ausreichende Wasserzufuhr im Teich sowie in den Uferbereichen, um einem Kümmerwuchs und dem Vergilben der Blätter vorzubeugen. Von daher möglichst schon beim Bau an eine geeignete Zulaufvorrichtung mit automatisch gesteuerter Pumpe für das Teichwasser denken.

Text: Fred Lübke
Artikelbild: Bildagentur Zoonar GmbH/Shutterstock
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