Die Teichzonen des klassischen Gartenteichs

Wer sich einen Gartenteich anlegen möchte, sollte im Voraus gut planen. Denn je besser das Vorwissen, desto größer und langfristiger die anschließende Freude an der eigenen Wasserstelle. Eine ganz wichtige Sache für eine funktionierende Teichbiologie sind die verschiedenen Teichzonen.

teichzonen
Im Gartenteich werden verschiedene Teichzonen unterschieden, die unterschiedlich bepflanzt werden

Warum Teichzonen?

Für einen klassischen Gartenteich wird nicht einfach planlos eine Mulde gegraben und mit Wasser befüllt. Schließlich handelt es sich um ein stehendes Gewässer, das den Garten zierend und auch in Sachen Biodiversität bereichern soll – darum gilt es, rechtzeitig einer Verwandlung in einen leblosen und schmutzigen Tümpel vorzubeugen.

Ein Teich mit verschiedenen Tiefenzonen bietet mehr Pflanzen und Tieren einen passenden Lebensraum und stellt dadurch idealerweise automatisch ein ausgewogenes, gesundes Wassermilieu her. Außerdem können Sie in den festgelegten Zonen entsprechende Pflanzen artgerecht kultivieren und erhalten so ein vielseitiges, schmuckes Gesamtbild.

Die klassischen Teichzonen sind folgende:

1. Uferzone
2. Sumpfzone
3. Flachwasserzone
4. Tiefwasserzone

Uferzone

Die Uferzone ist die nicht dauerhaft mit Wasser bedeckte, aber dennoch feuchte Randzone des Teichs. Sie rahmt den Teich ein und bildet auch die Zugangszone zum Wasser. Für die Bepflanzung der Uferzone eignen sich vor allem robuste Gräser wie Chinaschilf, Bambus oder Pampasgras. Sie setzen einerseits einen attraktiven optischen Rahmenakzent und dienen andererseits auch als natürliche Befestigung. Außerdem bieten sie Kleintieren einen Schutzraum.

Sumpfzone

Hiermit ist er äußerste Ring des Wasserkorpus gemeint, der nicht tiefer als 20 cm ist. Beim Ausheben sollten Sie darauf achten, dass die Sumpfzone nicht mehr als ein Drittel der Gesamtoberfläche des Teichs in Anspruch nimmt. In der Sumpfrzone fühlen sich Sumpfpflanzen wie der Kalmus, das Schwimmende Laichkraut oder der Froschlöffel wohl. Auch der Schwimmfarn ist für diese Zone ein dekorativer Vertreter.

Flachwasserzone

Die nächstinnere Teichzone ist die Flachwasserzone, deren Tiefe zwischen 20 und 60 cm betragen sollte. Die Flachwasserzone ist sowohl für das spätere optische Teichbild, als auch für die Wasserbiologie sehr wichtig. Hier können nämlich viele Teichpflanzen wachsen, die durch ihre Nährstoffaufnahme aus Boden und Wasser eine reinigende Wirkung entfalten. Sie nehmen Algen die Nahrungsgrundlage und reichern gleichzeitig Boden und Wasser mit Sauerstoff an, was auch der Fäulnis vorbeugt.

Ideale Flachwasserpflanzen sind der Wasserminze oder der Tannenwedel.

Tiefwasserzone

Die tiefste Mittelzone, die auch für Fische relevant ist, kann etwa 60 bis 120 cm Tiefe haben. Hier können Sie zum Beispiel noch Seerosenarten anpflanzen.

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: WhiteYura/Shutterstock

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.