Dreimasterblume

Mit breit gefächerter Arten- und Sortenvielfalt ziert die Dreimasterblume als winterharte Staude das Beet oder fungiert als grazile Zimmerpflanze in der Ampel. Wenngleich die kleine Blütenschönheit vom anderen Ende der Welt zu uns einwanderte, gibt sie sich ausgesprochen pflegeleicht. Worauf das Gottesauge wirklich Wert legt, verraten die folgenden Antworten auf oft gestellte Fragen.

Tradescantia
Die Dreimasterblume ist eine aparte Schönheit für Beet und Kübel

Dreimasterblume richtig pflanzen

Haben Sie sich für eine gartenwürdige Dreimasterblume entschieden, empfehlen wir die Frühjahrspflanzung. Somit steht der Staude ausreichend Zeit zur Verfügung für eine vitale Verwurzelung vor dem Winter. Halten Sie Ausschau nach einem sonnigen, absonnigen bis halbschattigen und geschützten Standort mit humoser, leicht saurer Erde. Dort legen Sie eine kleine Grube an, die dem Wurzelballen genügend Platz für die Entfaltung bietet. Mischen Sie dem Aushub etwas Moorbeeterde, Laub- oder Nadelkompost unter, fühlt sich die Blume sogleich gut aufgehoben. Topfen Sie die Jungpflanze aus, um sie mittig einzupflanzen bis knapp unterhalb des ersten Blattpaares. Gießen Sie mit weichem Wasser großzügig bemessen an und breiten eine Mulchschicht aus.
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Pflegetipps

Angesichts des einfach gestrickten Pflegeprogramms verwundert es wenig, dass eine Dreimasterblume als ideale Einsteigerpflanze gilt. Diese wenigen Aspekte sind zu berücksichtigen:

  • In den ersten beiden Jahren reichlich gießen, später die Wassergaben reduzieren
  • Vom Frühjahr bis zum Herbst alle 14 Tage organisch oder flüssig düngen
  • Verwelkte Blütenstängel abschneiden für eine herbstliche Nachblüte
  • Bodennaher Rückschnitt im Beet vor dem ersten Frost

Da das Gottesauge nur bedingt winterhart beschaffen ist, häufeln Sie die Staude im Beet dick an mit Herbstlaub und Nadelreisig. Tropische Arten und Sorten siedeln um auf die warme Fensterbank, wenn die Temperaturen unter die 10 Grad Marke fallen.
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Welcher Standort ist geeignet?

Im Hinblick auf die idealen Standortbedingungen sind sich Garten-Dreimasterblumen und die nicht winterharten Zimmerpflanzen weitgehend einig:

  • Sonnige bis halbschattige Lage
  • Warm und windgeschützt
  • Nährstoffreiche, humose und gut durchlässige Erde
  • Je sonniger der Standort, desto feuchter die Bodenbeschaffenheit

Da ein Übermaß an Kalk Wachstum und Blühwilligkeit beeinträchtigt, sollte das Substrat einen leicht sauren pH-Wert aufweisen von 5,5 bis 6,0. Für Zimmerpflanzen bietet sich daher die Verwendung von Rhododendron- oder Moorbeeterde an.
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Welche Erde braucht die Pflanze?

Gönnen Sie Ihrer Dreimasterblume eine frisch-feuchte, nährstoffreiche und gut durchlässige Erde. Oberste Prämisse ist ein leicht saurer pH-Wert von 5,5 bis 6,0, denn mit Kalk möchte ein Gottesauge nicht behelligt werden. Für die Topfkultur bietet sich daher die Verwendung von Moorbeeterde oder Azaleensubstrat an, angereichert mit Lavagranulat für besten Wasserabzug.
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Wann ist Blütezeit?

Die Garten-Dreimasterblume setzt sich mit ihren zierlichen Blüten gleich zwei Mal pro Saison in Szene. Freuen Sie sich über fröhliche Farbtupfer von Mai bis Juli und nochmals im September. Einzige Voraussetzung ist ein Rückschnitt der verwelkten Blütenstängel bis zum Laub, um Platz zu schaffen für die Nachblüte. In Zimmerkultur bewahrt das Gottesauge seinen Blütenflor von Frühjahr bis zum Herbst ohne Unterlass, wenn Sie zeitnah jede verwelkte Blüte ausputzen.
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Dreimasterblume richtig schneiden

Kultiviert als Gartenstaude, schneiden Sie eine Dreimasterblume zwei Mal pro Saison. Der erste Schnitt erfolgt unmittelbar nach der sommerlichen Blüte und macht über dem sommergrünen Laub Halt. Daraufhin gedeiht eine Nachblüte im Herbst, an deren Ende Sie die Blume bodennah abschneiden. Für die Zimmerkultur bietet der Fachhandel mehrheitlich immergrüne Tradescantia für Topf und Blumenampel an. Putzen Sie die verwelkten Blüten konsequent aus und schneiden die Blätter nur dann ab, wenn sie eine unansehnliche Optik annehmen.
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Dreimasterblume gießen

In jungen Jahren verlangen Dreimasterblumen nach deutlich mehr Gießwasser, als im fortgeschrittenen Alter. In den ersten beiden Lebensjahren wässern Sie die Blume so regelmäßig, dass die Erde zu keinem Zeitpunkt abtrocknet. Im weiteren Verlauf reduziert sich der Wasserbedarf, sodass die Substratoberfläche gerne 1-2 cm tief antrocknen kann. Verwenden Sie prinzipiell weiches Wasser, denn das Gottesauge erweist sich als wenig kalkverträglich.
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Dreimasterblume richtig düngen

Der Nährstoffbedarf einer Dreimasterblume befindet sich auf mittlerem Niveau. Düngen Sie die Blume im Beet von Mai bis August alle 14 Tage mit Kompost und Hornspänen. Im Topf verwöhnen Sie die floralen Grazien alle 2 Wochen mit einem Flüssigdünger in verdünnter Konzentration. Von September bis März wird die Gabe von Dünger eingestellt.
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Überwintern

Ohne einen umfassenden Winterschutz kommt die Dreimasterblume im Beet nicht durch die kalte Jahreszeit. Häufeln Sie die Staude nach dem herbstlichen Rückschnitt mindestens 20-30 cm hoch an mit Herbstlaub oder Reisig. Im Topf räumen Sie die exotischen Schönheiten rechtzeitig vor dem ersten Frost ein. Eine kühle Überwinterung bei 10-15 Grad Celsius kommt ebenso in Betracht, wie die dauerhafte Platzierung auf der warmen Fensterbank.
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Dreimasterblume vermehren

Die Stecklingsvermehrung erfreut sich unter Hobbygärtnern besonderer Popularität, da sie so unkompliziert von der Hand geht:

  • Während des Sommers mehrere, nicht blühende Kopfstecklinge abschneiden
  • In der unteren Hälfte entlauben, sodass mindestens 1 Blattpaar stehen bleibt
  • In Gruppen zu je 6-8 Exemplaren in Töpfe setzen mit feuchtem Torf-Sand
  • Am halbschattigen Fensterplatz konstant feucht halten

Innerhalb von 2 bis 3 Wochen verfügen die Stecklinge über ein eigenes Wurzelsystem, was sich an einem ersten frischen Austrieb zeigt. Jetzt topfen Sie Ihre Zöglinge um in ein Substrat für adulte Dreimasterblumen oder setzen sie ins Freiland.

Als weitere, gängige Methode hat sich für Gartenarten die Teilung des Wurzelballens erwiesen. Hierzu graben Sie den Wurzelballen aus, zerschneiden ihn in zwei Hälften und pflanzen diese am neuen Standort in die lockere, nährstoffreiche, leicht saure Erde.
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Ist Dreimasterblume giftig?

Die Dreimasterblume gilt als leicht giftig. Daraus resultiert ein umsichtiger Umgang mit der Blume, sofern Kinder und Haustiere sich in Reichweite aufhalten könnten. Besteht beim Hobbygärtner bereits eine Neigung zu allergischen Reaktionen, empfehlen wir aus Gründen der Vorsicht das Tragen von Handschuhen bei Pflanz- und Pflegearbeiten.
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Wie pflege ich die Dreimasterblume als Zimmerpflanze?

Die nicht winterharten Arten und Sorten möchten gerne auf der sonnigen Fensterbank verweilen, bei Temperaturen zwischen 18 und 22 Grad. Halten Sie das leicht saure Substrat an jungen Exemplaren konstant feucht, ohne es abtrocknen zu lassen. Ältere Dreimasterblumen gießen Sie demgegenüber erst dann, wenn sich die oberen 1-2 cm der Erde trocken anfühlen. Verwenden Sie ausschließlich entkalktes Leitungswasser oder gesammeltes Regenwasser. Gedüngt wird ein Gottesauge in Zimmerkultur vom Frühjahr bis zum Herbst im 2-Wochen-Abstand mit verdünntem Flüssigdünger. Schneiden Sie die verwelkten Stängel nach der ersten Blüte bis zum immergrünen Laub ab, erscheint im Herbst eine aparte Nachblüte. Zu lange Ranken können Sie zu jeder Zeit einkürzen, wobei ein Termin im zeitigen Frühjahr besonders zu empfehlen ist.
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Schöne Sorten

  • Concord Grape: Schöne Garten-Sorte mit purpurvioletten Blüten und blau bereiften Blättern; Wuchshöhe 40-50 cm
  • Innocence: Weiß blühendes, winterhartes Gottesauge, das sowohl im Sommer als auch im Herbst erblüht; Wuchshöhe 40-50 cm
  • Bilberry Ice: Besticht mit weißen Blüten, die ein zartblaues Auge ziert; gut winterhart und von kompaktem Habitus
  • Variegata: Hübsche Rio-Dreimasterblume mit 60 cm langen Ranken und weißen Blüten für die Zimmerkultur in der Ampel
  • Zebra-Ampelkraut: Exotische Zimmerpflanze mit zierlichen, rosa Blüten und gestreiften Blättern an langen Ranken;
Text: Paula Jansen
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