Koniferenhecke schneiden – so wird sie kompakt und dicht!

Koniferen wie Eiben, Fichten oder Kiefern sind immergrün und gut formbar. Das sind ideale Voraussetzungen für ein Heckendasein. Doch ihr Nadelkleid kann schnell das lückenlose Grün einbüßen, wenn im Umgang mit der Schere Fehler gemacht werden. So können Sie sie vermeiden.

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Koniferen sind sehr schnittverträglich

Ein formbares Gehölz

Eine Koniferenhecke muss hinsichtlich Form andere Erwartungen erfüllen als eine freistehende Konifere. Die grüne Grenzabtrennung soll mitunter mauerähnlich und vor allem blickdicht sein. Dafür muss sie viel und regelmäßig geschnitten werden. Da ist die Frage berechtigt, ob die Konifere derart umfangreiche Schnittmaßnahmen überhaupt gut verträgt.

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Um eine Konifere müssen Sie sich diesbezüglich keine Sorgen machen, denn sie ist schnittverträglich. Solange Sie einige Schnittregeln beachten, bleibt sie lückenlos grün und in Form. Sie sind es, der sich überlegen muss, ob der Schnittaufwand zeitlich gemeistert werden kann. Gehen Sie zu nachlässig damit um, kann die Konifere braun werden.

Wann und wie oft schneiden?

Die immergrüne Koniferenhecke muss mindestens zweimal pro Jahr in Form gebracht werden. Zuerst im Mai oder Juni, wenn sich der zartgrüne Neuaustrieb zeigt. Das zweite Mal wird im August zur Schere gegriffen.

Manche Koniferenarten sind derart schnellwüchsig, dass weitere Schnitte notwendig sind. Doch auch in diesem Fall ist spätestens im Oktober die Schnittzeit vorbei, denn das Gehölz muss sich bis zum Winter vom Schnitt erholen können. Der gewählte Tag für den Schnitt sollte getrübt sein, es darf sogar regnen.

Koniferenhecke richtig formen

Koniferen sind zwar schnittverträglich, doch Sie sollten dabei nicht bis ins Altholz gehen. Daraus wird kein Neuaustrieb erfolgen, was unschöne Lücken bzw. braune Stellen zur Folge hätte. Deswegen darf nach der Pflanzung das erste Schneiden nicht zu spät erfolgen.

  • beginnen, sobald gewünschte Heckenhöhe erreicht ist
  • nur junge grüne Triebe schneiden
  • um maximal 10 cm kürzen
  • oben schmaler schneiden als unten (konische Form)
  • so bekommt auch der untere Teil der Hecke genügend Licht
  • dadurch wird Verkahlung effektiv vermieden
  • Höhe nach Wunsch begrenzen

Tipps

Für eine schöne Hecke sorgt auch eine spezielle Nährstoffkombination aus Eisen, Schwefel und Magnesium. Düngen Sie die Koniferenhecke unbedingt mit einem Dünger, der diese drei Elemente bietet.

Geeignetes Werkzeug

Für die Koniferenhecke sollten Sie sich bestes Schneidewerkzeug anschaffen. Es lohnt sich, auf Qualität zu setzen und dafür etwas mehr Geld auszugeben, denn auf die Astschere wartet eine herausfordernde Aufgabe. Während der langen Einsatzzeit sollte es stets gut geschärft und gereinigt genutzt werden. Saubere, glatte Schnitte verheilen schneller. Zerfranste Schnittstellen dagegen sind eine Einladung an Krankheiterreger, zum Inneren des Baumes vorzudringen und ihn zu schädigen.

Elektrische Schere erleichtern das Schneiden großer Hecken enorm, weil sie viel Zeit einsparen können. Zwingend erforderlich sind sie aber nicht. Entscheiden Sie selbst, ob ihnen elektrisch betriebenes Werkzeug oder die manuelle Variante besser zusagt.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: anela.k/Shutterstock

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