Warum wird die Konifere braun?

Eine Koniferen-Hecke als Sichtschutz im Garten oder eine tolle Solitärstaude im Vorgarten sind immer ein besonderer Blickfang. Doch irgendwann fällt auf, ein oder mehrere Koniferen haben braune, vertrocknete Stellen. Hier sind verschiedene Sofortmaßnahmen angesagt.

Konifere braun
Es kann verschiedene Gründe haben, wenn die Konifere braun wird

Wodurch können braune Stellen an der Konifere entstehen?

Vertrocknete oder braune Stellen an einer Konifere können verschiedenste Ursachen haben. Häufig sind die Verfärbungen witterungsbedingt oder entstehen durch Pflegefehler, wie zum Beispiel:

  • falsches Schneiden
  • mangelnde Wassergaben bei zu langer Trockenheit
  • Magnesium-Mangel
  • Schimmel-Krankheiten

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Schäden durch Rückschnitte

Koniferen sind recht schnittverträglich und erholen sich gut von den Rückschnitten. Bei zu starken Schnitten allerdings, die bis ins alte Holz gehen, kann sich die Pflanze nicht mehr erneuern. Neue Triebe bleiben an dieser Stelle aus. Da aber die anderen Zweige nach wie vor gut wachsen, können sie vorsichtig so gebogen werden, dass sie die kahlen Stellen ausfüllen. Die Zweige können einige Zeit lang mit Kabelbinder locker befestigt werden, bis sie von allein in die gegebene Richtung wachsen.

Braune Koniferen durch Wassermangel

Koniferen mögen einen feuchten Boden und sollten im Sommer regelmäßig gewässert werden, wenn nicht genug Regen fällt.
Wassermangel führt zu braunen Stellen, die jedoch durch ausreichende Wasserzufuhr von der Pflanze wieder erneuert werden.
Ist die Konifere jedoch komplett ausgetrocknet und braun verfärbt, dann ist es schwierig, sie zu retten. Unter Umständen kann ein Graben rund um die Pflanze, der solange mit Wasser gefüllt wird, bis der Wurzelballen durchnässt ist, hilfreich sein.

Magnesium-Mangel im Boden

Werden die Koniferen hauptsächlich unten und in der Mitte braun, kann ein Magnesium-Mangel im Boden Schuld daran sein.
Diesen Mangel kann man mit Spezialdünger aus dem Gartenfachmarkt beheben. Der Dünger wird genau nach Anweisung verabreicht. In körniger Form kann der Dünger wunderbar in den Boden eingeharkt werden.
Um einem Magnesium-Mangel vorzubeugen wird am besten im Frühjahr die Hecke mit einem Volldünger für Koniferen versorgt.

Braunfärbung durch Schimmel-Krankheiten

Thuja, Taxus und Leyland-Zypresse gehören zu den Koniferen, die anfällig sind für Schimmel-Krankheiten. Durch diese Krankheit sterben die Äste des Strauches ab. Hier hilft nur ein sofortiges Abschneiden der befallenen Teile. Nach dem Schnitt müssen alle Arbeitsgeräte desinfiziert werden, um ein Ausbreiten der Krankheit zu vermeiden.
Bei einem staken Befall ist der Einsatz eines Fungizids ratsam.
Schimmelbefall kann man vorbeugen, indem man die Hecke richtig schneidet. Der Schnitt soll so erfolgen, dass auch die Innenseite des Strauches Licht bekommt. Ein leicht pyramidenförmiger Schnitt sorgt dafür, dass auch die unteren Bereiche der Konifere Licht bekommen.

Tipps zur Vermeidung des Braunwerdens

Nicht immer lässt es sich vermeiden, dass eine Konifere braune Stellen bekommt. Wenn man jedoch folgende Tipps beachtet, können braune Zweige meist vermieden werden:

  • einen nicht zu sonnigen Standort wählen
  • jährliche Düngung mit Bittersalz
  • bei bedecktem Wetter schneiden, Sonne trocknet die Schnittstellen zu schnell aus
  • Boden häufig auflockern
  • regelmäßig gießen
  • auf Schädlinge kontrollieren, Schädlinge bekämpfen
Text: Gartenjournal.net

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