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Thuja Smaragd braun: Ursachen & Lösungen

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Die Thuja Smaragd, bekannt für ihr immergrünes Laub, kann gelegentlich braune Verfärbungen aufweisen. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Ursachen, von natürlichen Prozessen bis hin zu Krankheiten und Schädlingen, und bietet Lösungen zur Behandlung und Vorbeugung.

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Braune Verfärbungen können sowohl Folge von zu viel als auch von zu wenig Wasser sein

Natürliche Verfärbung im Winter

Im Winter zeigen sich viele Thuja-Arten, besonders Wildarten, in rostbraunen bis bronzefarbenen Tönen. Dieser natürliche Prozess dient der Pflanze als Schutzmechanismus gegen Kälte und Trockenheit. Die Thuja Smaragd zeichnet sich jedoch durch ihre besondere Winterhärte aus und behält in der Regel ihre frischgrüne Farbe.

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Gelegentlich können auch bei der Thuja Smaragd, insbesondere bei jungen oder frisch gepflanzten Exemplaren, leichte Verfärbungen auftreten. Diese sind meist auf die Exposition gegenüber kalten Winden zurückzuführen. Mit dem Frühlingserwachen und dem neuen Austrieb normalisiert sich die Farbe jedoch wieder.

Schäden durch Überdüngung und Streusalz

Schäden durch Überdüngung und Streusalz

Gründliches Abbrausen entfernt schädliche Salzrückstände von der Thuja Smaragd

Um die Gesundheit Ihrer Thuja Smaragd zu gewährleisten, sollten Sie Überdüngung und die Exposition gegenüber Streusalz vermeiden. Beide Faktoren können zu einer schädlichen Salzanreicherung im Boden führen.

Überdüngung, besonders mit mineralischen Düngern wie Blaukorn, erhöht den Salzgehalt im Boden und kann zu Braunfärbung der Zweigspitzen führen. Schneiden Sie betroffene Zweige zurück und spülen Sie die Thuja gründlich ab, um Salzrückstände zu entfernen.

Auch Streusalz, das im Winter auf Straßen und Gehwegen verwendet wird, kann Schäden verursachen, wenn es auf die Pflanzen und den Boden gelangt. Die Symptome ähneln denen der Überdüngung: braune Blätter, insbesondere im unteren Bereich, verzögerter Austrieb und schwaches Wachstum.

Um Salzschäden zu behandeln und vorzubeugen, empfehlen sich folgende Maßnahmen:

  1. Regelmäßige Bewässerung: Spülen Sie das Salz aus der oberen Bodenschicht durch gründliche Wassergaben.
  2. Rückschnitt betroffener Stellen: Entfernen Sie braune Zweigspitzen, um gesundes Wachstum zu fördern.
  3. Abspülen der Pflanzen: Befreien Sie die Thuja im Frühjahr von Salzrückständen durch Abbrausen.

Braune Spitzen durch Verbrennung

Braune Spitzen können auf Verbrennungen durch intensive Sonneneinstrahlung hindeuten, die besonders in trockenen Sommermonaten oder bei Frühjahrsfrost auftreten können.

Schützen Sie Ihre Thuja Smaragd mit folgenden Maßnahmen:

  • Ausreichende Bewässerung: Gießen Sie Ihre Thuja Smaragd alle zwei Wochen mit etwa 15 Litern Wasser pro Höhenmeter, um den Boden feucht zu halten.
  • Bodenschutz: Mulchen Sie den Boden mit Rindenmulch, um die Feuchtigkeit zu speichern und das Wurzelwerk kühl zu halten.
  • Umgang mit Salzschäden: Falls die Verbrennung durch Bittersalze verursacht wurde, können spezielle Produkte die Aufnahme und Verarbeitung dieser Salze verbessern.

Braunschwarze Verfärbungen durch sauren Boden

Braunschwarze Verfärbungen durch sauren Boden

Ein Bodentest kann helfen, die Ursache für braunschwarze Verfärbungen zu ermitteln

Braunschwarze Verfärbungen können auf einen zu sauren Boden mit hohem Mangan-Gehalt hinweisen. Ein Bodentest gibt Aufschluss über den pH-Wert.

So verbessern Sie den Boden:

  1. pH-Wert testen: Bestimmen Sie den Säuregrad des Bodens mit einem Test-Set.
  2. Kalkung: Bei Bedarf den pH-Wert durch Zugabe von kohlensaurem Kalk erhöhen.
  3. Kompost hinzufügen: Nach einigen Monaten reifen Kompost einarbeiten, um das Nährstoffverhältnis und den Humusgehalt zu verbessern.

Krankheiten als Ursache für braune Verfärbungen

Verschiedene Pilzkrankheiten können braune Verfärbungen verursachen:

  • Pestalotia-Triebsterben: Braunwerden der Zweige von den Spitzen her, oft begleitet von kleinen, schwarzbraunen Fruchtkörpern.
  • Nadel- oder Schuppenbräune: Vergilben und Braunfärbung der Blattschuppen, besonders an unteren Trieben, mit scharfer Abgrenzung zu gesunden Bereichen.
  • Kabatina-Triebsterben: Absterben junger Triebe mit deutlicher Abgrenzung zu gesunden Teilen.
  • Wurzelfäule: Absterben der Pflanze durch den Pilz Phytophthora cinnamomi; frühzeitiges Erkennen und Entfernen befallener Teile ist entscheidend.

Untersuchen Sie Ihre Pflanze regelmäßig und schneiden Sie befallene Bereiche zurück. Pilzbekämpfungsmittel können unterstützend eingesetzt werden.

Schädlinge als Ursache für braune Verfärbungen

Schädlinge als Ursache für braune Verfärbungen

Schädlinge sollten zeitnah erkannt und bekämpft werden

  • Thuja-Miniermotte: Braune Verfärbungen und Fraßgänge in den Blattschuppen, oft mit kleinen schwarzen Punkten (Larvenkot).
  • Dickmaulrüssler: Braune Spitzen durch Fraßschäden an der Rinde junger Triebe; Einsatz von Nematoden oder Rückschnitt betroffener Triebe.
  • Thuja-Borkenkäfer: Bohrlöcher in der Rinde und Absterben der Pflanze; Entfernen und Entsorgen stark befallener Teile.
  • Thuja-Triebläuse: Größere, schwarz-graue Läuse, die Triebe aussaugen und gelb-braune Verfärbungen verursachen; Entfernen befallener Stellen.

Behandlung von braunen Verfärbungen

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache:

  • Trockenstress: Gezieltes Wässern, besonders an trockenen Standorten und in niederschlagsarmen Perioden.
  • Schädlingsbefall: Entfernen betroffener Pflanzenteile, um die Ausbreitung zu verhindern.

Ein umfassender Pflegeplan stärkt die Pflanze und erhöht ihre Widerstandsfähigkeit.

Vorbeugung von braunen Verfärbungen

  • Ausreichende Bewässerung: Regelmäßiges Wässern, besonders in Trockenperioden.
  • Schutz vor Trockenstress und Salzeinwirkung: Mulchen des Bodens und Schutz vor Streusalz.
  • Vermeidung von Schädlingsbefall: Regelmäßige Kontrolle und Entfernen befallener Pflanzenteile.
  • Vorsicht bei der Düngung: Vermeidung von Überdüngung mit mineralischen Düngern.
  • Präventiver Rückschnitt: Förderung des Wachstums und Vorbeugung von Schädlingen und Krankheiten.
  • Gute Standortwahl und Pflanzung: Ausreichend Licht, Schutz vor starker Mittagssonne und Wind.
Bilder: SNeG17 / Shutterstock