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Thuja: Braune Knospen – Ursachen und Lösungsansätze

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Entdecken Sie die Gründe für braune Verfärbungen an Thujen und lernen Sie, zwischen harmlosen Samenständen und besorgniserregenden Symptomen zu unterscheiden. Dieser Artikel bietet umfassende Einblicke in Ursachen, Präventionsmaßnahmen und Lösungen, um die Gesundheit und das Erscheinungsbild Ihrer Thujen zu optimieren.

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Die Thuja hat keine braunen Knospen sondern braune Samenstände

Vertrocknete Samenstände oder Braune Knospen?

Thujen zeigen mitunter bräunliche Veränderungen, die auf den ersten Blick wie braune Knospen wirken. Dabei handelt es sich jedoch meist um vertrocknete Samenstände, die nach der Blüte entstehen. Diese sind zwar unschön anzusehen, jedoch unbedenklich für die Pflanze.

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Die vermeintlich braunen Knospen sind somit ein Resultat der intensiven Blüten- und Samenbildung, die viel Energie erfordert. Da die Thujen ihre Ressourcen auf die Samenbildung konzentrieren, kann es vorkommen, dass weniger Energie für Wachstum und Neuaustrieb zur Verfügung steht.

Wenn Sie die Samenstände entfernen möchten, können Sie dies entweder vor der Blüte durch einen gezielten Schnitt tun oder die Blütenstände nach der Blütezeit entfernen. Auch eine manuelle Entfernung der Samenstände ist möglich, um der Thuja mehr Energie für ihre Weiterentwicklung zu geben.

Ursachen für die Bildung von Samenständen

Die Bildung von Samenständen bei Thujen hat vielfältige Gründe, die sich in zwei Hauptkategorien einteilen lassen:

Natürliche Ursachen:

  • Die Samenbildung ist Teil des natürlichen Fortpflanzungszyklus der Thujen. Je nach Sorte kann alle 2 bis 7 Jahre eine verstärkte Samenbildung beobachtet werden, um die Fortpflanzung und das Überleben der Art zu sichern.

Stressbedingte Ursachen:

  • Umweltstress: Extreme Wetterbedingungen wie Hitze, Trockenheit oder übermäßige Feuchtigkeit sowie ungünstige Bodenverhältnisse (z. B. hoher Salzgehalt, Staunässe oder Nährstoffmangel) können Stressreaktionen auslösen.
  • Nährstoffstress: Ein Mangel an essentiellen Nährstoffen führt dazu, dass Thujen in einen Überlebensmodus schalten und Samenstände zur Fortpflanzung bilden.
  • Präventive Stressreaktion: Thujen können auf Stress oder ungünstige Bedingungen mit der Bildung von Samenständen reagieren, um den Fortbestand der Art zu sichern.

Um eine gesunde Entwicklung zu fördern und stressbedingte Samenbildung zu minimieren, ist es wichtig, auf eine ausgewogene Wasser- und Nährstoffversorgung sowie optimale Bodenbedingungen zu achten.

Thuja-Sorten und ihre Neigung zur Samenbildung

  • Thuja Smaragd: Diese Sorte zeichnet sich durch langsames Wachstum und eine feine, kompakte Nadelstruktur aus. Samenstände treten etwa alle 5 bis 7 Jahre im Rahmen des natürlichen Fortpflanzungszyklus auf. Häufigere Knospenbildung könnte auf Stress hinweisen, sodass Sie die äußeren Belastungsfaktoren überprüfen sollten.
  • Thuja Brabant: Die Thuja Brabant ist bekannt für ihr kräftiges Grün und wird oft als Heckenpflanze verwendet. Sie neigt tendenziell alle zwei bis drei Jahre zur Samenbildung, unabhängig von den Pflegebedingungen. Dies ist kein Grund zur Sorge, kann jedoch das ästhetische Erscheinungsbild beeinträchtigen.

Maßnahmen gegen Samenstände

Die folgenden Maßnahmen helfen, das Erscheinungsbild und die Vitalität Ihrer Thuja zu verbessern:

Entfernung der Samenstände: Vertrocknete Samenstände können der Pflanze Energie entziehen. Entfernen Sie die Samenstände vorsichtig, um den Baum zu entlasten.

Stressmanagement:

  • Bewässerung: Achten Sie vor allem in Trockenperioden auf regelmäßiges Gießen.
  • Nährstoffversorgung: Eine Bodenanalyse gibt Aufschluss über Mängel. Verwenden Sie Dünger, die auf die Bedürfnisse von Koniferen abgestimmt sind.
  • Bodenqualität: Verbessern Sie die Bodenstruktur mit Kompost oder Bodenverbesserern.
  • Schädlingsmanagement: Entfernen Sie befallene Pflanzenteile und fördern Sie natürliche Fressfeinde.

Frühzeitiger Schnitt: Ein gezielter Rückschnitt vor der Blüte reduziert die Bildung von Samenständen.

Braune Stellen an der Thuja

Verschiedene Faktoren können bei Thujas zu braunen Verfärbungen führen.

  • Winterfärbung: Eine natürliche, saisonbedingte Verfärbung ist harmlos.
  • Pilzkrankheiten und Schädlingsbefall: Beide können die Pflanzen schädigen und braune Stellen verursachen. Identifizieren Sie die genaue Ursache für gezielte Maßnahmen.
  • Sonnenbrand und Trockenheit: Diese Stressfaktoren können zu Verbrennungen oder Austrocknung der Nadeln führen.
  • Nährstoffmangel oder ungünstige Bodenbedingungen: Ein Mangel an lebenswichtigen Nährstoffen oder nicht ideale Bodenverhältnisse können ebenfalls eine Ursache sein.
  • Übermäßiges Düngen: Zu viel Dünger kann schädlich sein.

Maßnahmen gegen braune Stellen

Bei braunen Stellen an Thujas ist es wichtig, zunächst die Ursache zu identifizieren.

  • Abschneiden brauner Triebe: Entfernen Sie bei oberflächlichem Befall die braunen Triebe, aber vermeiden Sie Schnitte ins alte Holz.
  • Entfernen der gesamten Pflanze bei schwerem Befall: Bei starkem Befall, z. B. durch Wurzelpilze, entfernen Sie die gesamte Pflanze inklusive Wurzelstock und entsorgen Sie das Pflanzenmaterial fachgerecht.
  • Ursachenbekämpfung durch Pflegeoptimierung: Regelmäßiger Rückschnitt, optimierte Bewässerung und eine Bodenanalyse helfen, die Pflanzen widerstandsfähiger zu machen.
  • Vorsichtige Düngung: Bei Verätzungen durch Streusalz oder Überdüngung spülen Sie die Thuja gründlich ab und wässern Sie sie ausgiebig.
  • Schutz vor Hitze und Trockenheit: Sorgen Sie für eine regelmäßige und ausreichende Wasserversorgung.
  • Rückschnitt bei Beschädigung durch Maschinenabgase: Schneiden Sie betroffene Bereiche zurück, bis gesundes Gewebe sichtbar ist.
Bilder: Ivanova Viktoriya / Shutterstock