Wann müssen Sie Thuja mit Bittersalz düngen?

Beim Düngen von Thuja können Sie falsch machen. Der Lebensbaum reagiert auf zu viel Dünger ebenso schlecht wie auf zu wenig Nährstoffgaben. Das Düngen mit Bittersalz, das häufig empfohlen wird, ist nur notwendig, wenn die Hecke unter einem ganz bestimmten Mangel leidet.

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Wird die Thuja gelb, kann das an Magnesiummangel liegen

Bei Magnesiummangel Thuja mit Bittersalz düngen

Zeigen sich bei der Thuja gelbe Spitzen, sollten Sie an einen Magnesiummangel im Boden denken. Untersuchen Sie die Hecke aber zunächst auf Schädlinge und Pilzkrankheiten. Überprüfen Sie auch, ob die Thuja feucht genug, aber nicht zu nass gehalten wird.

Sind alle anderen Ursachen ausgeschlossen, sollten Sie eine Bodenprobe nehmen und im Labor untersuchen lassen. Stellt sich ein Mangel an Magnesium heraus, hilft eine Düngung mit Bittersalz.

Regelmäßiges Düngen mit Bittersalz, wie es häufig geraten wird, ist nicht sinnvoll. Nur wenn tatsächlich ein Mangel besteht, sollten Sie diesen mineralischen Dünger anwenden.

Dosierung genau einhalten

Zunächst müssen Sie ein geeignetes Produkt auswählen. Bittersalz kann in flüssiger oder fester Form verabreicht werden.

Die Dosierungsanweisungen müssen genau beachtet werden, um eine Überdüngung und dadurch erfolgende Übersäuerung des Bodens zu verhindern.

Bei leichten Böden werden bis zu 4 Gramm Bittersalz pro 100 Gramm Erde verabreicht. Für schwerere Böden ist eine Dosierung von bis zu 6 Gramm ausreichend. Nur bei sehr schweren Lehmböden dürfen Sie bis zu 9 Gramm geben.

Welcher Zeitpunkt zum Düngen mit Bittersalz?

Eine Düngung mit Bittersalz erfolgt umgehend nach Auftreten des Befalls und der Bestätigung durch das Labor.

  • Nicht bei Sonnenschein düngen
  • Bittersalz nach einem Regenschauer verabreichen
  • oder Boden vorher wässern
  • sehr trockene Thuja mit Wasser besprengen

Darauf müssen Sie achten!

Beim Sprühen benetzen Sie Ober- und Unterseiten der Blätter, aber nicht zu dicht am Stamm. Die Nadeln sollen keinesfalls triefend nass werden.

In fester Form wird Bittersalz rund um den Lebensbaum ausgestreut. Dabei sollte das Salz möglichst nicht direkt an den Stamm gegeben werden.

Tipps

Pilzerkrankungen treten beim Lebensbaum nicht so häufig auf. Allerdings ist in den letzten Jahren eine Zunahme zu erkennen. Oftmals lassen sich ganze Lebensbaumhecken nicht mehr retten.

Text: Sigrid Hestermann
Artikelbild: Rybak/Shutterstock

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