Die besten Gemüsearten und -sorten fürs Hochbeet

Ein Hochbeet ist perfekt für den Anbau von vielen Gemüsen. Pflanzen Sie viele unterschiedliche Arten und Sorten, dann ist nicht nur Abwechslung garantiert, sondern Sie haben auch weniger Probleme mit Schädlingen und Krankheiten. Mit einer sorgfältigen Anbauplanung nutzen Sie die Hochbeet-Fläche optimal aus.

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Beim Anbau von Gemüse auf dem Hochbeet ist unbedingt die Fruchtfolge zu beachten

Salate und andere Blattgemüse

Salate lassen sich in zwei Gruppen einordnen: Kopf-, Pflück- und Schnittsalate gehören zur Gattung der Lattiche. Sie werden vornehmlich im zeitigen Frühjahr bis zum Sommer ausgesät bzw. gepflanzt. Typische Herbstsalate sind dagegen Endivien und Radicchio, die, ebenso wie Zuckerhut und Chicorée, zu den Zichorien gehören. Salate haben einen mittleren Nährstoffbedarf und sollten nicht auf frisch geschichtete Hochbeete gepflanzt werden – durch das hohe Nährstoffangebot bilden sie schädliche Nitrate aus. Weitere lohnenswerte Blattgemüse, die sich auch wunderbar dünsten oder braten lassen, sind Asia-Salate wie Mizuna oder Pak-Choi. Unkompliziert, unempfindlich und zu fast jeder Jahreszeit kultivierbar sind Feldsalat, Winterposteleien sowie Spinat und Mangold.

Knollen- und Wurzelgemüse

Auch die meisten Knollen- und Wurzelgemüse haben einen eher mittleren Nährstoffbedarf. Sie lassen sich jedoch unkompliziert kultivieren und harmonieren mit vielen anderen Gemüsearten. Daher gehören Möhren, Pastinaken, Wurzelpetersilie, Radieschen, Kohlrabi und Rote Bete in jedes Hochbeet – mit diesen Gemüsen können Sie im Grunde nichts falsch machen. Wer den Geschmack mag, kann auch Sellerie, Fenchel und Rettich pflanzen. Sellerie übrigens gehört zu den Starkzehrern und braucht viele Nährstoffe.

Eiweißreiche Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte haben einen sehr niedrigen Nährstoffbedarf, lassen sich leicht kultivieren und bringen immer eine reiche Ernte. zarte Zuckerschoten oder süße Markerbsen werden ab April ausgesät und lassen sich prima mit Kohlrabi, Salat, Rettich, Radieschen, Fenchel, Möhren, Pastinaken und Wurzelpetersilie vergesellschaften. Im Gegensatz zu Stangen- oder Feuerbohnen wachsen Buschbohnen niedriger und sind allein deshalb ideal fürs Hochbeet. Sie benötigen auch nicht so viel Wärme wie ihre schlingenden Verwandten. Bohnen werden zwischen Mai und Juli direkt ins Beet gesät und passen hervorragend zu Salat, Erdbeeren, Kohl, Mangold, Radieschen, Rote Bete und Tomaten.

Tomaten und andere Fruchtgemüse

Zu den Fruchtgemüsen gehören Tomaten, Paprika, Peperoni, Auberginen, Gurken, Zucchini, Kürbis und Melonen. Sie haben alle einen sehr hohen Nährstoffbedarf und fühlen sich daher auf einem frisch geschichteten Hochbeet besonders wohl. Allerdings werden diese Pflanzen sehr groß – und brauchen daher sowohl Platz als auch oft eine Rankhilfe – und sind zudem sehr empfindlich. Fruchtgemüse lieben Sonne und Wärme, zudem ist ein vor Regen und Zugluft geschützter Standort sinnvoll. Diese Gemüse sollten Sie niemals direkt aussäen, sondern immer nur vorgezogene Pflanzen ins Beet setzen.

Lauch- und Zwiebelgewächse

Zwiebeln, Schalotten, Knoblauch sowie Porree (Lauch) sind in jeder Küche unverzichtbar – daher sollten Sie auch auf dem Gemüse-Hochbeet auf keinen Fall fehlen. Zwiebeln können Sie zwar direkt ins Beet säen, leichter gelingt ihre Kultur jedoch über Steckzwiebeln. Knoblauch wird am besten im Oktober oder im Februar / März ins Hochbeet gesteckt. Die Zehen müssen etwa fünf Zentimeter tief im Boden liegen. Lauch gibt es in verschiedenen Sommer- und Wintersorten, die sich das ganze Jahr hindurch kultivieren lassen.

Kohl

Fast alle Kohlarten und -sorten haben einen hohen Nährstoffbedarf. Im Hochbeet lässt sich sowohl Weiß- als auch Rotkohl, Grünkohl sowie Brokkoli (Kopf- und Sprossenbrokkoli), Blumenkohl und Romanesco wunderbar kultivieren. Auch hier gibt es verschiedene Sorten, die sich jeweils besonders für den Anbau im Frühjahr, Sommer oder Herbst eignen. Zur falschen Jahreszeit gepflanzte Sorten neigen schnell zum Schießen.

Tipps

Insbesondere Küchenkräuter wie Petersilie, Schnittlauch etc. können Sie prima zusammen mit anderen Gemüsen im Hochbeet anbauen. Mediterrane Kräuter dagegen wachsen besser in einem eigenen Beet, da ihre Ansprüche hinsichtlich Boden und Pflege sich von anderen Gemüsen teils stark unterscheiden.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Alla Bozhko/Shutterstock
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