Pflegearmes Hochbeet mit farbenfrohen Blumen

Für eine bunte Blumenwiese müssen Sie nicht gleich Ihren Rasen opfern. Stattdessen verwandeln Sie Ihr ehemaliges Gemüsehochbeet einfach in eine zauberhafte Wildblumenwiese - und sorgen damit dafür, dass sich nicht nur Bienen und Hummeln bei Ihnen wohlfühlen, sondern zugleich für eine natürliche Gründüngung.

hochbeet-blumen
Auch Blumen fühlen sich im Hochbeet wohl

Blumen im Hochbeet: Ideale Zwischennutzung

Ein ehemaliges, mittlerweile weitgehend verrottetes Gemüsehochbeet ist wie geschaffen dafür, typische Wiesenblumen wie Klatschmohn, Kornblume, Kornrade, Ackerrittersporn, Kamille, Färberkamille und Margerite zu beherbergen. Die gedeihen auf einem nährstoffarmen, lockeren Boden wesentlich besser als beispielsweise auf einer Wiese. Vor der Aussaat müssen Sie das Hochbeet nicht neu schichten, stattdessen füllen Sie lediglich ein mageres Substrat ein. Mit ein bisschen Glück gesellen sich durch Samenanflug auch unerwartete Überraschungsgäste wie beispielsweise Königskerze, Nachtkerze oder Wilde Karde hinzu. Sie können das Wildblumenbeet jedes Jahr aufs Neue auflaufen lassen – die genannten Einjährigen samen sich selbst aus – oder aber das Hochbeet bei Bedarf einfach wieder für den Anbau von Gemüse reaktivieren.

Gründüngung durch Sommerblumen

Ringelblumen, Lupinen, Bienenfreund, Sonnenblumen, Malven und Klee sind in vielen Gründüngungsmischungen enthalten, mit denen Sie Ihr Hochbeet zwischendurch bewachsen lassen und so für Nachschub mit frischen Nährstoffen sorgen. Über den Sommer erfreut die üppige Blütenpracht Ihr Auge, nach dem Verblühen lassen Sie die Pflanzen einfach über den Winter verrotten.

Geeignete Arten fürs pflegearme Hochbeet

Auch diverse Sommerblumen aus dem Beet- und Balkonpflanzensortiment wie etwa Lobelien, Sommersalbei, Bartfaden, Spinnenblumen, Zinnien, Löwenmäulchen, Elfenspiegel, Kapuzinerkresse oder Kapsonnenblume lassen sich prima auf einem Hochbeet kultivieren, benötigen allerdings etwas mehr Zuwendung als die bereits beschriebenen Wildblumen. Während der Sommermonate sollten Sie diese Blumen regelmäßig mit geeignetem Flüssigdünger versorgen.

Bunte Frühlingsboten im Hochbeet

Pflanzen Sie bereits im August oder September die Zwiebeln von Tulpen, Narzissen, Blausternchen, Traubenhyazinthen und weiteren Frühjahrsblühern, so können Sie sich im folgenden Frühjahr auf ein herrliches Blütenmeer freuen. Treiben die Zwiebelblumen im März das erste zarte Grün, setzen Sie am besten noch Goldlack, bunte Primeln, Vergissmeinnicht, Maßliebchen, Hornveilchen und Stiefmütterchen hinzu. Ist die frühlingshafte Pracht vorüber, dürfen die Zwiebeln im Beet bleiben. Abgeblühte Stiefmütterchen und Co. werden dagegen entfernt und durch einjährige Sommerblumen ersetzt.

Tipps

Wenn Sie die Frühlingsblumen als Vorkultur im Gemüsehochbeet pflegen, sollten Sie nach dem Verblühen auch die Blumenzwiebeln herausnehmen und bis zum Ende des Sommers in einer trockenen Kiste aufbewahren. Anschließend pflanzen Sie das gewünschte Gemüse.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: sanddebeautheil/Shutterstock

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.