Schmetterlinge anlocken – Die besten Tipps für Hobbygärtner

Mit verlockenden Futterpflanzen wird Ihr Garten zum beliebten Ausflugsziel für Schmetterlinge. Scharenweise bunte Falter tanzen vom Frühling bis zum Herbst im Blumenbeet, wenn auch für die Raupen der Tisch reich gedeckt ist. Wie Sie Schmetterlinge anlocken mit den richtigen Trachtpflanzen, verraten diese Tipps.

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Der Sommerflieder wird nicht umsonst auch Schmetterlingsflieder genannt

Schmetterlinge anlocken mit Trachtpflanzen

Schmetterlinge decken ihren Energiebedarf mit Nektar und Pollen. Uniforme Rasen ohne Blüten weit und breit, sind den Faltern ein Gräuel. Tragen Sie doch einmal ein Stück der Grasnarbe ab, säen die Veitshöchheimer Bienenweide aus und lassen sich überraschen von brummenden, summenden und flatternden Gästen. Mit diesen blühenden Trachtpflanzen verwandeln Sie Ihren Naturgarten in ein umschwärmtes Schmetterlingsparadies:

  • Faustregel: Schmetterlinge anlocken mit heimischen Wildstauden und exotischen Pflanzen mit ungefüllten Blüten
  • Heimische Pflanzenauswahl: Kartäusernelke (Dianthus carthusianorum), Skabiose (Scabiosa columbaria), Wilder Majoran (Origanum vulgare)
  • Top-Schmetterlingsweiden: Sommerflieder (Buddleja davidii), Flammenblumen (Phlox), Zinnien (Zinnia)

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Unwiderstehliche Anziehungskraft auf Schmetterlinge übt eine selbst gebaute Kräuterspirale aus mit Rosmarin (Rosmarinus officinalis), Salbei (Salvia) und Kapuzinerkresse (Tropaeolum). Auf dem Balkon tummeln sich kunterbunte Falter, wenn sich auf der Kräutertreppe Oregano (Origanum) und Schnittlauch (Allium schoenoprasum) blütenreiche Gesellschaft leisten.

Schmetterlingsmagnet: Raupen-Futterpflanzen

Schmetterlinge bevölkern Garten und Balkon, wenn auch für den Nachwuchs gesorgt ist. Raupen haben kein Interesse an Nektar und Pollen. Bei ihnen stehen Pflanzenblätter ganz oben auf dem Speiseplan. Je abwechslungsreicher das Angebot an Futterpflanzen, desto mehr Schmetterlingsarten finden sich ein. Folgende Tabelle gibt einen Überblick:

Schmetterlingsart Raupen-Futterpflanze Botanischer Name
Schwalbenschwanz Wilde Möhre Daucus carota
Ochsenauge und Schachbrett Süßgräser Poaceae
Kleiner Weinschwärmer Labkräuter Galium
Mittlerer Weinschwärmer Fuchsienblätter Fuchsia
Zitronenfalter Faulbaum Frangula alnus
Baum-Weißling Weißdorn-Arten Crataegus

Ein wildes Eck im Garten lässt die Herzen von Schmetterlingsraupen höher schlagen. Hier schmausen an Brennnesseln, Löwenzahn oder Rainfarn die Nachkommen von Admiral, Landkärtchen, Kleiner Fuchs, Distelfalter und Tagpfauenauge.

Eine herbe Enttäuschung für Schmetterlingseltern ist hingegen ein Garten voller exotischer Pflanzen. Mehr als 90 Prozent der Blätter tropischer Blumen, Stauden und Gehölze sind für hungrige Raupen ungenießbar.

Tipps

Im bienenfreundlichen Garten geben sich Schmetterlinge, Wildbienen und Hummeln die Klinke in die Hand. Das gelingt mit einer naturnahen Bepflanzung aus heimischen Wildblumen sowie dem konsequenten Verzicht auf Pestizide und Kunstdünger. Tragende Säulen in der Gartenpflege sind Unkrautjäten von Hand, organisches Düngen mit Kompost und Pflanzenschutz mit Hausmitteln.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: Aleksandra Duda/Shutterstock

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