Schmetterlinge füttern

Fast jeder Gärtner, der die Natur und ihre Tierwelt schätzt, besitzt ein Vogelhäuschen oder eine Tränke im Garten. Selbstverständlich ist es lobenswert, Vögel oder Eichhörnchen mit Nahrung zu versorgen. Leider werden Insekten, insbesondere Schmetterlinge, dabei häufig vergessen. Oder liegt die Ursache eher bei der Unschlüssigkeit, was man den Faltern als Nahrung dient. Lesen Sie auf dieser Seite, wie Sie Schmetterlingen ein artgerechtes Futterangebot darbieten.

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Schmetterlinge mögen es süß

Wovon ernähren sich Schmetterlinge?

Genau wie Bienen und Hummeln sammeln Schmetterlinge Blumennektar, der ihnen als Energiequelle dient. Sie nehmen ihre Nahrung über einen ausrollbaren Saugrüssel auf. Da sie keine Kauwerkzeuge besitzen, können sie nur flüssige Nahrung zu sich nehmen. Wer Schmetterlinge füttern möchte, kann auch zu herkömmlichem Zucker greifen, da dieser dem Blütennektar gleicht.

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Leere und volle Blüten

Auf natürliche Weise füttern Sie Schmetterlinge, indem Sie eine bunte Blumenwiese in den Garten pflanzen. Sterile Rasenflächen bieten dagegen keine Nektarquellen. Am besten eignen sich Wildblumen, da ihre Blüten den meisten Zucker enthalten. Die Farbe der Blüte spielt hingegen keine Rolle. Ganz im Gegenteil, viele Gärtner lassen sich von der Farbenpracht häufig täuschen. Gezüchtete Blumen leuchten zwar kunterbunt, besitzen aber meistens sogenannte gefüllte Blüten. Züchter legen bei der Produktion verstärkten Wert auf die Optik. Dabei vernachlässigen sie den Nektargehalt, den die Blume später herstellt. Natürliche Wildblumen besitzen hingegen leere Blüten, die von Natur aus viel Nektar enthalten.

Zuckerlösung selber herstellen

Sie besitzen lediglich einen Balkon und haben daher wenig Möglichkeiten, diesen artenreich zu bepflanzen? Dann ersetzen Sie den Blütennektar durch

  • Haushaltszucker (in Wasser gelöst)
  • Honig (in Wasser gelöst)
  • oder zuckerhaltigen Obstsaft

So stellen Sie die Schmetterlingsnahrung her:

  1. Wasser erhitzen
  2. Zucker einrühren (Verhältnis 4:1)
  3. Warten, bis sich der Zucker aufgelöst hat
  4. Abkühlen lassen
  5. Schwamm in die Flüssigkeit tauchen
  6. Schmetterling auf den Schwamm setzen

Hinweis: Der Schmetterling wird den Zucker aus dem Schwamm saugen. Schälchen oder Teller sind eher ungeeignet, da die Tiere in die Flüssigkeit fallen oder sich die Flügel verkleben könnten. Haben Sie keinen Schwamm zur Hand, tröpfeln Sie ein paar Spritzer auf den Tisch.

Schmetterlinge aktiv versorgen

Geschwächte Schmetterlinge erkennen Sie an einem taumelnden Flug. Möchten Sie ein solches Tier aufpäppeln, dürfen Sie es ruhig behutsam anfassen. Dazu packen Sie das Insekt ganz vorsichtig mit Zeigefinger und Daumen an den Flügeln.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Darko Ristanovic/Shutterstock

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