Orangen Arten und Hybriden – große Vielfalt in Gestalt und Geschmack

Apfelsinen- und Zitronenbäume waren bereits im 15. Und 16. Jahrhundert beliebte Zierpflanzen an den europäischen Höfen. Sie wurden in Kübeln oder Glashäusern, den so genannten Orangerien, kultiviert. In wärmeren Ländern wird die Art oft als Alleebaum gepflanzt.

Orangen Arten

Große Sortenvielfalt

Die Orange, lateinisch Citrus sinensis, zeigt eine schier unglaubliche Sortenvielfalt. Es gibt zahllose Kultur- und auch Wildsorten sowie Hybride, d. h. Kreuzungen aus verschiedenen Zitrusarten. Die der süßen Orange sehr ähnliche Pomeranze, Citrus aurantium L., unterscheidet sich vor allem durch ihre bitteren Früchte, einen spezifischen Geruch und stark geflügelte Blattstiele.
Sie wird zur Herstellung bitterer Orangen-Marmelade verwendet. Citrus limetta Risso, die süße Zitrone oder auch Limette, trägt dagegen kleine runde Früchte mit dünner, gelbgrüner Schale und grünlichem, süßsaurem Fruchtfleisch.

Überblick über die Familie der Zitrusfrüchte

Die Familie der Zitrusfrüchte beherbergt eine Reihe von sehr dekorativen Pflanzen, die sich wunderbar für die klassische Kübelhaltung eignen.

  • Zitronen
  • Süße Orangen
  • Mandarinen
  • Tangelo und Tangor
  • Pampelmusen und Grapefruit
  • Pomeranzen
  • Süße Zitronen (Limetten)
  • Kumquats
  • Papedas
  • Bitterzitronen

Die wichtigsten Sorten der süßen Orange

Zu den wichtigsten Sortengruppen der süßen Orange gehören Navel-, Valencia- und Blutorangen.

Navelorangen haben besonders große Früchte

Navelorangen zählen zu den beliebtesten Orangensorten. Ihre großen Früchte sind besonders süß, saftig und aromatisch. Als Besonderheit haben diese Arten eine kleine “Frucht in der Frucht”. Die Pflanzen ergeben in Kübelkultur schöne, dunkelgrüne und dichte Büsche. Navelorangen haben stark duftende Blüten, die mehrmals im Jahr erscheinen.

Saftige Valencia-Orangen

Valencia-Orangen werden oft auch als Saftorangen bezeichnet. Das Fruchtfleisch der tennisballgroßen Früchte schmeckt etwas saurer als das der Navelorangen, ist aber dafür sehr saftig. Die Orangen reifen extrem spät, meist erst im Mai oder Juni des Folgejahres. Bei reichem Fruchtbehang in Kübelkultur können die Früchte auch wesentlich kleiner bleiben. Rechtzeitiges Fruchtausdünnen im Frühsommer hilft, um den verbleibenden Früchten mehr Nährstoffe zukommen zu lassen. Orangenbäume dieser Sorte bilden eine dichte, eher kugelförmige Krone.

Zuckersüße Zuckerorangen

Wie bei den Limetten und den Zitronen gibt es auch bei den Orangen säurearme Formen, die in einigen Ländern als Kuriosität oder für die Kinder angebaut werden. Zuckerorangen werden gerne von Kindern oder Personen, die die hohen Säuregrade der normalen Zitrusfrüchte nicht vertragen, gegessen. Die Früchte haben einen den normalen Orangen vergleichbaren Zuckergehalt, sind aber nahezu säurefrei und schmecken daher sehr süß.

Fruchtige Blutorangen

Blutorangen fallen durch ihre – je nach Sorte – hellrote bis fast schwarzbraune Pigmentierung auf. Dabei entsteht die rote Farbe des Fruchtfleisches für gewöhnlich erst bei kalten Herbsttemperaturen. Die Früchte der Blutorange haben bei Vollreife ein fruchtiges Brombeeraroma und unterscheiden sich damit auch von den normalen Saftorangen.

Tipps & Tricks

Die Blutorangen-Sorte “Tarocco” hat größere Früchte als die anderen Blutorangen, ist kernlos und zudem die höchste Vitamin-C Konzentration unter allen Zitrusfrüchten.

Text: Ines Jachomowski

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