Orangen

Zierorangen: Sind sie essbar und wie schmecken sie?

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Zierorangen sind nicht nur dekorativ, sondern auch vielseitig einsetzbar. Dieser Artikel beleuchtet die Verwendungsmöglichkeiten, die optimalen Anbaubedingungen sowie die richtige Ernte und Lagerung dieser besonderen Zitrusfrucht.

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Die Früchte der Calamondin sind zwar essbar aber nicht besonders lecker

Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten von Zierorangen

Zierorangen bereichern mit ihrem leicht säuerlichen Aroma sowohl Ihre Küche als auch Ihren Haushalt. Entdecken Sie die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten dieser besonderen Zitrusfrucht:

  • Marmeladen & Gelees: Verleihen Sie Ihren selbstgemachten Fruchtaufstrichen eine besondere Note! Die Kombination aus süßen Früchten wie Mandarinen und dem säuerlichen Geschmack der Zierorange sorgt für eine harmonische Geschmacksbalance.
  • Aromatisierter Tee: Ob getrocknete Schalen oder frische Blüten – Zierorangen verfeinern Ihren Tee mit einem einzigartigen Aroma.
  • Fruchtige Erfrischung: Zierorangenspalten peppen Ihre Früchtebowle oder Ihren Rumtopf auf. Insbesondere in Kombination mit exotischen Früchten entsteht ein erfrischendes Geschmackserlebnis.
  • Hausgemachter Likör: Für Likör-Liebhaber bieten Zierorangen die Möglichkeit, einzigartige Kreationen zu zaubern und jedem Likör eine spezielle Note zu verleihen.
  • Raffinierte Würze: Verfeinern Sie Marinaden für Fisch und Geflügel mit dem Saft der Zierorange. In der gehobenen Küche findet die Frucht zudem als dekoratives Gel Verwendung.

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Optimale Bedingungen für den Anbau

Damit Ihre Zierorangen prächtig gedeihen und ihr volles Geschmackspotential entfalten können, sollten Sie einige Hinweise zur Kultivierung beachten:

  • Sonniger Standort: Ein heller Standort mit hoher Lichtintensität ist entscheidend für eine kräftige orange Farbe und eine ausgeprägte Süße der Früchte. Sowohl im Haus an einem Südfenster als auch im Freien in Süd- oder Westlage fühlen sich Zierorangen wohl. Gewöhnen Sie die Pflanzen im Frühjahr langsam an die Sonne, um Blattverbrennungen zu vermeiden.
  • Ausgewogene Wasserversorgung: Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, aber vermeiden Sie Staunässe. Überprüfen Sie regelmäßig den Feuchtigkeitsgehalt des Bodens und gießen Sie insbesondere an warmen Tagen. Sorgen Sie für eine gute Drainage, um Wurzelfäule vorzubeugen.
  • Durchlässiges Substrat: Verwenden Sie ein durchlässiges und nährstoffreiches Substrat. Mischen Sie handelsübliche Blumenerde mit Kompost und strukturgebenden Materialien wie Kokosfasern oder Perlite.
  • Regelmäßige Düngung: Unterstützen Sie das Wachstum und die Fruchtbildung von Frühjahr bis Herbst mit einem speziellen Zitrusdünger. Eine wöchentliche Anwendung während der Wachstumsphase versorgt die Pflanzen optimal mit Nährstoffen.
  • Geschütztes Winterquartier: Zierorangen sind frostempfindlich und benötigen einen geschützten Platz bei Temperaturen über 10 °C. Ein heller Raum im Haus eignet sich als Winterquartier. Reduzieren Sie die Wassergaben und pausieren Sie die Düngung während der Wintermonate.

Ernte und Lagerung

Die Erntezeit der Zierorangen, meist zwischen Juli und September, ist ein Höhepunkt im Gartenjahr. Da die Früchte nicht nachreifen, ist der richtige Erntezeitpunkt entscheidend. Beachten Sie folgende Schritte für eine erfolgreiche Ernte und optimale Lagerung:

  1. Ernte mit einer scharfen Schere: Schneiden Sie die Früchte vorsichtig mitsamt dem Fruchtstiel ab, um Schäden an Pflanze und Frucht zu vermeiden.
  2. Kurzfristige Lagerung bei Zimmertemperatur: Lagern Sie die Zierorangen nach der Ernte für einige Tage bei Zimmertemperatur an einem trockenen Ort.
  3. Lagerung im Kühlschrank: Für eine längere Haltbarkeit wickeln Sie die Früchte in Küchenpapier oder ein Geschirrtuch ein und lagern sie im Kühlschrank. So regulieren Sie die Feuchtigkeit und beugen Schimmelbildung vor.
  4. Verarbeitung: Alternativ können Sie die Zierorangen zu Marmeladen oder Likören verarbeiten und so ihren einzigartigen Geschmack länger genießen.
Bilder: Supar_T / Shutterstock