sommerflieder
Schmetterlingsflieder ziehen Schmetterlinge magisch an

Sommerflieder: Pflanzen und pflegen

Der Sommerflieder (bot. Buddleja) wird auch als Schmetterlingsflieder bezeichnet und trägt diesen Namen nicht ohne Grund: Der prächtig in violetten oder blauen Tönen blühende und süß duftende Strauch zieht unzählige Falter an, die sich an seinem Nektar laben. Die Blütenpracht fällt umso üppiger aus, je besser der Sommerflieder gepflegt wird. Übrigens sieht die Art zwar dem weit verbreiteten Flieder optisch sehr ähnlich, ist aber mit diesem nicht verwandt.

Herkunft und Verbreitung

Es gibt rund 100 verschiedene Arten des Sommerflieders (bot. Buddleja), die zur Familie der Braunwurzgewächse (Scrophlariacae) gezählt werden. Es handelt sich um Halbsträucher oder Sträucher, die sommer- oder wintergrün sein können. Daneben gibt es einige immergrüne Arten. Die Gattung ist vornehmlich in den tropischen bis subtropischen Regionen Nord- und Südamerikas sowie Afrikas und Asiens beheimatet, wo die meisten Arten an sonnigen, trockenen und heißen Standorten gedeihen. Trotz der Ähnlichkeit sowie des Namens ist der Sommerflieder nicht mit dem Gemeinen Flieder (bot. Syringa vulgaris) verwandt, denn dieser gehört aus wissenschaftlicher Sicht zur Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae).

Verwendung

Der recht anspruchslose Sommerflieder passt wunderbar sowohl als Solitär sowie auch in eine Gruppenpflanzung an vollsonnige Gartenstandorte mit kargen, kiesigen Böden. Der Strauch macht sowohl in bunten Sommerblumen- und Staudenbeeten als auch zur Begrünung von trockenen Böschungen eine gute Figur. In Vorgärten sowie entlang von Gartenwegen eignet sich die Pflanze zudem sehr gut als Begrenzung und kann problemlos für eine Heckenpflanzung verwendet werden. Beliebt ist der Sommerflieder zudem in mediterran gestalteten Gärten, beispielsweise in Kombination mit anderen Pflanzen des Mittelmeerraumes wie beispielsweise Lavendel, Thymian, Salbei etc. Zusammen mit anderen, bei Schmetterlingen beliebten Stauden wie etwa Astern oder Fetthenne schaffen Sie eine viel beflogene Oase für die kleinen Falter.

Beliebt für den Garten ist vor allem die Art Buddleja davidii, von dem es zahlreiche, farbenfrohe Sorten gibt. Auch der Wechsel- bzw. Schmalblättrige Sommerflieder (Buddleja alternifolia) eignet sich sehr gut für eine Gartenkultur, wohingegen der seltene Gelbe Sommerflieder (Buddleja x weyeriana) aufgrund mangelnder Frosthärte nur in klimatisch milden Regionen ausgepflanzt werden sollte. Alle Arten eignen sich jedoch auch vorzüglich für eine Kübelhaltung.

Aussehen und Wuchs

Für die mitteleuropäische Klimazone mit ihren bisweilen strengen und kalten Wintern eignet sich vor allem die Art Buddleja davidii sehr gut, von der es zahlreiche Varianten mit verschiedenen Wuchsformen, -höhen und auch Blütenfarben gibt. Die Sträucher wachsen entweder breit aufrecht bis gedrungen – je nach Sorte – und entwickeln eine trichterförmige, locker aufgebaute Krone mit starken Haupttrieben. Die Blüten sitzen an den lockeren Seitenzweigen, die sich unter diesem Gewicht oftmals leicht neigen. Im Durchschnitt werden diese Sorten des Sommerflieders bis zu zwei Meter hoch, wobei es auch hochwüchsige Varianten mit einer Wuchshöhe von bis zu vier Metern gibt. Buddleja davidii gehört zu den wintergrünen Arten, denn das graugrüne Laub bleibt oft bis zum Frost an den Trieben hängen und stirbt erst mit dem ersten Frost ab. Im Winter können die überirdischen Pflanzenteile zurückfrieren, allerdings treibt der schnellwachsende Strauch im Frühjahr wieder aus und erreicht rasch die alte Höhe.

Blüten und Blütezeit

Im Gegensatz zum Gemeinen Flieder blüht der Sommerflieder nicht im Frühjahr, sondern erst ab Juli. Seine länglichen, großen und stark duftenden Blütenrispen befinden sich meist an den Enden der Seiten- und Haupttriebe und sind so schwer, dass die Zweige überhängen. Viele Sorten blühen bis weit in den Herbst hinein und erfreuen den Betrachter mit einer üppigen Pracht in Weiß, Rosa, Rot und Violett in verschiedenen Tönen. Nach der Bestäubung – und insofern die verblühten Triebe nicht weggeschnitten werden – entwickeln sich Kapselfrüchte, die sehr viele winzige und geflügelte Samen enthalten.

Giftigkeit

Was Schmetterlingen so gut schmeckt, ist für Menschen und Haustiere leider giftig. Vor allem die beliebte Art Buddleja davidii enthält in allen Pflanzenteilen, hauptsächlich jedoch in den Blättern sowie in den Samen, giftige Saponine sowie Glykoside wie beispielsweise Catapol und Aucubin. Probieren Kinder oder Haustiere von dem Strauch, können Vergiftungserscheinungen wie Kopfschmerzen und Übelkeit, aber auch Krämpfe, Erbrechen und Durchfall auftreten. Betroffene sollten viel Wasser trinken und umgehend einen Arzt bzw. Tierarzt aufsuchen.

Das im Frühjahr im großen Umfang anfallende Schnittgut eignet sich nicht zur Verfütterung an große oder kleine Tiere wie etwa Pferde, Rinder bzw. Meerschweinchen, Kaninchen oder Schildkröten. Jedoch können Sie gesunde Pflanzenteile bedenkenlos auf den Kompost geben.

Welcher Standort ist geeignet?

Wie an seinen natürlichen Standorten auch fühlt sich der Sommerflieder an einem sonnigen und warmen Standort am wohlsten. Zur Not tut es auch ein Plätzchen im lichten Halbschatten, sofern die Pflanze dort zumindest morgens und abends ein paar Stunden Sonne abbekommt. Schattig hingegen sollte der Standort nicht sein: Hier fühlt sich der Sommerflieder nicht wohl, wird das Wachstum einstellen und auch keine Blüten ausbilden.
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Substrat / Boden

Pflanzen Sie den Sommerflieder in einen lockeren, gut durchlässigen und nur mäßig nährstoffreichen Boden, der gerne auch kiesig und mager sein darf. Bessern Sie die Erde im Zuge der Pflanzung mit reifem Kompost an, um dem Strauch das Anwachsen an seinem neuen Platz zu erleichtern. Schwere, lehmige und zu Staunässe neigende Böden mag der Sommerflieder hingegen gar nicht. Gegebenenfalls suchen Sie für die Pflanze einen anderen, geeigneteren Standort oder Sie bessern den Boden erheblich mit Kompost und Kies bzw. grobem Sand auf. In diesem Fall ist zudem zu einer Drainage zu raten, damit Staunässe gar nicht erst entsteht.

Topfkultur

Insbesondere die frostempfindlichen Varianten wie etwa der Kugel-Sommerflieder (Buddleja globosa) sowie der Gelbe Sommerflieder (Buddleja x weyeriana) sollten außerhalb wintermilder Regionen nicht ins Gartenbeet ausgepflanzt, sondern besser in einem ausreichend großen Kübel kultiviert werden. Auch andere Arten – Buddleja davidii etwa – eignen sich sehr gut für eine Kübelhaltung, sofern genug Platz vorhanden ist.

Hierzu eignen sich vor allem spezielle, kleinwüchsige Sorten sehr gut. Varianten wie ‚Purple Emperor‘ oder ‚Summer Lounge‘ werden lediglich bis etwa anderthalb Meter hoch und brauchen daher nicht ganz so viel Raum für sich – gerade auf einem beengten Balkon ist dieser Fakt nicht ganz unwichtig. Wählen Sie ein möglichst großes und tiefes Pflanzgefäß aus einem natürlichen Material wie Ton oder Keramik, damit die Wurzeln sowohl ausreichend Platz haben als auch in der Sommerhitze nicht aufheizen. Insbesondere Kübel aus Ton sorgen für einen Luftaustausch und halten somit die Wurzeln der Pflanze kühl.

Als Substrat verwenden Sie handelsübliche Blumenerde, die Sie mit Kies und Blähton vermischen. Das erhöht die Durchlässigkeit des Substrates, wobei Sie natürlich auch die grundlegende Drainage im Topf nicht vergessen dürfen. Der Topfboden braucht immer ein Abflussloch, durch das überschüssiges Gießwasser in den Übertopf bzw. den Untersetzer fließt. Gießen Sie die Pflanze regelmäßig, so dass sie weder austrocknet noch ständig in nassem Substrat steht. Zudem ist bei einer Kübelhaltung die regelmäßige Düngung sehr wichtig, da sich die Pflanze nicht selbst versorgen kann. Versorgen Sie sie daher alle zwei Wochen mit einem flüssigen Dünger für Kübelpflanzen, jedoch nur in der Vegetationsperiode zwischen April und August. Außerhalb dieser Zeit wird lediglich gegossen, aber nicht mehr gedüngt.

Überwintern Sie den Sommerflieder bevorzugt kühl und hell, aber frostfrei in einem unbeheizten Innenraum.

Sommerflieder richtig pflanzen

Da Sommerflieder zumeist in Containern gezogen und verkauft wird, sollten Sie den Strauch unbedingt genau so tief bzw. hoch in den Garten pflanzen wie er auch im Pflanzgefäß stand. Markieren Sie die Stelle gegebenenfalls mit einem Stift. Ansonsten gehen Sie beim Einpflanzen des Sommerflieders genau so vor wie bei jeder anderen Pflanze auch:

  • Graben Sie ein Pflanzloch, welches doppelt so breit und tief ist wie der Wurzelballen.
  • Tauchen Sie den Wurzelballen in der Zwischenzeit in einen Eimer mit Wasser.
  • Dort kann sich dieser mit Wasser vollsaugen, was ihm wiederum beim Anwachsen hilft.
  • Bessern Sie den Gartenboden bei Bedarf mit Sand / Kies auf.
  • Bringen Sie gegebenenfalls eine etwa fünf Zentimeter dicke Drainageschicht aus Kies auf dem Lochboden auf.
  • Vermischen Sie den Erdaushub mit reichlich reifem Kompost.
  • Setzen Sie den Sommerflieder ins Pflanzloch und füllen Sie die Erde ein.
  • Treten Sie diese vorsichtig fest und wässern Sie den Wurzelbereich gründlich.

Falls gewünscht, können Sie den Wurzelbereich zudem mit Rindenmulch oder einem anderen geeigneten Material mulchen.
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Was ist die beste Pflanzzeit?

Pflanzen Sie den Sommerflieder – auch die winterharten Arten und Sorten – möglichst nach den Eisheiligen im Frühjahr, wenn der Boden bereits etwas angewärmt ist und die Gefahr von Nachtfrösten gebannt. Nun hat die Pflanze einige Monate Zeit, an ihrem neuen Standort im Garten anzuwachsen bis der erste Winter kommt und die oberirdischen Pflanzenteile eventuell zurückfrieren.

Der richtige Pflanzabstand

Insbesondere die beliebten Sorten von Buddleja davidii können mit einer Wuchshöhe von bis zu 300 Zentimetern und einer Wuchsbreite von bis zu 200 Zentimetern recht beachtliche Ausmaße annehmen, zumal der Strauch auch noch recht schnellwüchsig ist. Halten Sie für Solitäre einen Pflanzabstand von etwa 150 Zentimetern ein, für eine Hecken- bzw. Gruppenpflanzung genügt hingegen ein Abstand zwischen 80 und 100 Zentimeter. Kleinwüchsigere Arten hingegen brauchen deutlich weniger Platz.

Übrigens lässt sich der Sommerflieder sehr gut unterpflanzen, da der Strauch im unteren Bereich oft kahl bleibt. Hierzu eignen sich vor allem einjährige Sommerblumen, aber auch niedrige Stauden.
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Wie pflanze ich richtig um?

Soll der Sommerflieder an einen neuen Standort umgepflanzt werden, so ist dies problemlos möglich. Verlegen Sie diese Maßnahme jedoch in den Mai bzw. in den zeitigen Herbst, da ein Umsetzen inmitten der Vegetationsperiode durch den unweigerlichen Wurzelverlust schnell zu Problemen führen kann. Gehen Sie dabei am besten folgendermaßen vor:

  • Schneiden Sie den Strauch kräftig um mindestens ein Drittel zurück.
  • Binden Sie die übriggebliebenen Triebe im oberen Bereich zusammen.
  • Stechen Sie mit einem scharfen Spaten rund um den Strauch einen tiefen Graben aus.
  • Lockern Sie mit Hilfe einer Grabegabel den Wurzelballen in der Erde.
  • Heben Sie diesen mitsamt der Pflanze heraus.
  • Pflanzen Sie den Strauch an seinem neuen Platz wieder ein.
  • Mischen Sie den Aushub mit reichlich Kompost.

Wässern Sie den frisch umgepflanzten Sommerflieder zudem reichlich, um ihm das Anwachsen zu erleichtern. Auch in den nächsten Wochen sollten Sie die Pflanze vermehrt gießen.
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Sommerflieder gießen

Frisch gepflanzter Sommerflieder sollte regelmäßig mit Wasser versorgt werden, damit er besser einwurzelt. Dies gilt vor allem in den Sommermonaten, wenn es heiß und trocken ist. Auch in Kübeln kultivierte Exemplare sind auf eine regelmäßige Wasserversorgung angewiesen, da sie sich nicht selbst versorgen können. Allerdings darf keine Staunässe entstehen, da dies wiederum Wurzelfäule zur Folge hat. Bereits gut an seinem Standort im Garten etablierten, älteren Sommerflieder müssen Sie hingegen nur selten gießen, etwa während einer längeren sommerlichen Trockenperiode.

Im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzen können Sie Buddleja problemlos mit kalkhaltigem Wasser aus der Leitung versorgen, da die Pflanzen dieses bevorzugen .

Sommerflieder richtig düngen

Auch in Sachen Nährstoffversorgung ist der Sommerflieder erfreulich anspruchslos: Lediglich bei der Pflanzung sowie nach einem Rückschnitt sollten Sie ihn mit einer großzügigen Schaufel Kompost sowie eventuell einer Handvoll Hornspänen bedenken, um das anschließende Neuwachstum anzukurbeln. Nur in Kübeln kultivierte Sträucher düngen Sie während der Wachstumsperiode alle zwei Wochen mit einem flüssigen Kübelpflanzendünger, der eher phosphor- als stickstoffbetont ist.
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Sommerflieder richtig schneiden

Es gibt viele gute Gründe, Sommerflieder regelmäßig zurückzuschneiden. Vor allem verblühte Triebe sollten regelmäßig entfernt werden, um den Strauch kontinuierlich am Blühen zu halten. Steckt er erst einmal seine Energie in die Ausbildung von Samen, ist es mit der üppigen Blütenpracht vorbei.

Weitere Schnittmaßnahmen und vor allem deren Zeitpunkt sind hingegen stark von der Art sowie von der Sorte des Sommerflieders abhängig. Der häufig kultivierte Buddleja davidii etwa bildet nur an den diesjährigen Trieben Blüten aus und wird daher im Frühjahr gerne „auf den Stock“ gesetzt, d. h. bis auf eine Höhe von 20 bis 30 Zentimetern über dem Boden zurückgeschnitten. Diese Maßnahme ist vor allem dann notwendig, wenn in Folge eines kalten Winters die oberirdischen Pflanzenteile zurückgefroren sind und der Strauch daher neu austreiben soll. Damit der Sommerflieder jedoch nicht zu spät blüht, sollten Sie den Rückschnitt spätestens im April, besser noch während einer milden Periode im März, durchführen.

Andere Arten des Sommerflieders dürfen nicht so stark zurückgeschnitten werden. So erhält etwa Buddleja alternifolia lediglich einen Auslichtungsschnitt, der nach der Blüte im Herbst durchgeführt wird. Abgesehen von der Entfernung zu dicht stehender oder vertrockneter Triebe können Sie den Strauch auch etwas in Form bringen, sollten dabei jedoch keine diesjährigen Triebe kappen: An diesen wird der Chinesische Sommerflieder nämlich im Folgejahr blühen.
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Sommerflieder vermehren

Zwar können Sie Sommerflieder auch über (selbst gesammelte) Samen vermehren, doch ist diese Art der Vervielfältigung nicht für eine sortenreine Nachkommenschaft geeignet. Wenn Sie Wert auf eine sortenreine Vermehrung ohne Überraschungseffekt legen, sollten Sie im Sommer Stecklinge schneiden, Absenker einpflanzen oder aus dem Schnittgut Steckhölzer gewinnen. Die klassische Stecklingsvermehrung zeigt rasch Erfolge und funktioniert am besten nach diesem Schema:

  • Schneiden Sie im Juni / Juli halbverholzte Triebe ohne Blüten.
  • Diese sollten etwa zehn bis 15 Zentimeter lang sein.
  • Gänzlich verholzte Zweige eignen sich nicht, können aber als Steckhölzer genutzt werden.
  • Lassen Sie an jedem Steckling am oberen Ende zwei bis drei Blätter dran, entfernen Sie den Rest.
  • Halbieren Sie diese Blätter, um die Verdunstungsrate zu reduzieren.
  • Pflanzen Sie die Stecklinge einzeln in kleine Töpfe mit Anzuchtsubstrat.
  • Halten Sie das Substrat stets leicht feucht, jedoch nicht nass.
  • Stülpen Sie eine abgeschnittene PET-Flasche oder eine Plastiktüte über die Pflanze.
  • Beides improvisiert ein Mini-Gewächshaus und muss daher lichtdurchlässig sein.
  • Stellen Sie den Topf an einen warmen und hellen, aber nicht direkt sonnigen Platz.
  • Lüften Sie das Mini-Gewächshaus täglich.

Sobald die Stecklinge erste neue Triebe entwickeln, haben sie starke Wurzeln entwickelt und die schützende Abdeckung kann entfernt werden. Setzen Sie diese Jungpflanzen jedoch noch nicht in den Garten, sondern pflegen Sie sie den ersten Winter über noch frostfrei in einem kühlen und hellen Innenraum.
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Krankheiten und Schädlinge

Der Sommerflieder ist ein recht robustes Gewächs, das selten krank wird oder von Schädlingen befallen. Die meisten Probleme treten in Folge von falscher Pflege auf, vor allem wenn der Strauch zu stark gewässert wurde. Gelbe Blätter verweisen häufig auf eine Überwässerung, zudem welken und vertrocknen die Triebe der betroffenen Pflanze trotz scheinbar ausreichender Wasserversorgung alsbald.

Insbesondere in feuchten Sommern kann der Falsche Mehltau, eine pilzliche Erkrankung, zum Problem werden. Gelbe Flecken auf den Oberseiten der Blätter sowie ein gräulich-weißer Pilzrasen auf den Unterseiten sind ein deutlicher Hinweis auf diese häufige Krankheit. Schneiden Sie die befallenen Triebe großzügig weg und entsorgen Sie sie mit dem Hausmüll, jedoch auf keinen Fall auf dem Kompost. Zudem sollte die erkrankte Pflanze mit einem Sud aus Ackerschachtelhalmbrühe bespritzt werden, da dieses leicht selbst herzustellende, biologische Mittel recht zuverlässig gegen Pilzerkrankungen hilft.

Insbesondere Buddleja davidii friert während kalter Wintermonate oft zurück, was jedoch in der Regel kein Problem darstellt – zumindest, so lange die Wurzeln des Strauchs nicht betroffen sind. Bedecken Sie den Wurzelbereich im Herbst großzügig mit einer dicken Schicht aus Laub und Rindenmulch, um Frost fernzuhalten und schneiden Sie den Sommerflieder im Frühjahr kräftig zurück. Er wird zuverlässig und sehr schnell wieder austreiben.

Natürlich machen auch Schädlinge vor einem bereits geschwächten Sommerflieder nicht Halt. Hauptsächlich Blattläuse, aber auch Gallmilben und Miniermotten machen dem Strauch zu schaffen. Beugen Sie einem Befall vor, indem Sie in Ihrem Garten Nützlinge hegen und pflegen und Ihnen etwa in einem günstig gelegenen Insektenhotel einen bequemen Unterschlupf anbieten.

Tipps

Insbesondere in den ersten drei Jahren brauchen junge Sommerflieder noch einen Winterschutz. Danach sind sie in der Regel ausreichend abgehärtet, um Temperaturen von bis zu minus 15 °C auch so zu überstehen.

Arten und Sorten

Von den zahlreichen Arten der Gattung Buddleja werden hierzulande vor allem B. davidii sowie der Chinesische oder auch Wechselständige Sommerflieder, B. alternifolia, kultiviert. Besonders hoch ist die Sortenvielfalt dabei bei Buddleja davidii:

  • ‚Adonis Blue‘: schöne, dunkelblaue Blütenrispen
  • ‚African Queen‘: purpur- bis lilablaue Blütenrispen
  • ‚Black Knight‘: sehr dunkle Blütenfarbe von purpur- bis dunkelviolett
  • ‚Cardinal‘: kräftig dunkelrosa bis purpurrote Blütenfarbe
  • ‚Empire Blue‘: helle, blauviolette Blütenfarbe
  • ‚Pink Delight‘: wunderschöne, hellrosa Blütenfarbe
  • ‚Purple Emperor‘: dunkle, purpurrote Blütenrispen
  • ‚Summer Beauty‘: hübsche, purpurviolette Blütenfarbe
  • ‚White Bouquet‘: kräftige, reinweiße Blütenrispen

Der Gelbe Sommerflieder (Buddleja x weyeriana) wartet mit der Sorte ‚Sungold‘ auf, die eine besonders auffällige, hellgelbe Blütenfarbe besitzt.

Text: Ines Jachomowski Artikelbild: jessicahyde/Shutterstock

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