Schmetterlingsflieder

Warum blüht mein Schmetterlingsflieder nicht? Hilfe & Tipps

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Der Schmetterlingsflieder ist beliebt für seine Blütenpracht, doch manchmal bleibt die Blüte aus. Dieser Artikel beleuchtet häufige Ursachen, wie falschen Rückschnitt, ungünstigen Standort oder mangelnde Pflege und zeigt Lösungen auf.

Schmetterlingsflieder keine Blüte
Frostschäden können Schuld daran sein, wenn der Schmetterlingsflieder nicht blüht

Falscher Rückschnitt als Ursache

Ein falscher Rückschnitt des Schmetterlingsflieders kann dazu führen, dass die Blüte ausbleibt. Der Strauch blüht am diesjährigen Holz, daher müssen die Triebe aus dem Vorjahr im späten Winter oder Vorfrühling geschnitten werden. Erfolgt der Rückschnitt zu spät oder gar nicht, bilden sich nur wenige neue Triebe und somit auch weniger Blüten.

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Der richtige Zeitpunkt für den Rückschnitt

Der optimale Zeitpunkt für den Rückschnitt liegt zwischen Mitte Februar und Anfang April an einem frostfreien Tag. Ein Rückschnitt im Herbst sollte vermieden werden, um die Pflanze vor Frostschäden zu schützen.

So schneiden Sie den Schmetterlingsflieder richtig

Schneiden Sie alle Triebe, die im Vorjahr geblüht haben, stark zurück. Entfernen Sie zudem dünne und nach innen wachsende Triebe. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

  1. Blütentriebe aus dem Vorjahr bis auf zwei bis drei Augenpaare zurückschneiden.
  2. Dünne Triebe und nach innen wachsende Äste entfernen.
  3. Alte und abgestorbene Zweige beseitigen.

Durch diesen Schnitt fördert man kräftiges Austreiben und die Bildung zahlreicher Blütentriebe.

Ungünstiger Standort als Ursache

Der Schmetterlingsflieder benötigt einen vollsonnigen und warmen Standort, um üppig zu blühen. Bei halbschattigen oder schattigen Bedingungen konzentriert der Strauch seine Energie auf das Blattwachstum anstatt auf die Blütenbildung. Auch Staunässe schadet dem Schmetterlingsflieder, da sie die Wurzeln ersticken und das Wachstum beeinträchtigen kann.

Der optimale Standort für den Schmetterlingsflieder

Pflanzen Sie den Schmetterlingsflieder an einen sonnigen und geschützten Platz im Garten. Der Boden sollte gut durchlässig, humos und mäßig nährstoffreich sein. Idealerweise sollte der Standort folgende Eigenschaften haben:

  • Vollsonnige Lage mit vier bis sechs Sonnenstunden täglich
  • Durchlässiger Boden, um Staunässe zu vermeiden
  • Leichte, sandige oder kiesige Erde
  • Schutz vor kalten Winden, idealerweise an einer Südwand

Ein implizierter Standortwechsel kann die Blühfähigkeit verbessern.

Mangelnde Pflege als Ursache

Neben Rückschnitt und Standort ist auch die Pflege des Schmetterlingsflieders entscheidend für eine üppige Blüte.

Regelmäßiges Ausputzen der verblühten Rispen

Um eine lange und üppige Blüte zu gewährleisten, sollten die verblühten Rispen regelmäßig entfernt werden. Andernfalls ist der Strauch nach der ersten Blüte erschöpft und bildet keine neuen Blüten mehr. Verblühte Rispen sollten wöchentlich entfernt werden, um die Neubildung von Blüten zu fördern und die Blütezeit zu verlängern.

Düngung des Schmetterlingsflieders

Der Schmetterlingsflieder sollte nur sparsam gedüngt werden. Zu viel Dünger, insbesondere Stickstoff, kann zu üppigem Triebwachstum und verminderter Blütenbildung führen. Eine gelegentliche Gabe von Kompost oder phosphorhaltigem Dünger im Frühjahr ist ausreichend. Bei Anzeichen von Mangelerscheinungen wie blassen oder gelben Blättern sollte eine Bodenanalyse durchgeführt werden, um die spezifischen Nährstoffbedürfnisse zu ermitteln. Eine Überdüngung ist unbedingt zu vermeiden.

Weitere mögliche Ursachen für eine ausbleibende Blüte

Neben den Hauptursachen wie falschem Rückschnitt, ungünstigem Standort und mangelnder Pflege gibt es noch weitere Faktoren, die dazu führen können, dass der Schmetterlingsflieder nicht blüht.

Zu junge Pflanzen

Junge Schmetterlingsflieder benötigen einige Jahre, um ihre volle Blühkraft zu entfalten. Es ist normal, dass frisch gepflanzte Schmetterlingsflieder im ersten oder zweiten Jahr noch keine oder nur wenige Blüten bilden.

Krankheiten und Schädlinge

Auch Krankheiten und Schädlinge können die Blüte beeinträchtigen. Anzeichen wie verfärbte Blätter, welke Triebe oder auffällige Veränderungen am Strauch deuten auf solche Probleme hin. Zu den häufigsten Schädlingen gehören Raupen, Dickmaulrüssler und Spinnmilben. Pilzkrankheiten wie der Falsche Mehltau können ebenfalls die Pflanzengesundheit stark beeinträchtigen. Entfernen Sie befallene Pflanzenteile und setzen Sie gegebenenfalls entsprechende Pflanzenschutzmittel ein.

Mangelerscheinungen

Eine unzureichende Nährstoffversorgung kann ebenfalls zu ausbleibenden Blüten führen. Blasse oder gelbe Blätter und reduziertes Wachstum sind typische Anzeichen. Eine regelmäßige Gabe von Kompost oder speziellen phosphorhaltigen Düngern kann Abhilfe schaffen. Achten Sie jedoch darauf, nicht zu viel Stickstoff zu verabreichen, da dies das vegetative Wachstum fördert und die Blütenbildung hemmt.

Bilder: eag1e / iStockphoto