Schmetterlingsflieder Rückschnitt
Nach einem radikalen Rückschnitt braucht der Schmetterlingsflieder Jahre, um die gleiche Höhe zu erreichen

Schmetterlingsflieder schneiden – So machen Sie es vorbildlich

Der Schmetterlingsstrauch begeistert mit einer furiosen Blütezeit den ganzen Sommer hindurch. Mit dem richtigen Rückschnitt können Sie den Blütenreichtum sogar noch steigern. Zu diesem Zweck greifen Sie zwei Mal im Jahr zur Schere. Wann die beste Zeit für den Schnitt ist und wie Sie Ihren Blüten-Primus gekonnt verschneiden, erfahren Sie hier. Nützliche Tipps für die perfekte Pflege danach gibt es obendrein.

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Konsequentes Ausputzen hält den Ausbreitungsdrang im Zaum

Wenngleich der asiatische Schmetterlingsstrauch ab Temperaturen von – 15 Grad Celsius nicht mehr winterhart ist, zählt er zu den invasiven Pflanzen. Seine überbordende Blütenfülle bringt Myriaden von Samen hervor, mit deren Hilfe sich der Strauch in ihrem Garten ungezügelt ausbreiten kann. Um diesem Streben einen Riegel vorzuschieben, findet die erste Etappe im Rückschnitt bereits während der Blütezeit kontinuierlich vom Sommer bis zum Herbst statt. So gehen Sie fachgerecht vor:

  • Verwelkte Blütenköpfe regelmäßig zurückschneiden
  • Den Rückschnitt rechtzeitig vor dem Wachstum der länglichen Kapselfrüchte durchführen
  • Den jeweiligen Trieb verschneiden bis zur nächsten Knospe oder Blattpaar

Dieser moderate Schnitt beugt nicht nur einer Invasion von Schmetterlingsflieder im Garten vor. Resultierend daraus finden die nächsten Knospen den Weg ans Sonnenlicht, sodass Sie die Blütezeit spürbar verlängern. Daher empfehlen wir, diese Pflege auch an Sträuchern im Kübel auf dem Balkon und der Terrasse vorzunehmen.

Diese Schnittführung bringt große Blüten hervor

Mit Ihrer Schnittführung nehmen Sie Einfluss auf die Größe der Blüten an Ihrem Schmetterlingsstrauch. Ein kurzer Blick auf die Botanik macht deutlich, warum das so ist. Die Sommerflieder-Art erblüht stets am neuen Holz. Das bedeutet konkret, dass jeder Zweig aus den im Spätwinter bereits angelegten Augen und aus den daraus im Sommer noch wachsenden Seitentrieben blüht. Dieses Wuchsverhalten mündet in extra großen Blüten, wenn Sie Ihren Schmetterlingsflieder stark zurückschneiden. Wann genau der beste Termin ist, bestimmt die Witterung. So geht es:

  • An einem frostfreien, bedeckten Tag im Januar, Februar oder März den Schmetterlingsstrauch verschneiden
  • Alle Triebe radikal zurückschneiden bis auf 2 oder 3 Augen
  • Zusätzlich alles Totholz auslichten
  • Ab dem fünften Standjahr 2 bis 3 der ältesten Bodentriebe entfernen in Sinne einer regelmäßigen

Sofern sich Ihr Garten in einer winterrauen Region befindet, warten Sie mit dem Rückschnitt bis nach den letzten Frostnächten. Erfahrungsgemäß frieren immer einige Zweige zurück, sodass Sie jetzt verschneiden können bis ins gesunde Holz. Bitte beachten Sie, dass an einer Hecke der radikale Schnitt während der Vogelbrutzeit vom 1. März bis 30. September nicht erlaubt ist.

Die beste Schnittführung für eine harmonische Form

Der radikale Rückschnitt ist mit dem Nachteil behaftet, dass sich Ihr Schmetterlingsstrauch im Laufe der Jahre in einen dichten Busch mit kräftigen Astquirlen verwandelt. Ohne alljährliches, gründliches Auslichten droht eine Verkahlung von innen heraus. Fernerhin können Sie auf die Formgebung nur geringen Einfluss nehmen. Legen Sie mehr Wert auf eine homogene Silhouette statt auf große Blüten, empfehlen wir die folgende Schnittführung. So bauen Sie mit dem richtigen Schnitt eine formschöne Strauchkrone auf:

  • Zunächst den gesamten Schmetterlingsstrauch gründlich auslichten
  • Zu dünne, zu eng stehende sowie sich kreuzende Äste bis auf kurze Stummel mit 2 Augen zurückschneiden

Alle vitalen und gesunden Zweige schneiden Sie nunmehr in unterschiedlichen Höhen zurück. Die Triebe mit der günstigsten Position verschneiden Sie maximal um ein Drittel, während andere um die Hälfte oder zwei Drittel eingekürzt werden.

Wechselblättrigen Schmetterlingsstrauch modifiert schneiden

Der Wechselblättrige Sommerflieder (Buddleja alternifolia) erblüht stets am zweijährigen Holz. Dieser Umstand erfordert eine modifizierte Schnittführung. Ein radikaler Rückschnitt, wie beim Buddleja davidii würde alle Hoffnungen auf das diesjährige Blütenspektakel zunichtemachen. Lichten Sie den Strauch daher lediglich gründlich aus. Wenn überhaupt, schneiden Sie zu lange Triebe im Januar/Februar leicht zurück.

Tipps für die Pflege nach dem Rückschnitt

Im Anschluss an den Schnitt bleibt Ihrem Schmetterlingsstrauch nicht viel Zeit, um eine majestätische Gestalt zu entwickeln. Indem Sie eine wohl bemessene Portion Kompost und Hornspäne verabreichen, kommt das Wachstum in Schwung. Arbeiten Sie das organische Material leicht in die Erde ein und gießen nach.

Alternativ greifen Sie Ihrem Blütensprinter mit einem mineralisch-organischen Volldünger unter die Arme. Für einen Strauch im Kübel empfehlen wir einen Flüssigdünger, weil er einfacher zu verabreichen und gut zu dosieren ist. Bitte gießen Sie vorher und nachher mit klarem Wasser, damit die enthaltenen Salze den Wurzeln keinen Schaden zufügen können und die Nährstoffe optimal verwertet werden.

Tipps

Wenn Sie im Herbst die verwelkten Blüten herausschneiden, ist dies eine gute Gelegenheit für den Schnitt von Steckhölzern für die Vermehrung. Einjährige Triebe mit einer Länge von 20 cm und einem Blattknoten an jedem Ende stecken Sie einfach an einer geschützten Stelle im Garten in die Erde. Im Winter abgedeckt mit Vlies und regelmäßig gegossen, haben sich die Ableger bis zum Spätsommer in einen prächtigen Schmetterlingsstrauch verwandelt und werden umgepflanzt an einen sonnigen Standort.

Beiträge aus dem Forum

  1. Das ineinandergreifende Räderwerk der Natur

    Liebe Foristen, dies wird kein fröhlicher Beitrag über Blümchen, Bienchen und Vögelchen, obwohl es genau diese betrifft! Dieser Beitrag ist ein Blick in unsere Zukunft, vor der wir unsere Augen nicht verschließen dürfen, wichtig für uns alle, ob Gärtner oder Hobbygärtner. Man muß kein Wissenschaftler sein, nur mit offenen Augen und Ohren durchs Leben gehen um zu sehen und zu hören, was sich um uns herum so tut. Gestern, am späten Abend las ich auf t-online-Seite einen Beitrag, erstellt von wissenschaftlichen Mitgliedern der Virginia Commonwealth University/USA, der mich total wegen seines Inhalts schockierte und den ich hier sinngemäß wiedergeben möchte: []

  2. Der Frühling naht

    Liebe Mitforisten, balzende Wildvögel an der Futterstelle heute morgen, läßt die Ahnung auf einen baldigen Frühling zu. Bitte, füttern Sie die gefiederten Freunde trotzdem weiter! Es ist bitter notwendig. LG Bateman

  3. Schlechten Geruch und Schimmel bekämpfen

    Hallo zusammen, wie jeden Winter habe ich auch dieses Jahr wieder das Problem, dass es in der Laube etwas muffig riecht. Das liegt zum einen daran, dass ich nicht oft in der Laube bin und somit nicht richtig lüften kann, zum anderen ist auf Grund der niedrigen Temperaturen die Luftfeuchtigkeit ziemlich hoch. Da ich ganz gern Schimmel vermeiden, den Geruch loswerden und gleichzeitig aber nicht dauernd die Heizung laufen lassen will, habe ich mich mal ein bisschen umgeschaut und auf Ebay einen sogenannten Solar-Luftkollektor von Oscar gefunden. Wenn ich das richtig verstanden habe, montiert man das Teil an die Hauswand []

  4. Longan Frucht

    Habe heute eine Doku gesehen über die Longan Frucht,gegessen oder aber auch im Kaufladen gesehen habe ich diese Frucht aber noch nie :oops: Kennt jemand von euch sich mit dieser Frucht aus ?zuhause ist Longan wohl eher im Mittelmeer raum

  5. Bohnenkraut auf Balkon?

    Hallo meine Lieben, vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen. Ich hatte bislang mein Bohnenkraut immer im Garten, doch habe ich leider keinen Platz mehr dafür. Nun meine Frage, kann man das Bohnenkraut (wer nicht genau weiß, was das ist, hier habe ich einen interessante Artikel entdeckt) auch problemlos auf dem Balkon anpflanzen / ziehen?

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    Pelargonium ist der botanische Name unserer so heißgeliebten Geranie. Sie ist Ende des 17. Jahrhundert aus Südafrika nach Mitteleuropa gekommen und geblieben, also quasi als "Einwanderer mit Bleibestatus". Sie gehört zur Gattung der Storchenschnabelgewächsen. Einige Zeitlang wurde sie als spießig angesehen, ist nun aber wieder voll im Trend und wurde mehrmals als Pflanze des Jahres ausgezeichnet. Sie verschönert unsere Balkone, Schalen und Töpfe mit einer riesiger Anzahl von Blüten in prachtvollen Farben, es gibt sie stehend, hängend, auch mit gefüllten, mehrfarbigen Blüten. Ich lebte mit meiner Familie lange Jahre im Alpenvorland, unsere Ausflüge erfolgten in fast sämtliche Alpenregionen. Eine der []