Ist der Schmetterlingsflieder giftig?

Zur Sommerzeit begegnen wir dem Schmetterlingsflieder an Uferböschungen, auf verlassenen Fabrikgeländen oder entlang abgeschiedener Bahngleise. Seine schönsten Sorten setzen sich in Parks und Ziergärten in Szene. Seine Häufigkeit wirft zu Recht die Frage auf, inwiefern der Schmetterlingsstrauch giftig ist für Mensch und Tier. Lesen Sie hier die Antwort.

Schmetterlingsflieder essen
Für Schmetterlinge ein Genuss, für Menschen leicht giftig

Leicht giftig für Mensch und Tier

Mit seinem verführerischen Duft kündet der Schmetterlingsstrauch während seiner Blütezeit schon aus der Ferne seine Anwesenheit an. Wer dem Duft folgt, trifft auf ein bis zu 300 cm großes Blütengehölz mit großen, lilafarbenen oder weißen Rispen. Seinen Namen verdankt der Buddleja davidii der Anziehungskraft, die seine Nektar-reichen Blüten auf Schmetterlinge ausübt. Das prachtvolle Erscheinungsbild täuscht freilich über die folgenden, giftigen Inhaltsstoffe hinweg:

  • Die Glykoside Catapol und Aucubin
  • Verschiedene Saponine

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Diese Stoffe verursachen nach einem absichtlichen oder unabsichtlichen Verzehr leichte bis mittlere Vergiftungserscheinungen. Die höchste Konzentration befindet sich in Blättern und Samen. Gefährdet sind vornehmlich Kinder und Haustiere. Lassen Sie daher Kleinkinder in der Nähe von Schmetterlingsflieder nicht unbeaufsichtigt. Verwenden Sie die Blätter nicht als Grünfutter für Kaninchen und Meerschweinchen.

Schnittgut nicht auf Weiden entsorgen

Da ein Schmetterlingsstrauch im Frühjahr bis auf 20 cm zurückgeschnitten wird, fällt stets eine große Menge an Schnittgut an. Entsorgen Sie die Reste bitte nicht auf einer Vieh- oder Pferdeweide. Vertilgen die Tiere eine größere Menge an Blättern und Samen, sind Vergiftungserscheinungen vorprogrammiert. Auf den Kompost sollte das Schnittgut nur dann, wenn sich keine Tiere daran vergreifen können.

Tipps

Der leichte Giftgehalt der Samen ist ein weiteres Argument, verwelkte Blüten am Schmetterlingsstrauch zeitnah auszuputzen. Auf diese Weise unterbinden Sie in einem Arbeitsgang das Wachstum der toxischen Kapselfrüchte und eine invasive Ausbreitung durch Selbstaussaat.

Text: Paula Jansen

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