Schmetterlingsstrauch tadellos schneiden – so geht es

Wenn Sie Ihren Schmetterlingsstrauch konsequent schneiden, sind sommerliche Blütensinfonie, lange Blütezeit und florale Vitalität sein Dank für Ihre Mühe. Der richtige Zeitpunkt ist ebenso wichtig, wie eine beherzte Schnittführung. Lesen Sie in dieser Anleitung, wann und wie Sie einen Buddleja davidii richtig schneiden.

Schmetterlingsflieder schneiden
Der Schmetterlingsstrauch wird zeitig im Frühjahr geschnitten

Schnitt-Termin ist im Frühjahr

Ein Schmetterlingsstrauch erblüht am diesjährigen Holz. Zuerst sprießen die jungen Triebe mit zahlreichen Blütenanlagen. Pünktlich zum Beginn des Sommers entfalten sich an den Triebspitzen erste Blütenrispen. Im weiteren Verlauf bilden sich entlang der Bodentriebe etliche Seitenverzweigungen, die ebenfalls mit Blüten prahlen.

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Aus dem Wachstumsverhalten des Sommerflieders resultiert das zeitige Frühjahr als idealer Schnittzeitpunkt. Wenn zwischen Mitte Februar bis Anfang März Temperaturen über dem Gefrierpunkt herrschen, stellen Sie mithilfe der Gartenschere die Weichen für das diesjährige Blütenfestival. Mit dieser Terminwahl tragen Sie überdies dem Bundesnaturschutzgesetz Rechnung, indem Sie die Schonfrist für unsere bedrohte Vogelwelt beachten.

Schmetterlingsstrauch kräftig verschneiden

Das abgeblühte Holz des Vorjahres muss weichen, damit Ihr Schmetterlingsstrauch seine opulente Blütenpracht zur Schau stellt. Für den Schnittumfang gilt die Faustformel: je kräftiger der Rückschnitt, desto kraftvoller das Wachstum. Mit folgender Schnittführung machen Sie den Weg frei für junges Blütenholz:

  • Gerüstbildende Bodentriebe um die Hälfte einkürzen, mindestens auf 100 cm Höhe
  • Gezielt schneiden in kurzer Distanz zu einem Blattknoten oder Auge
  • Abgeblühte Seitentriebe des Vorjahres auf 2 bis 4 Knospen verschneiden
  • Beginnend mit dem 4. Jahr einen alten Gerüsttrieb auf 10 cm zurückschneiden
  • Einen jungen Bodentrieb als Nachfolger wählen und auf 30 cm einkürzen
  • Überzählige, schwache Bodentriebe auf kurze Stummel auslichten

Sie haben alles richtig gemacht, wenn vom Schmetterlingsflieder ein Rest aus kniehohen Bodentrieben übrig bleibt, an denen kurze Seitenstummel stehen. Der zur Verfügung stehende Platz bestimmt die richtige Anzahl an Gerüsttrieben. Gut aufgestellt ist ein formschöner Sommerflieder mit drei bis fünf Bodentrieben als Gerüst. Eine wohlbemessene Portion Kompost mit Hornspänen (89,00€ bei Amazon*) kommt dem Zierstrauch jetzt gerade recht, um kraftvoll auszutreiben und seinem Namen alle Ehre zu machen.

Ausputzen für extra lange Blütenpracht

Geübte Hausgärtner haben auf ihren sommerlichen Kontrollgängen durch den Garten stets eine Schere dabei. Zahlreiche Blütensträucher profitieren davon, wenn verwelkte Blütenstände regelmäßig ausgeputzt werden. In dieser Hinsicht macht ein Schmetterlingsflieder keine Ausnahme.

Schneiden Sie abgeblühte Rispen ab, indem Sie die Scherenklingen etwa einen Zentimeter oberhalb einer schwellenden Knospe ansetzen. Indem Sie sich verwelkten Blüten zeitnah widmen, unterbinden Sie zugleich eine invasive Ausbreitung durch Selbstaussaat. Sind Ihnen überlange Zweige ein Dorn im Auge? Dann schneiden Sie diese zurück bis zu einem kräftigen, nach außen gerichteten Seitentrieb.

Tipp

Im Vorgarten macht sich ein Schmetterlingsstrauch als Hausbaum beliebt, weil er so einfach zum Hochstämmchen zu erziehen ist. Einsteiger in die Hobbygärtnerei erwerben das Schmuckstück zum günstigen Preis aus der Hand des Gärtnermeisters. Der alljährlichen Schnittpflege am Schmetterlingsbaum ist ein gesondertes Tutorial gewidmet, das Sie hier nachlesen können.

Text: Paula Jansen

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