Worauf Bienen fliegen – zehn nektar- und pollenreiche Gehölze

Das Manko an samenfestem Saatgut hat dann auch gleich erhebliche Auswirkungen für den Fortbestand der Bienenvölker, denn die enthaltenen Wirkstoffe der Pflanzen gelten inzwischen als Ursache für das weltweite Bienensterben. Die für unsere Bienen überlebensnotwendige Bestäubung entfällt bei Hybriden, was wiederum zu der Notwendigkeit führt, dass wir zum Ausgleich vermehrt pollen- und nektarreiche Gewächse in den Gärten brauchen.

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Bienen lieben die Blüten der Kornelkirsche

Darüber hinaus finden die nektar- und Pollen sammelnden Bienen in vielen Regionen immer weniger Blüten. Das heißt für die Imker, dass sie bereits über die Sommermonate beträchtliche Mengen zufüttern müssen. Der damit verbundene Aufwand ist nicht gerade billig für die gesamte Zunft und diese unnatürliche Nahrungsergänzung wirkt sich darüber hinaus noch ungünstig auf die Geschmacksqualität des Honigs aus. Eine relativ einfache und wirkungsvolle Alternative sind die Bienenbäume.

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Damit schaffen wir in unseren Gärten natürliche Nahrungsquellen, die bereits im April bis in den Oktober hinein sehr hochwertigen Pollen und Nektar bieten, auf den die Bienen, im wahrsten Sinne des Wortes, fliegen werden. Aber auch viele andere nützliche Insekten wie Wildbienen oder die in einigen Regionen vom Aussterben bedrohten Hummeln profitieren von solchen Bienenweiden, in der Imkersprache auch Trachten genannt, denen selbst die etwas unscheinbarer blühenden Arten wesentlich beim Überlebenskampf helfen würden. Immerhin bestäubt eine einzelne Biene täglich um die 1.000 Blüten, sammelt dabei den Pollen mit den Hinterbeinen und transportiert ihn zur Fütterung der Larven und als Energielieferant bis in den Stock.

Was Sie als Gartenbesitzer für das Nahrungsangebot Ihrer Blütenbesucher tun können, haben wir am Beispiel solch insektenfreundlicher Gartenpflanzen, wie Sonnenhut, Bergastern oder den Wiesenmargeriten bereits auf unserem Portal dargestellt. Ebenso beliebt bei den Honigbienen sind Blütenhecken aus Nährgehölzen, von denen wir Ihnen die beliebtesten zehn Arten in einer Kurzübersicht zusammengefasst haben.

Name botanischer Name Blütezeit Höhe (Meter) Besonderheit
Kornelkirsche Cornus mas Februar – April 3 bis 6 leichter Duft, gelbe Blüten
Hanfweide Salix viminalis März – April 6 bis 10 silbergraue Kätzchen, angenehmer Duft
Alpenjohannisbeere Ribes alpinum April – Mai 1,5 bis 2 Beeren im Herbst, gelbgrüne Blüten
Felsenbirne Amelanchier ovalis April – Mai 2 bis 4 besonders frosthart mit essbaren Früchten
Gemeine Berberitze Berberis vulgaris April – Juni 1 bis 3 essbare Früchte, bedornte Blätter
Feldahorn Acer campestre Mai 3 bis 12 tolle Herbstfärbung mit korkiger Rinde
Spitzblättrige Mispel Cotoneaster acutifolius Mai – Juni 1,5 bis 2 schnittfest, schwarze Beeren, rotbraune Blätter
Faulbaum Rhamnus frangula Mai – Juni 3 bis 5 rotschwarze Früchte im Herbst
Liguster Ligustrum vulgare Juni – Juli 2 bis 5 schwarze Früchte zum Herbst, angenehmer Duft
Schneebeere Symphoricarpos albus laevigatus Juni – August 1,5 bis 2 hellrosa Blüten, weiße Herbstfrüchte

Und damit sind wir für den Februar auch schon bei unserem letzten Thema angelangt, einer Rubrik, der wir uns künftig in allen Monats-News widmen wollen.

Text: Fred Lübke
Artikelbild: Kozak Sergii/Shutterstock

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