Hummeln anlocken – 3 Top-Tipps für Hobbygärtner

Wann haben Sie zuletzt eine Hummel im Garten bewundern dürfen? Höchste Zeit, die wichtigen Bestäuber mit gezielten Maßnahmen in einen Hummel-freundlichen Garten einzuladen. In diesem Ratgeber lesen Sie die besten Tipps, wie Sie Hummeln erfolgreich anlocken.

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Hummeln lieben Lavendel

Top-Tipp 1: Hummel-freundlichen Garten anlegen

Der erste Schritt auf dem Weg zum Hummel-freundlichen Garten ist der konsequente Verzicht auf Chemie. Sie können Hummeln nur dann erfolgreich anlocken, wenn weder Pestizide noch Kunstdünger Beete oder Rasen in Gift-vermintes Gebiet verwandeln. Im zweiten Schritt geben Sie heimischen Wildstauden im Pflanzplan den Vorzug, die hungrigen Hummeln Nektar und Pollen im Überfluss spendieren. Folgende Übersicht nennt wichtige Einzelheiten, wie Sie Hummeln richtig anlocken:

  • Pflanzenkrankheiten heilen mit biologischen Präparaten oder natürlichen Mitteln (z. B. Milch gegen Apfelmehltau)
  • Schädlinge bekämpfen mit Hausmitteln (z. B. Schmierseifenlösung gegen Blattläuse)
  • Unkraut jäten und nicht mit chemischen Spritzmitteln vernichten
  • Kompost anlegen, um organischen Pflanzendünger selber zu produzieren
  • Bienenweiden säen und Trachtpflanzen für Hummeln pflanzen

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Futterpflanzen für Hummeln

Hummeln sind ganz wild auf heimische Wildblumen, Kräuter und Blütengehölze. Wenn Sie Hummeln dauerhaft anlocken möchten, dürfen diese Trachtpflanzen im Garten nicht fehlen:

Futterpflanzen Hummeln Botanischer Name Standortempfehlung
Ackerbohne Vicia faba Gemüsebeet
Gemeine Akelei Aquilegia vulgaris Blumenbeet, Balkon
Brombeere, Himbeere Rubus ssp. Obstgarten
Fetthennen Sedum Trockenmauer
Königskerzen Verbascum Staudenbeet
Lavendel Lavendula Steingarten
Schlehdorn Prunus spinosa Hecke, Einfriedung
Weißdorn Crataegus Bauerngarten
Wicken Vicia Fassadenbegrünung

Top-Tipp 2: Natürliche Nistplätze erhalten

Oftmals liegen noch Eis und Schnee, wenn sich Hummelköniginnen auf die Suche machen nach einem geeigneten Standort für ihr kleines Volk. Jetzt haben Hobbygärten klar die Nase vorn, die mit natürlichen Nistplätzen dienen können. Hierzu zählen Baumhöhlen, verlassene Mäusenester im Boden, Bruchsteinmauern, gemischte Blütenhecken, Trockenmauern und Totholzhecken. Indem Sie auf eine intensive Bodenbearbeitung verzichten, Gartenmauern aus Naturstein fugenlos errichten und Totholz zur Hecke aufschichten, locken Sie Hummeln erfolgreich in Ihr grünes Reich.

Top-Tipp 3: Nisthilfen für Hummeln bauen

Mangelt es im Garten an natürlichen Nistplätzen? Dann helfen Sie der Natur auf die Sprünge und bauen künstliche Nisthilfen, um Hummeln auf Wohnungssuche anzulocken. Lassen Sie sich von folgenden Ideen inspirieren:

  • Erdnisthöhlen anlegen (klasse Bauanleitungen finden Sie auf wildbienen.de)
  • Im Blumen-Tontopf Flugloch bohren, Bodenloch verschließen, Nistmaterial (Rindenmulch, Laub, gehäckselter Strauchschnitt) einfüllen, abdecken mit schwerem Untersetzer, regengeschützt aufstellen
  • Vogel-Nisthilfen aufhängen und zu Hummel-Nistkästen umfunktionieren (Anleitungen auf wildbienen.de)

Wer sich als Anfänger um den Besuch von Hummeln im Garten bemüht, ist mit fertigen Hummel-Nistkästen auf der sicheren Seite. Im Fachhandel steht ein breites Spektrum bewährter Modelle zur Auswahl bereit. Damit Sie Hummeln zuverlässig anlocken, müssen selbst gebaute oder gekaufte Nisthilfen spätestens am 1. März bezugsfertig sein.

Tipps

Als Balkongärtner können Sie Hummeln ganz einfach anlocken mit einem bienenfreundlichen Garten im Kleinformat. Bepflanzen Sie einen Kasten oder Kübel mit Natternkopf (Echium vulgare), Akelei (Aquilegia vulgaris), Ehrenpreis (Veronica), Prachtnelken (Dianthus) oder vergleichbaren Wildarten, lassen sich Hummeln nicht lange bitten.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: srnka_roman/Shutterstock
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