Welche Pflanzen gegen Wespen und Hornissen helfen

Jedes Jahr im Spätsommer ist es wieder dasselbe: Gelb-schwarz gestreifte Stechinsekten umsummen zuhauf den Terrassentisch und machen einem Kuchen, Obst und Grillfleisch streitig. Mit geschickter Gartenbepflanzung können Sie das lästige Treiben aber deutlich eindämmen.

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Zitronenverbene gibt nicht nur einen leckeren Tee ab

Die saisonale Hochkonjunktur von Wespen und Hornissen

Wespen, die in unseren Breiten vorkommen, sind vor allem die Deutsche und die Gemeine Wespe sowie die Hornisse, die als einzige hierzulande lebende Art zur Gattung der Echten Wespen gehört. Alle Wespenarten haben einen mehr oder weniger gleichen Staatenzyklus. Im Frühjahr gründet die Königin den Staat und legt sowohl die ersten Brutwaben des Nests an, als auch die erste Ei-Generation. Danach folgen mithilfe der geschlüpften Arbeiterinnen weitere Generationen, bis im Spätsommer dann auch neue Geschlechtstiere herangezüchtet werden.

Das ist die Zeit, in der der Wespenstaat rasant wächst und die Arbeiterinnen Unmengen an Nahrung für die Nachkommenschaft und für sich selbst heranschaffen müssen – wir spüren das zuweilen in Form einer regelrechten Wespeninvasion an unseren Frühstückstischen und Grillgesellschaften im Freien.

Es lohnt sich also, gerade dann Pflanzen im Garten zu haben, die den lästigen Plagegeistern gar nicht gefallen. Dazu gehören vor allem Kräuter mit bestimmten Gerüchen und hohem Gehalt an ätherischen Ölen. Das Gute daran: Sie selbst können von den duftenden Pflanzen angenehm profitieren!

Worauf Wespen und Hornissen gar nicht fliegen

Wespen rümpfen ihre geruchsempfindliche Nase vor allem bei folgenden Pflanzen:

  • Basilikum
  • Zitronenverbene
  • Lavendel
  • Weihrauchpflanze

Der frisch-würzige Geruch von Basilikum ist ein probates Fernhaltemittel für Wespen. Das einjährige Küchenkraut lässt sich prima den Sommer über im Kübel kultivieren. Auf der Terrasse verströmt es einen angenehmen Duft und kann zudem bei Grillfesten und Brotzeiten auf der Terrasse für Caprese-Salate herhalten.

Zitronige Gerüche mögen Wespen allgemein nicht. Die Zitronenverbene verströmt einen intensiv zitronig-ätherischen Duft, den Sie durch Schütteln des Krauts auch verstärken können. Zitronenverbene oder auch Zitronenmelisse eignet sich hervorragend für erfrischende Haustees.

Lavendelduft ist für die allermeisten ein wunderbarer Geruch und hält die Terrasse gleichzeitig wespenfreier – vor allem blüht er ab Juli, wenn die Wespenhochzeit beginnt.

Die Weihrauchpflanze kommt auch infrage – die mit dem Echten Weihrauch nicht verwandte, aber im Geruch sehr ähnliche Blattschmuckpflanze hält außerdem auch Stechmücken fern.

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: Luis Echeverri Urrea/Shutterstock

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