Hilfe bei lästigen Wespen durch Lavendel

Wenn im Spätsommer die Tage noch schön sind, genießt man sie allzu gern im Garten und auf der Terrasse - gern auch mit einem Glas Limonade oder einem Eis in der Hand. Wenn nur die Wespen nicht wären. Mit duftendem Lavendel im Garten können Sie die Plagegeister aber im Zaum halten.

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Lavendel hält Wespen von der Terrasse fern

Lavendel – nichts für Wespennasen

Lavendel gehört bei uns Menschen seit Jahrtausenden zu den am meisten geschätzten Duftpflanzen. In Parfums, in Duftölen, in Kleidersäckchen oder auch in der Küche hat die mediterrane Pflanze einen regelrechten Klassikerstatus. In Form von Teeaufgüssen hat sie außerdem bewährtermaßen eine beruhigende, schlaffördernde Wirkung. Mit seinem silbrig-grünen, nadelartigen Laub und den tieflilafarbenen Blüten hat Lavendel außerdem auch noch einen hohen Schmuckwert.

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Insofern ist Lavendel für die meisten Menschen schon einmal eine attraktive Gartenpflanze. Praktisch ist, dass Wespen ihn hingegen gar nicht mögen. Sein ätherischer, etwas krautig-strenger Geruch ist weit entfernt von allem, was sie aufgrund ihrer Nahrungsbedarfe bevorzugen, nämlich vor allem Süßes. Deshalb meiden sie Orte, an denen intensiver Lavendelgeruch herrscht.

Unsere Vorteile und die Nachteile für die Wespen noch einmal im Überblick:

  • Für uns angenehmer Duft
  • Blüten können z.B. für Kleidersäckchen oder für die Küche genutzt werden
  • Hoher Schmuckwert
  • Für Wespen abstoßender Geruch

Günstige Blütezeit

Ein großer Vorteil, den Lavendel in der Funktion als Wespenvertreiber hat, ist seine Blütezeit, die genau in die Hochphase des Wespenaufkommens fällt. Ab Juli entfaltet er seine Blüten und kann dann in fülligem Bestand um die Terrasse herum gute Dienste leisten. Mit einem mediterran gestalteten Beet, das Sie mit mehreren Lavendelstauden bestücken oder heckenartig einfassen, verschaffen Sie sich so eine romantische und gleichzeitig wespenarme Zone für entspannte Gartenaufenthalte.

Praktisch ist außerdem, dass Lavendel winterhart ist. So müssen Sie sich nicht jedes Jahr erneut um eine wespenvertreibende Bepflanzung kümmern.

Wichtig: Duftsorten verwenden

Beim Kauf von Lavendelstauden, die gezielt gegen Wespen eingesetzt werden sollen, müssen Sie natürlich darauf achten, zu Duftsorten zu greifen. Die Lavendelsorten mit dem höchsten Gehalt an ätherischen Ölen und dementsprechend auch dem intensivsten Duft sind der Echte Lavendel, auch Duftlavendel genannt, und der Große Speik. Ihre botanischen Namen sind Lavandula angustifolia bzw. Lavandula officinalis und Lavandula latifolia.

Auch als Öl wirksam

Sie möchten oder können aus Geschmacks- oder Platzgründen keinen Lavendel anpflanzen? Kein Problem, denn Lavendelduft können Sie natürlich auch in anderer Form ausbringen. Zum Beispiel in Form von Duftöl, das Sie beim Speisen im Garten in einem Duftlicht verdunsten lassen. Ein praktischer Nebeneffekt dabei ist, dass auch die Flamme die Insekten zusätzlich fernhält.

Eine andere Variante, Lavendelöl zu nutzen, besteht darin, etwas davon in Wasser zu geben und über einen Wasserdisperser zu versprühen.

Und noch in einer weiteren Hinsicht hilft Lavendelöl gegen Wespenplagen: Denn seine ätherischen Öle lindern, in die Haut eingerieben, auch Schmerz und Juckreiz bei Stichen!

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: CharMoment/Shutterstock

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