Flockenblume pflanzen und pflegen

Die Gattung der Flockenblumen beschenkt uns mit einer Fülle farbenfroher, luftig leichter Sommerblumen. Ausgestattet mit einem sonnigen Gemüt, zieren die aparten Stauden naturnahe Gärten, Einfriedungen, Bauerngärten, Staudenbeete und den Wegesrand. Wie sympathisch pflegeleicht sich die kecken Blütenschönheiten geben, vermitteln die folgenden Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Centaurea
Die Flockenblume ist eine schöne Sommerblume

Flockenblume richtig pflanzen

Im Februar hinter Glas vorgezogene oder im Gartencenter fertig gekaufte Flockenblumen pflanzen Sie idealerweise ab Ende April ins Beet. Als weiterer Pflanztermin bietet sich der Spätsommer an, wenn die Erde tiefgründig erwärmt ist. Solange Sie am sonnigen Standort die humose, nährstoffreiche Erde feinkrümelig vorbereiten, tränken Sie die Wurzelballen der noch eingetopften Jungpflanzen in Wasser. So setzt sich die Arbeit fort:

  • Im Abstand von 30-40 cm kleine Gruben ausheben, geräumig genug für einen Wurzelballen
  • Die ausgehobene Erde anreichern mit Kompost, Hornspänen, Rindenhumus oder Guanogranulat
  • Eine Flockenblume austopfen, mittig im Loch positionieren und einpflanzen bis knapp unter dem ersten Blattpaar
  • Angießen und mulchen mit Laub, Rindenmulch oder Grasschnitt

Im rustikalen Tontopf kommt der Wildstaudencharakter einer Flockenblume fabelhaft zur Geltung. Verwenden Sie gängige Blumenerde auf Kompostbasis als Substrat und geben eine Handvoll Sand dazu. Über der Öffnung im Topfboden legen Sie einige Tonscherben aus als Drainage.

Pflegetipps

Das Pflegeprogramm für eine Flockenblume ist so unkompliziert gestrickt, dass selbst die Einsteiger unter den Hobbygärtnern es problemlos bewältigen. Alle wichtigen Aspekte im Überblick:

  • Bei Trockenheit regelmäßig gießen
  • Während der Vegetationsperiode im Beet alle 4 Wochen, im Topf alle 2 Wochen düngen
  • Verwelktes und Verblühtes zeitnah ausputzen
  • Bodennaher Rückschnitt nach der ersten Blütezeit

Im Herbst oder Spätwinter schneiden Sie die Staude ein weiteres Mal zurück; dieses Mal bis auf 10 cm über dem Boden. Da die Flockenblume vollständig winterhart ist, kann der Aufwand für einen Winterschutz entfallen.
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Welcher Standort ist geeignet?

Ist ein sonniger bis vollsonniger Standort im Garten zu besetzen, sind die Flockenblumen als emsige Dauerblüher zur Stelle. Im tiefgründig humosen und nahrhaften Erdreich, das gerne frisch-feucht und kalkhaltig beschaffen ist, zeigen sich die Sommerstauden von ihrer schönsten Seite.
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Welche Erde braucht die Pflanze?

Ihren unnachahmlichen Wildstaudencharakter bringt die Flockenblume überall dort zum Ausdruck, wo das Erdreich humos, locker und nährstoffreich strukturiert ist. Ein leichter Kalkgehalt ist ebenso willkommen, wie eine frische Bodenfeuchte ohne Gefahr von Staunässe. Dessenungeachtet toleriert die robuste Staude ebenso einen sandig-lehmigen Boden, solange dort ein reicher Besatz mit Mikroorganismen vorhanden ist.

Wann ist Blütezeit?

Die Flockenblume setzt ihre aparten Fransen- oder Puschelblüten von Mai bis Juli augenfällig in Szene. Wer sich nicht sattsehen kann an den hübschen Sommerstauden, schneidet die verwelkten Blumen nach der ersten Blütezeit bodennah ab und verwöhnt sie mit einer Portion Kompost. Daraufhin holen die floralen Botschafter sommerlicher Leichtigkeit Anlauf für einen weiteren Auftritt auf der Gartenbühne.

Flockenblume richtig schneiden

Um eine Flockenblume erfolgreich zu kultivieren, zählt die Gartenschere zur unverzichtbaren Ausstattung. Alle Gelegenheiten, zu denen die Staude geschnitten wird, haben wir hier für Sie zusammengestellt:

  • Soeben erblühte Stängel bis auf mindestens zwei Blätter schneiden für die Vase
  • Verwelkte Blütenstängel zeitnah ausputzen, um Platz zu schaffen für weiteren Austrieb
  • Nach der ersten Blütezeit bodennaher Rückschnitt für eine spätsommerliche Nachblüte

Zum letzten Mal in der Saison kommt die Schere im Herbst zum Einsatz. Jetzt schneiden Sie die Flockenblume bis auf 10 cm über dem Boden ab. Möchten Sie der Naturstaude genügend Zeit für die Aussamung gewähren, verschieben Sie den Termin für den Rückschnitt auf Februar.

Flockenblume gießen

Gegenüber Trockenheit legt die Flockenblume nur wenig Toleranz an den Tag. Lassen Sie die Staude daher nicht dürsten. Sobald die Erde im oberen Bereich angetrocknet ist, wird gewässert. Idealerweise vermeiden Sie eine Überkopf-Beregnung, um die hübsche Blüte nicht zu beeinträchtigen. Mit der Kannentülle wird das Wasser unmittelbar auf den Wurzelbereich gegeben.

Flockenblume richtig düngen

Sie zählt keineswegs zu den Asketen unter den Sommerstauden. Neben einem ausgewogenen Wasserhaushalt verlangt die Flockenblume obendrein nach regelmäßigem Nachschub an Nährstoffen. Düngen Sie die Sommerblume von Mai bis zum Ende der Blütezeit im Beet alle 4 Wochen mit Kompost und Hornspänen oder Pflanzenjauche. Im Topf bedankt sich die kesse Blütenschönheit für die Gabe von Flüssigdünger im 14-Tages-Rhythmus.

Krankheiten

Über Pflanzenkrankheiten an einer Flockenblume haben Hobbygärtner nur selten zu klagen. Kommt es zu Problemen, steckt zumeist die allgegenwärtige Pilzinfektion Mehltau dahinter. Sollten Sie die ersten Anzeichen des mehlig-grauen Belags auf Blättern und Trieben bemerken, kämpfen Sie mit Frischmilch dagegen an. Wasser und frische Milch werden im Verhältnis 9:1 gemixt und alle 2-3 Tage mit dem Handsprüher aufgetragen.

Überwintern

Nachdem die Flockenblume im Winter ihre oberirdischen Pflanzenteile eingezogen hat oder diese abgeschnitten wurden, können frostige Temperaturen dem Wurzelballen keinen Schaden zufügen. Bis – 45 Grad Celsius halten die stärksten Arten stand. Selbst weniger robuste Züchtungen bieten immerhin noch bis – 28 Grad Celsius dem Winter die Stirn. Schutzmaßnahmen erübrigen sich somit.

Flockenblume vermehren

Wo sich die Flockenblume im Garten etabliert hat, bieten sich gleich drei unkomplizierte Methoden der Vermehrung. Wie Sie im Handumdrehen weitere Exemplare dieser charmanten Fransenköpfe heranzüchten, vermittelt die folgende Übersicht:

  • Teilung des Wurzelballens im Frühjahr oder Herbst
  • Entnahme von Wurzelschnittlingen im Sommer, um diese im Topf bewurzeln zu lassen
  • Aussaat von Samen hinter Glas ab Februar

Wer sich darauf versteht, pickende Vögel und gefräßige Schädlinge von einem Saatbeet fernzuhalten, nimmt im September eine Direktaussaat im Freiland vor. Über eine erste Blüte Sämlings-vermehrter Flockenblumen dürfen Sie sich dann im zweiten oder dritten Jahr nach der Aussaat freuen.

Ist Flockenblume giftig?

Wenngleich die griechische Mythologie davon berichtet, dass der Zentaure Chiron mit einer Blume der Gattung Centaurea eine Fußwunde von Achilles heilte, verfügt die Flockenblume nicht über Heilkräfte. Ebenso sind keinerlei giftige Inhaltsstoffe in Blüten, Blättern oder Samen enthalten. Die kokette Staude ist somit berufen für die Kultivierung im Familiengarten.

Schöne Sorten

  • Grandiflora: Die kornblumenblauen Blüten zeichnen ein malerisches Bild im Beet und Kübel; Wuchshöhe 40 cm
  • Major: Die puscheligen Blütenbällchen leuchten in Violettrosa der Sonne entgegen; Wuchshöhe 70-80 cm
  • Jordy: Die Sorte besticht im extravaganten Blüten, deren Ränder besonders stark ausgefranst gedeihen; Wuchshöhe 30-40 cm
  • Alba: Eine Berg-Flockenblume der Extraklasse mit reinweißen Blüten von Mai bis Juli; Wuchshöhe bis 80 cm
  • Carnea: Eine Bereicherung für den Duftgarten, denn die hellrosa Fransenblüten duften nach Pfirsich; Wuchshöhe 40-50 cm
Text: Paula Jansen

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