Flockenblume

Die Flockenblume – ein bunter Leckerbissen für Insekten

Die großblumigen, in Weiß, Rosa, Lila und Kornblumenblau erblühenden Flockenblumen bereichern Staudenbeete und Blumenwiesen. Sie sind sehr pflegeleicht und punkten durch ihren hohen ökologischen Wert.

AUF EINEN BLICK
Eignen sich Flockenblumen für den insektenfreundlichen Garten?
Wer Bienen, Hummeln, Faltern und Schwebfliegen einen reich gedeckten Tisch bieten möchte, ist mit Flockenblumen gut beraten. Besonders gut für Insekten sind Sorten, die bis in den Herbst blühen und auch dann noch Nektar liefern, wenn das Nahrungsangebot knapp wird.
Botanische Illustration einer Flockenblume mit Schmetterling, Raupe und Marienkäfer, die die Pflanze als Nahrungsquelle und Lebensraum nutzen.
Die Flockenblume bietet zahlreichen Insekten Nahrung, Lebensraum und Winterquartier.

Warum sind Flockenblumen so wertvoll für Insekten?

Mindestens 48 Tagfalter, Spanner, Schmetterlinge und 40 Arten von Wildbienen sind auf Flockenblumen als Nahrungsgrundlage angewiesen. Alle Centaurea-Sorten haben einen relativ hohen Nektar- und Pollenwert und sind daher eine bedeutende Nahrungsquelle für die kleinen Flug- und Krabbeltiere.

  • Nektar ist eine wichtige Energiequelle und wird von Bienen zur Honigproduktion genutzt.
  • Der Pollen der Flockenblume ist reich an Proteinen, Vitaminen sowie Mineralstoffen und wird zur Aufzucht der Brut verwendet. Dabei erweist sich speziell die Berg-Flockenblume als Insektenmagnet, da sie spezialisierten Wildbienen wie der Gewöhnlichen Schmalbiene reichlich Pollen bietet.

Wie nutzen die Flockenblumen den Insekten noch?

Centaurea dient als Eiablageplatz und die Raupen von mindestens neun Schmetterlingsarten finden in den hübschen Dauerblühern wertvolle Nahrung. Einige Insekten wie Marienkäfer oder Ohrwürmer überwintern in den hohlen Stängeln.

Da der Wurzelstock intakt bleibt, bietet er überwinternden Kleinlebewesen einen sicheren Unterschlupf.

Wird die Flockenblume auch von Schädlingen befallen?

Flockenblumen werden gelegentlich von Blattläusen heimgesucht. Großen Schaden richten die kleinen Sauger aber nicht an.

Illustration eines Rückschnitts der Flockenblume im Sommer und der daraus resultierenden zweiten Blüte im Herbst mit einer Hummel.
Ein gezielter Rückschnitt nach der ersten Blüte fördert eine zweite Blütezeit bis in den Herbst.

Zum Schutz der zahlreichen Nützlinge sollten die Schädlinge deshalb keinesfalls mit Insektiziden bekämpft werden. Der Befall ist in der Regel sowieso nur von kurzer Dauer, da die auf der Flockenblume lebenden Larven von Marienkäfern und Schwebfliegen den Läusen rasch den Garaus machen. Der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel zahlt sich auch für Sie selbst aus, denn speziell die Essbarkeit der Wiesen-Flockenblume ermöglicht es, ihre jungen Blätter und Blüten roh im Salat oder als verdauungsfördernden Tee zu verzehren.

Tipp

Flockenblumen für dauerhaften Blütenflor zurückschneiden

Damit die Flockenblumen neue Knospen bilden, sollten die Pflanzen nach der Blüte radikal zurückgeschnitten werden. Auf diese Weise können Sie die Blütezeit der robusten Nektarpflanzen bis weit in den Herbst hinein verlängern. Zusätzlich zum Rückschnitt ist ein sonniger Standort für Flockenblumen wichtig, da die meisten Arten für eine üppige Blüte mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag benötigen.

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Bilder: C. Schüßler / stock.adobe.com
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