Bequem gärtnern im Gemüsegarten: hoch hinaus mit dem Hochbeet

Hochbeete haben Konjunktur, vereinen doch diese Gemüsegärten im Miniaturformat gleich mehrere Vorteile in sich. Diese Form des Gärtnerns eignet sich insbesondere für Menschen mit Rückenproblemen oder für Gartenbesitzer, deren gewachsener Boden als eher problematisch einzustufen ist.

Gemüse im Hochbeet
Das Arbeiten im Hochbeet ist rückenschonend

Vorteile und Nutzungsweise

Hochbeete bieten nicht nur eine erhöhte Arbeitsfläche, sondern nutzen auch den Vorteil gezielt aufgeschichteter organischer Materialien: Wie in einem Komposthaufen setzen diese beim Verrotten Nährstoffe frei, die den darauf angebauten Pflanzen direkt zugute kommen. Zugleich profitieren die Pflanzen von der Wärmeentwicklung während des Verrottens sowie von der sehr humosen Erde. In den ersten ein bis zwei Jahren sollten aufgrund der hohen Nährstoffkonzentrationen nur Starkzehrer angebaut werden, danach folgen Mittel- und Schwachzehrer. Nach etwa fünf bis sechs Jahren ist die Aufschichtung soweit zusammengesackt, dass ein Neuaufbau erfolgen muss.

Aufbau eines Hochbeets

Üblicherweise werden Hochbeete mit einer festen Rahmenkonstruktion errichtet, sodass es sich im Grunde um hohe Erdkästen handelt. Dadurch bietet das Hochbeet einen vor allem bei älteren Menschen sowie bei Menschen mit Rückenproblemen geschätzten Vorzug: Es ermöglicht ein bequemes Arbeiten im Stehen oder Sitzen. Die Höhe des Hochbeets lässt sich nämlich nach Körpergröße wählen: Viele dieser Kastenbeete sind rund einen Meter hoch. Die Länge ist dagegen beliebig und lässt sich je nach Bedarf anpassen, nur in puncto Breite gibt es Grenzen. Noch gut bearbeiten lassen sich Hochbeete mit einer Breite zwischen 120 und 150 Zentimeter.

So bauen Sie ein Hochbeet

Im Fachhandel sind bereits fertige Elemente bzw. Bausätze für Hochbeete erhältlich. Für den Selbstbau des Rahmens eignen sich Holzbretter und -balken oder auch Rund- beziehungsweise Halbpalisaden. Langlebiger sind allerdings Hochbeete mit einer gemauerten Umrandung. Und so bauen Sie das Hochbeet:

  • Die Verankerung im Boden erfolgt bei Holzkästen über Eckpfeiler.
  • Diese sind besonders stabil, werden sie mit Pfostenschuhen aus Metall verankert.
  • Je nach Stärke und Länge der Bretter erhöhen zusätzliche Pfosten die Stabilität.
  • Dünne Holzwände werden mit einer kräftigen Teichfolie ausgekleidet.
  • Zuunterst kommt ein Maschendraht, der vor Wühlmäusen schützen soll.
  • Darauf packen Sie eine Drainageschicht aus groben Materialien.
  • Hierzu eignen sich sehr gut grob zerkleinerte Äste oder Zweige.
  • Darüber kommen Grassoden, allerdings mit den Wurzeln nach oben zeigend.
  • Darauf kommt wiederum eine etwa 20 bis 30 Zentimeter dicke Schicht mit gut angefeuchtetem Laub.
  • Als vorletzte Schicht folgen ca. 15 Zentimeter Frischkompost
  • sowie zum Schluss Gartenerde, ebenfalls rund 15 Zentimeter dick.

Tipps

Ebenfalls recht praktisch sind so genannte Hügelbeete, die nach einem ähnlichen Prinzip wie die Hochbeete aufgebaut werden, aber ohne Umrandung auskommen.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Franz Peter Rudolf/Shutterstock

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