Gemüsebeet

Gemüsebeet im Hochbeet: Effektive Tipps für den Anbau

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Rückenschonendes Arbeiten, höhere Erträge und längere Erntezeiten: Es gibt viele Gründe, die dafür sprechen, Gemüse im Hochbeet anzubauen. Bereits im Mittelalter wurden die Vorteile, die diese Beete bieten, genutzt. Mit unseren Tipps wird das Bepflanzen und Pflegen dieses speziellen Gemüsebeets zum Kinderspiel.

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Die Zucht im Hochbeet hat viele Vorteile
AUF EINEN BLICK
Warum ist ein Gemüse-Hochbeet sinnvoll und wie pflege ich es?
Ein Gemüse-Hochbeet ermöglicht rückenschonendes Arbeiten, höhere Erträge und längere Erntezeiten. Zum Bepflanzen eignen sich alle Gemüsesorten, beachte jedoch Fruchtwechsel und Mischkultur. Achte auf die richtige Bodenschichten-Zusammensetzung und pflege das Hochbeet durch regelmäßiges Gießen und Mulchen.

Das Hochbeet bauen

Wer handwerklich geschickt ist, kann ein Hochbeet aus druckimprägniertem Holz ganz einfach selbst bauen. Alternativ erhalten Sie im Gartenhandel stabile Kastenbeete (38,00€ bei Amazon*) in unterschiedlichen Größen, die mit wenigen Handgriffen aufgestellt sind.

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Die Bodenschichten

Damit Kräuter und Gemüse über Jahre hinweg kräftig wachsen, ist die Zusammensetzung der eingefüllten Bodenschichten wichtig:

  • Die erste Schicht besteht aus gehäckselten Zweigen, Ästen und Abfällen, die beim Strauchschnitt im Herbst angefallen sind.
  • Die zweite Schicht bilden feine, aber allenfalls halb zersetze Pflanzenteile.
  • Als dritte Schicht füllen Sie reife Komposterde ein.
  • Die vierte Schicht ist eine Mischung aus Garten- und Komposterde, die mit Humus versetzt wird.

Welches Gemüse eignet sich für das Hochbeet?

Prinzipiell können Sie im Hochbeet alle Gemüsesorten anbauen, die Sie auch in einem „normalen“ Gemüsebeet kultivieren würden. Damit die Erde nicht auslaugt, sollten Sie nach den Regeln des Fruchtwechsels pflanzen und zwischen Starkzehrern, Mittelzehrern und Schwachzehrern unterscheiden:

Starkzehrer Mittelzehrer Schwachzehrer
Kartoffeln Paprika Erbsen
fast alle Kohlarten Zwiebeln Bohnen
Lauch Radieschen Salate
Tomaten Kohlrabi Kräuter

Achten Sie zudem auf die richtige Mischkultur. Dadurch unterstützen sich die Pflanzen in ihrem Wachstum und Schadinsekten müssen viel seltener bekämpft werden.

Wohin mit den Kräutern?

Viele Küchenkräuter stammen aus südlichen Gefilden, wo sie in eher nährstoffarmen Böden gedeihen. Möchten Sie beispielsweise Thymian, Oregano oder Rosmarin im Hochbeet kultivieren, sollten Sie für diese Pflanzen einen Bereich schaffen, der auf die speziellen Bedürfnisse abgestimmt ist.

Versetzen Sie hier die vierte Erdschicht bereits beim Befüllen zu einem Drittel mit Sand. Achten Sie zudem darauf, dass dieser Bereich den ganzen Tag vom Sonnenlicht umspielt wird, da viele Kräuter ausgesprochen sonnenhungrig sind.

Die Pflege des Gemüse-Hochbeets

Durch die erhöhte Lage ist die Temperatur im Hochbeet meist einige Grad höher und die Erde trocknet schneller aus. Wässern Sie die Pflanzen deshalb regelmäßig, und dies nicht nur an heißen Sommertagen.

Ratsam ist das Mulchen mit Grasschnitt. Dadurch wird Feuchtigkeit besser im Boden gehalten und die Gießarbeit spürbar vermindert.

Tipp

Durch eine Thermohaube oder ein Vlies sowie einen Standort an einem geschützten Platz lässt sich die Erntezeit im Hochbeet vorverlegen.

Bilder: Del Boy / Shutterstock