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Bereits im Februar kann das Frühbeet bepflanzt werden

So bepflanzen Sie ein Frühbeet richtig – Tipps für eine lange Gartensaison

Mit einem Frühbeet erstreckt sich die Gartensaison über alle vier Jahreszeiten. Mit ein wenig handwerklichem Geschick selbst gebaut, bieten die geschützten Rahmenbedingungen ideale Voraussetzungen für Anzucht und Anbau Ihrer Zier- und Nutzpflanzen. Wie Sie ein Frühbeet fachmännisch bepflanzen, vermittelt dieser Ratgeber.

Früher Artikel So befüllen Sie ein Frühbeet richtig – Anleitung für Praktiker

Vorbereitungsarbeiten – So kommt die Naturheizung ins Frühbeet

Mit den folgenden Vorbereitungsarbeiten erzeugen Sie im Frühbeet ein perfektes Mikroklima, das eine nahezu ganzjährige Nutzung erlaubt. Die Kunst besteht in einer ausgewogenen Füllung, die als natürliche Heizung fungiert. Benötigt werden eine Mischung aus Pferdemist und Stroh zu gleichen Teilen sowie aus Gartenerde und Kompost im Verhältnis 3 : 1. So machen Sie es richtig:

  • Eine 40 cm tiefe Grube im Frühbeet ausheben
  • Die Dung-/Strohmischung 20 cm hoch in die Grube einfüllen und festtreten
  • Darüber den Erde-/Kompost-Mix als 20 cm hohe Schicht ausbreiten und feinkrümelig bearbeiten

Innerhalb von einer Woche nach der Befüllung hat sich im Frühbeet eine angenehme Wärme entwickelt. Diese resultiert aus der Zersetzung des Füllmaterials durch fleißige Mikroorganismen. Wenn sich ab Februar/März die Lichtverhältnisse bessern, kann der Startschuss für die diesjährige Gartensaison fallen, selbst wenn noch Schnee liegt.

Frühbeet richtig bepflanzen – Tipps für den Terminplan

Ein Frühbeet mit Naturheizung bietet ein breit gefächertes Spektrum an Verwendungsmöglichkeiten. Hier können Sie Früh- und Wintergemüse anbauen, wärmebedürftige Jungpflanzen vorziehen oder empfindliche Sommerpflanzen kultivieren. Der folgende Terminplan möchte als Anregung für Ihre individuelle Bepflanzung dienen:

  • Februar/März: Aussaat von Radieschen, Eissalat, Spinat und Kohlrabi
  • April/Mai: Blumenkohl, Kürbis, Stangenbohnen und Tomaten vorziehen für die spätere Auspflanzung im Beet
  • Juni/Juli: Aussaat von Brokkoli, Anbau von Melonen, Paprika oder Auberginen
  • August/September: Aussaat später Radieschen, Feldsalat, Rettich und Porree
  • Oktober/November: Wintergemüse anbauen und ernten, wie Grünkohl und Wintersalat

Natürlich ist das Frühbeet nicht ausschließlich dem Anbau von Nutzpflanzen vorbehalten. Hier finden Kälte-empfindliche Blumen und Stauden ideale Bedingungen, um sich nach der Aussaat einen vitalen Wachstumsvorsprung zu sichern, bevor sie im Beet und auf dem Balkon eingepflanzt werden.

Rationelle Pflanztechnik spart Zeit und Mühe – So gelingt es

Der beispielhafte Terminplan zeigt auf, wie vielfältig Sie ein Frühbeet für die Bepflanzung nutzen können. Damit Aussaat, Anzucht und Umpflanzung reibungslos, zeitsparend und Pflanzen-schonend verlaufen, hat sich in der Praxis folgende Anbautechnik gut bewährt:

  • Samen aussäen in kleinen Einzeltöpfen oder Multitopfplatten
  • Auf der Fensterbank vorgezogene oder gekaufte Jungpflanzen im Anzuchttopf stehen lassen
  • Diese Gefäße im Frühbeet bis zum Rand in der Erde versenken

Keimlinge und Jungpflanzen profitieren von der Wärme, die im Frühbeet infolge der ununterbrochenen Rotte herrscht. Die ausgewachsenen Pflanzen holen Sie mitsamt der Töpfe aus der Erde, um sie erst jetzt auszutopfen und im Freiland zu pflanzen. Im Frühbeet wird die freigewordene Fläche genutzt für neue Kulturen.

Tipps

Ist die Beschaffung von Pferdedung oder Kuhmist ein schwieriges Unterfangen, können Sie in Ihrem Frühbeet auf andere Weise eine natürliche Heizung einbauen. Eine Mischung aus Herbstlaub und Garten- sowie Küchenabfällen zu gleichen Teilen, angereichert mit Hornmehl, entwickelt innerhalb von 2 Wochen eine angenehme Wärme.

Text: Paula Jansen Artikelbild: Jeanie333/Shutterstock

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