Garantiert ohne Chemie – Tomaten natürlich düngen

Mutter Natur hält eine reiche Auswahl an ökologischen Düngern bereit, die den Weg ebnen zu saftigen, aromatischen Tomaten. Hier haben chemische Bestandteile keinen Zutritt. Wir stellen ihnen die besten natürlichen Dünger vor.

Tomaten natürlich düngen

Biologische Tomatendünger – authentisch, wirksam und gesund

Sie sind zurückgekehrt in den Hobbygarten, die natürlichen Düngemethoden der Vorväter. Das gilt nicht zuletzt für die Nährstoffversorgung eigenhändig gezüchteter Tomaten, einer Königsdisziplin für Freizeitgärtner. Die folgenden biologischen Dünger haben sich dabei besonders hervorgetan:

  • Kompost: Durch Mikroorganismen zersetzte Garten- und Küchenabfälle
  • Pflanzenjauche: Gegorene Pflanzenbrühe, hergestellt aus frischen oder getrockneten Blättern
  • Hornspäne: Zerkleinerte Hufe und Hörner von Schlachttieren, reich an Stickstoff
  • Guano: Exkremente der Seevögel Südamerikas mit hohem Anteil an Phosphor und Stickstoff
  • Stallmist: Pferdedung, Schweine- oder Kuhmist mit allen wichtigen Nährstoffen

Der Erfolg dieser natürlichen Dünger basiert auf einer konstanten Anwendung im Tomatenanbau. Gewähren Sie den ausgepflanzten Tomaten zunächst eine Woche der Akklimatisierung im Freiland. In der zweiten Woche beginnen Sie mit der Verabreichung. Bis zur Blüte dominiert eine zurückhaltende Dosierung, damit die Tomatenpflanzen nicht ins Kraut schießen. Mit Beginn des Fruchtansatzes steigt der Energiebedarf, sodass die Düngemenge proportional angepasst wird.

Mit Brennnesseljauche Tomaten natürlich düngen

Unter den biologischen Düngern für Tomaten hat sich Brennnesseljauche besonders verdient gemacht. Die Flüssigkeit lässt sich im eigenen Garten selbst herstellen und bedient Tomatenpflanzen mit allen wichtigen Nährstoffen. Der wachstumsfördernde Effekt wird noch verstärkt, wenn Brennnesseljauche mit Beinwelljauche und ausgegeizten Tomatentrieben kombiniert wird. So gehen Sie dabei vor:

  • Brennnessel- und Beinwelljauche verdünnen im Verhältnis 1:10
  • bis zur Blüte alle 14 Tage an die Tomatenpflanzen wurzelnah verabreichen
  • anschließend wöchentlich auf dem Erdreich verteilen
  • Geiztriebe mit den Blättern von Brennnesseln und Beinwell mischen und als Mulch verwenden
  • alternativ ausgebrochene und abgeschnittene Tomatentriebe ebenfalls zu Jauche verarbeiten und als natürlichen Flüssigdünger applizieren

Damit die Starkzehrer genügend Nahrung erhalten, reichern erfahrene Hobbygärtner den Boden zusätzlich mit reifem Kompost und Hornspänen an.

Tipps & Tricks

Pferdedung verliert seine Wirksamkeit, je mehr Stroh darin enthalten ist. Übernehmen Sie oder Ihre Kinder doch einfach ab und zu das ‘Abäppeln’ in einer nahegelegenen Reithalle. Die Reiter wird es freuen und Sie kehren heim mit einer reichen Beute an purem Pferdedung, ohne den kleinsten Strohhalm.

Text: Paula Jansen

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