Gewächshaus Dünger
Flüssigdünger ist oft eine gute Wahl für das Gewächshaus

Das Gewächshaus düngen, aber mit Sachverstand

Vitalität, Wachstum und nicht zuletzt der Aufzuchterfolg Ihrer Bepflanzung hängen wesentlich mit der Bodenqualität und einer sinnvollen Gewächshaus Düngung zusammen. Die Regulierung wichtiger Spurenelemente und Nährstoffe verhindert darüber hinaus auch Pflanzenschäden, die den Ertrag mindern können.

Über kaum ein Thema gehen die Meinungen von Gartenbesitzern weiter auseinander, als beim Thema Gewächshaus düngen. Dass naturnahes Gärtnern auf industriell hergestellten Dünger mit chemischen Zusätzen gänzlich verzichtet, ist dabei ebenso klar, wie die Einsicht, einen stark beanspruchten Gewächshausboden mit gezielten Zugaben von Nährstoffen und Spurenelementen zu generieren, um diese Inhaltsstoffe pflanzenverfügbar zu machen. Unbestritten ist jedoch, dass durch eine Überdüngung mit organischen wie auch anorganischen Bodenverbesserern ebenso viele Pflanzenschäden entstehen (können!), als wenn gänzlich auf diese Ernährungsergänzungen verzichtet würde.

Nicht immer reicht der kleine Kompost

Eine Bodenanalyse aus dem Labor klärt sehr zuverlässig darüber auf, inwiefern die benötigten Nährstoffe zum einen überhaupt vorhanden sind und, was ebenso wichtig ist, ob sie in einer für die Pflanzen optimalen Konzentration zur Verfügung stehen. Ein Nährstoffmangel oder fehlende Spurenelemente lassen sich jedoch nicht alleine durch Kompostgaben ausgleichen, die womöglich noch Krankheitserreger und Unkrautsamen enthalten. Von daher kann auf anorganische bzw. organische Fest- oder Depotdünger nicht gänzlich verzichtet werden, allerdings sachgerecht und nur in dem Umfang, wie die Pflanzen ihn zum gesunden Heranwachsen tatsächlich benötigen.

Nährstoffe und ihre Funktionen beim Gewächshaus düngen

Was Spurenelemente und Nährstoffgaben bei der Düngung im Gewächshaus bewirken oder (bei fehlender oder falscher Versorgung) eben nicht, zeigen wir Ihnen in der folgenden Kurzübersicht, die allerdings keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

Nährstoffart Nährstoffeigenschaften
Stickstoff Fördert Wachstum von Trieben und Blättern; dient der Pflanzen zur Bildung von Enzymen und Eiweißstoffen;
Kalium Reguliert den Flüssigkeitshaushalt und dient der Gewebefestigung; fördert die Resistenz gegenüber organischen Schädlingen;
Eisen Wesentlich für Chlorophyll- und Enzymbildung der Pflanzen; Einsatz ist besonders auf extrem kalkhaltigem Boden erforderlich;
Schwefel Wichtiger Baustein für die pflanzeneigenen Vitamine, Eiweißstoffe und Enzyme;
Phosphor Verantwortlich für die Blüten- und Fruchtbildung; wichtiger Energiespeiche der Pflanzen;
Kalzium Fördert die Zellvermehrung und die Festigkeit der Zellwände sowie das Längen- und Wurzelwachstum bei den Pflanzen;
Mangan Nötig für die Assimilation und die Entwicklung pflanzeneigener Enzyme;

Flüssigdünger: Gut dosierbar bei der Anzucht

Wenn ein akuter Nährstoffmangel von Bodenkulturen möglichst schnell ausgeglichen werden soll, kann das Gewächshaus düngen gleich durch das Gießwasser mit erfolgen. Die Dosierung der Mittel und die Häufigkeit ihrer Anwendung sollten allerdings streng nach den Empfehlungen, die auf der Verpackung aufgedruckt sind, durchgeführt werden.

Tipps

Wird im Ergebnis von Bodenanalysen lediglich der Spurenelementemangel von einzelnen Bestandteilen festgestellt, genügen auch sehr gezielte Düngergaben für die Bodenverbesserung. Im Handel sind dafür spezielle Spurenelementedünger, beispielsweise ausschließlich für einen ausschließlich diagnostizierten Eisenmangel erhältlich.

Beiträge aus dem Forum

  1. Wer kennt diese Pflanze

    Ich habe mir letzten November von der Insel La Palma eine kleine Pflanzenspitze mitgebracht, eingetopft und am Fenster aufgestellt. Nun hat sie wunderhübsche kleine glockenähnliche Blüten.

  2. Ableger vom rotlaubigen Holunder

    Wie macht man von Holunder Ableger? Genau wie von Johannisbeeren durch Steckholz und auch im Frühwinter ? Ich habe einen wunderschönen rotlaubigen Holunder denn ich gerne vermehren würde. Dankeschön...

  3. Blauregen auf Stamm ziehen

    Hallo liebe Grünfinger, ich träume schon seit langem von einem Blauregen-'Bäumchen' und würde gern dieses Jahr damit beginnen mir diesen Traum zu erfüllen. Ich habe nicht viel Erfahrung, aber an Liebe, Pflege und Geduld soll es nicht mangeln. Auf dem angehängten Foto zu sehen ist der aktuelle Stand des veredelten Zöglings, wie gekauft (Höhe knapp 50cm) . Für die ersten Jahre wird er im Kübel auf dem Balkon stehen. Auf diesem Forum habe ich folgende Anleitungen zur Zucht als Hochstamm gefunden: https://www.gartenjournal.net/blauregen-auf-stamm https://www.gartenjournal.net/blauregen-auf-stamm-schneiden Dort steht, dass ich im ersten Jahr mit dem Schnitt beginnen soll - nämlich alles bis auf []

  4. Bananenstaude-Blätter knicken ab

    Hallo an alle , mit einem grünen Daumen, ich habe 2 Bananenstauden(die sollten eigentlich winterhart sein, ich hab sie aber in großen Kübeln über den Winter ins Wohnzimmer geholt), nun knicken so nach und nach immer wieder die großen Blätter ab. Was fehlt ihr?Für Hilfe wäre ich dankbar.

  5. Arbeitseinsätze

    Wie werden bei euch Arbeitseinsätze vergütet ? Der Gartenfreund , der bei uns nach Ableistung seiner fünf Pflichtstunden an Arbeitseinsätzen teilnimmt , bekommt 5 € die Stunde . Fachleute wie zB . Elektriker bekommen 10 € . Egal ob Pflichtstunden oder freiwillige Teilnahme , es gibt immer Freibier . Wie ist das bei Euch ?

  6. Rasen nach dem Vertikutieren

    Guten Morgen in die Runde, nach dem Vertikutieren des Rasens sind doch einige Kahlstellen entstanden. Es muß also zwischengesät und gedüngt werden. Meine Frage hierzu: Kann ich beides zur gleichen Zeit oder wenn nacheinander, was zuerst? Erst säen oder erst düngen. Ihr seht, ich bin Anfänger, also erhellt mich.:oops::D