Paprika düngen

Paprika richtig düngen – wann, womit und wie oft?

Egal ob mild oder scharf: Paprika brauchen mehr als Wärme, Wasser, Luft und Erde. Damit sie üppig wachsen, müssen sie hin und wieder gedüngt werden. Wann, womit und wie oft sollte man Paprika düngen?

Generell gilt: Paprika wachsen im Vergleich zu Tomaten auch bei praxiserprobten Pflegemaßnahmen wesentlich langsamer. Erst steigende Frühlingstemperaturen fördern den ersehnten Wachstumsschub. Vorausgesetzt sie erhalten ausreichend Wasser und Nährstoffe. Denn Paprika brauchen Futter in Form von Dünger damit sie ihr würziges Aroma bis zur Ernte voll entwickeln. Entweder eine Einzeldose Langzeitdünger beim Einpflanzen oder regelmäßiges Düngen während der Wachstumsphasen mit Stickstoff, Phosphor und Kalium für:

  • gesundes Wurzelwachstum
  • üppiges Blattwachstum
  • Capsaicinproduktion in den Früchten
  • mehr Fruchtbildung

Paprika düngen beim Einpflanzen

Die beste Gelegenheit um einen Langzeitdünger in die Erde einzuarbeiten ist Mitte Mai. Wenn die Paprika nach dem Vorziehen am vorbereiteten Standort im Garten oder Gewächshaus eingepflanzt werden. Tiefgründiges Einarbeiten von Kompost mit zusätzlich Algenextrakt sorgt für die notwendige Grundversorgung mit Nährstoffen, Humus und eine schnelle Verwurzelung.

Mit einer Kunstharzhülle ummantelte Depot- oder Langzeitdünger sind zwar etwas teurer dafür aber auch bequemer. Sie geben über den kompletten Vegetationszeitraum alle Nährstoffe in optimaler Dosierung ab.

Paprika düngen während des Wachstums

Eine Blattdüngung mit selbst hergestellter Brennnesselbrühe unterstützt die Paprika während ihrer Wachstumsperiode mit Mineralstoffen und schützt vor gefährlichen Schädlingen und typischen Krankheiten. Paprikablätter einfach rundum mit Brennnesselbrühe besprühen.

Paprika düngen während der Blüte

Während der Blütezeit gilt beim Düngen: wenig Stickstoff aber viel Mineralien wie Magnesium und Spurenelemente. Zusätzlich Erdreich lockern und etwas Gesteinsmehl einarbeiten. Nach kurzer Zeit solltest Du den positiven Effekt sichtbar an Hand üppiger Fruchtbildung erkennen. Gleichzeitig setzt die nächste Blütengeneration an und neue Früchte bilden sich. Lohn der Arbeit: unendlich viele gartenfrische Paprikaschoten. NEIN FALSCH! Botanisch gesehen sind Paprika keine Schoten, sondern Beeren! Die logische Antwort auf die Frage: Ist Paprika Obst oder Gemüse?

Weniger düngen ist mehr

Wer zu viel Dünger vor der Fruchtbildung gibt, erhält buschige Pflanzen mit üppigem Blättern, aber wenig Früchte. Beachte sowohl für die heißen Peppers als auch die unterschiedlichen Gemüsepaprikasorten die Düngerhinweise auf der Samentüte.

Tipps & Tricks

Kostet nichts und wirkt doppelt: Nutze den Vollmond mit abnehmender Mondphase im Sternbild Stier, Jungfrau und Steinbock zur Wurzelentwicklung, Blattaufbau, Blüten- und Fruchtbildung.

Text: Regina Müller

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