Paprika: So gelingt der Anbau im Gewächshaus, Beet oder Topf

Paprika lässt sich prima im eigenen Garten kultivieren. Ideal hierfür ist ein Gewächshaus. Aber auch in einem ausreichend großen Pflanzgefäß oder im Gemüsebeet kultiviert bringen die Pflanzen reiche Ernte.

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Paprika wird am besten im März vorgezogen

Paprika vorziehen

Da Paprika recht kälteempfindlich ist empfiehlt es sich, ihn ab März im Haus vorzuziehen:

  1. Anzuchttöpfchen mit Anzuchterde füllen.
  2. Samen hineinlegen und mit einer etwa einen Zentimeter dicken Erdschicht bedecken.
  3. Angießen und eine Haube oder eine durchsichtige Plastiktüte darüber stülpen. Das Nachtschattengewächs benötigt zur Keimung ein Treibhaus-Klima, das auf diese Weise entsteht.
  4. An einen sonnigen Platz auf der Fensterbank stellen.
  5. Täglich lüften und gleichmäßig feucht halten.
  6. Sobald die Pflänzchen fünf bis zehn Zentimeter groß sind, werden sie vereinzelt.

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Weiterkultur im Gewächshaus

Ins unbeheizte Gewächshaus darf der Paprika erst nach den Eisheiligen umziehen. Bereiten Sie den Boden mit Kompost und Hornmehl vor und halten Sie einen Pflanzabstand von mindestens sechzig Zentimeter ein.

Das Entfernen der Königsblüte fördert das Wachstum der Seitentriebe und die Paprikapflanzen setzen mehr Früchte an. Zusätzlich empfiehlt es sich, den Paprika einem Stab zu stabilisieren.

Häufig finden sich im Gewächshaus nicht genügend Nützlinge, welche die Pflanzen befruchten. Diese Aufgabe können Sie übernehmen, indem Sie die Blüten vorsichtig mit einer Pinzette öffnen, mit einem Pinsel Pollen abnehmen und auf einen anderen Blütenstempel aufbringen.

Versorgen Sie die Paprikapflanzen alle zwei Wochen mit einem organischen Düngemittel und gießen Sie mäßig, aber regelmäßig.

Paprika im Gemüsebeet

Ab Mitte Mai können Sie Paprika in milden Regionen auch im Freiland kultivieren.

  • Setzen Sie die Pflanzen an einen geschützten Platz ins Beet. Die Erde mit Kompost und Hornmehl angereichert.
  • Düngen Sie mit organischem Präparat und Brennnesseljauche.
  • Der Boden darf nicht austrocknen. Während warmer Perioden muss deshalb täglich gegossen werden.
  • Brechen Sie für reichen Fruchtansatz die Königsblüte aus.
  • Stabilisieren Sie die Pflanzen mit einem Stab.

Besonders gute Beetnachbarn sind Borretsch, Knoblauch und Ringelblumen.

Paprika im Kübel auf Balkon und Terrasse

Da es hier in der Regel etwas wärmer ist als im Garten, können Sie selbst in kühleren Gegenden Paprika im Topf kultivieren.

  • Setzen Sie die Pflanzen ab Mitte Mai in spezielle Gemüseerde.
  • Stellen Sie diese unter einen Dachüberstand, direkt an die Hauswand.
  • Regelmäßig gießen, aber nicht überwässern.
  • Für Nährstoffzufuhr sorgt ein flüssiger Gemüsedünger,(8,00€ bei Amazon*) den Sie alle zwei Wochen dem Gießwasser beigeben.
  • Königsblüte ausbrechen und eventuell mit dem Pinsel bestäuben.

Tipps

Damit sich Paprika im Kübel gut entwickelt, sollten Sie unbedingt ein ausreichend großes Pflanzgefäß mit einem Volumen von mindestens 25 Liter wählen. Da das Nachtschattengewächs ein Starkzehrer ist, empfiehlt es sich zudem, keine weiteren Gewächse in den gleichen Topf zu setzen. Dadurch lassen sich auch die speziellen Nährstoffbedürfnisse besser decken.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: oleg_picolli/Shutterstock

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