Paprika nachreifen

So werden grüne Paprika rot – bewährte Methoden damit Paprika nachreifen

Paprika und Tomaten sind zwar beides Nachtschattengewächse trotzdem reifen Tomaten mit dem natürlichen Pflanzenhormon Ethylen nach. Paprika, Peperoni und Chili dagegen nicht. Sie müssen reif geerntet werden. Oder nach bewährten Methoden nachreifen.

Viele Früchte produzieren das natürliche Pflanzenhormon Ethylen selbst. Stecken grüne Bananen mit Äpfel zusammen in einer Tüte, werden sie schneller gelb weil Äpfel sehr viel Ethylen abgeben. Auch Tomaten nutzen Ethylen zum Reifen. Paprika dagegen nicht. Wie grün geerntete Paprika doch noch Farbe bekennen:

Ein Hauch von Röte für grüne Paprika und Co.

  • Sofern beim Ernten der letzten grünen Paprika bereits der Reifeprozess aktiviert ist, nehmen sie noch minimal Farbe an. Paprika wie Tomaten zum Nachreifen 3 bis 4 Tage in einen Karton oder eine Schale mit Deckel legen. Mit etwas Glück und grünem Daumen röten sie sich nach und nach und bleiben knackig. Klappt aber nicht immer.
  • Grüne, geerntete Paprika zusammen mit Äpfel in eine Tüte stecken. Manchmal reifen sie noch nach. Je länger man wartet desto weicher werden sie. Am Besten grün ernten und zu Salsa weiterverarbeiten.

Die sicherste Methode um grüne Paprika nachreifen zu lassen: Noch nicht ernten sondern Paprika an der Pflanze ausreifen lassen. Dazu Paprika drinnen überwintern. Je nach Temperatur treiben Paprika unter Dach neu aus. Dann hat man sogar über den Winter Blüten und Früchte.

Paprika reifen langsam. Die letzte Ernte dauert meist bis zum ersten Frost. Wer vor dem Kälteeinbruch Paprikapflanzen mit Vlies ummantelt gewinnt mehr Erntezeit. Die letzten Früchte reifen an der Pflanze mit vollem Aroma aus.

Erntezeit vor dem ersten Frost verlängern

Die Erntezeit für Paprika ist lang und dauert auf jeden Fall bis zum Frost. Wer jedoch die Pflanzen vor den ersten kalten Nächten mit Vlies abdeckt, kann im Freien 2 bis 3 Wochen länger ernten. So können die Früchte richtig ausreifen und ihr volles, süßes Aroma entwickeln. Unreife, grüne Paprika schmecken etwas bitter. Je nach Sorte sind die reifen Früchte rot, orangerot, gelb oder sogar violett.

Tipps & Tricks

Grüne Paprika verarbeiten statt nachreifen. Gleich nach der Ernte Paprika in Stücke schneiden und in die Tiefkühltruhe legen. Damit steht im Winter die Basis für Salsa oder Paprikapulver in ausreichender Menge zur Verfügung.

Text: Regina Müller

Beiträge aus dem Forum

  1. JoseeRizal64
    Bienenbaum
    JoseeRizal64
    Gehölze
    Anrworten: 10
  2. Garten196
    Veredelung
    Garten196
    Gemüse- & Obstgarten
    Anrworten: 2