Paprika

Paprika-Anbau leicht gemacht: Schritt für Schritt erklärt

Artikel zitieren

Die Nachfrage nach Biogemüse aus dem eigenen Garten steigt weiter an. Vor allem bei mediterranen Gemüsearten kommen Fragen auf, ob und wie man beispielsweise Paprika selber ziehen und selbst anbauen kann. Wer keine Jungpflanzen erwerben will entfernt einfach die Kerne aus vollreifen, roten Schoten.

Paprika selber ziehen
AUF EINEN BLICK
Wie kann man Paprika selber ziehen und anbauen?
Um Paprika selbst zu ziehen, benötigt man reife, rote Schoten, aus denen man die Kerne entnimmt und trocknet. Im März sät man die Kerne in feuchte Anzuchterde und stellt sie an einen warmen, hellen Ort, wie eine Südfensterbank oder unter Pflanzenlicht. Nach dem Keimen und Pikieren gedeihen die Pflanzen am besten im Gewächshaus oder im windgeschützten Freiland.

Paprikakerne zum selber ziehen vorbereiten

Wer Paprika selber ziehen und zum Keimen bringen will sollte die typischen Eigenarten der Pflanze beachten. Weil es keine einheimischen Pflanzen sind, kann ihnen vor allem das Klima zu schaffen machen. Paprika brauchen mehr Zeit, Wärme und Licht als andere Fruchtgemüse.

Lesen Sie auch

Die farbigen Supermarktpaprika sind keine verschiedenen Sorten, sondern unterschiedliche Reifegrade. Deshalb darauf achten, dass die Kerne zum selber ziehen und aussäen von einer vollreifen, roten Schote stammen. Nach dem Entfernen aus der Frucht müssen die Kerne gesäubert, getrocknet und bis um Frühjahr aufbewahrt werden. Ab März kannst Du die aufbewahrten Kerne zum Aussäen vorbereiten.

Paprika selber ziehen – alles, was man dazu braucht

Als idealer Standort für die Paprikaaussaat eignet sich eine Fensterbank an der Südseite oder man unterstützt die Saat während der Keimdauer mit Pflanzenlicht. Außer Geduld benötigt man:

  • Saatgut
  • Minigewächshaus (18,00€ bei Amazon*) oder Folie
  • Torf- oder Joghurtbecher
  • Keimsubstrat oder Anzuchterde
  • Aussaaterde
  • Bambusstäbe
  • Dünger

So sprießen aus Kerne Keimlinge

Wer nach dem Mond gärtnert, nutzt Anfang März die zunehmende Mondphase bis zum Vollmond. Denn diese Zeit sollte man Fruchtgewächsen wie Tomaten oder Paprika, die sich oberirdisch entwickeln, zum Aussäen widmen. In wenigen Schritten vom Samenkorn zum Keimling:

  • getrocknete Paprikasamen 1 Tag wässern
  • Immer nur einen Samen pro Becher knapp 1 Zentimeter tief in feuchte Erde stecken, bedecken und leicht andrücken.
  • Die Töpfchen im Minigewächshaus (18,00€ bei Amazon*) oder unter Folie auf eine Festerbank stellen.
  • Wichtig: Täglich lüften, um Schimmelbefall vorzubeugen.
  • Bei konstanter, feuchtwarmer Temperatur von 25° Grad sprießen die ersten Keimlinge nach 2 bis 3 Wochen.

Vom Keimling zu vielen farbigen Schoten

Ab einer Höhe von 10 Zentimeter ist es Zeit, die Jungpflanzen zu pikieren. Dazu die Paprika mit dem kompletten Wurzelballen vorsichtig in Töpfe oder ins Beet pflanzen. Außer Wärme bedarf es jetzt etwas mehr Pflege, lauwarmes Gießen und Dünger.

Schneller und zuverlässiger als im Freien gelingt der Anbau der eigenen Paprika im Gewächshaus. Unter Glas sind die Pflanzen wind- und wettergeschützt. Das bringt die Paprika schneller zum Blühen. Ernte der ersten Früchte im Gewächshaus ist ab Juli. Freilandpaprika im Garten oder auf dem Balkon lassen sich ab August bis Ende Oktober ernten.

Tipps & Tricks

Paprika bereichert nicht nur den Speiseplan, sondern eignet sich dank herrlicher Blüten, auch als Zierpflanze für Garten oder Balkon.