Gurken im Kübel: Die besten Sorten und Standortbedingungen

Grün, kurz, lang und schlank – nicht nur Snackgurken im Miniformat, sondern auch lange Schlangengurken oder Salatgurken lassen sich im Kübel oder Topf anpflanzen. Vorausgesetzt man erfüllt ihre besonderen Anforderungen an Klima, Standort und Pflege.

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Gurken eignen sich hervorragend für die Topfkultur, sofern der Kübel groß genug ist

Ihre Eigenschaften machen Gurken zu idealen Topf- und Kübel-Pflanzen. Ob Kübel oder Topf – Gurken benötigen viel Platz. Das perfekte Pflanzgefäß darf nicht zu klein sein. Sowohl ausreichenden Pflanzabstand zwischen den einzelnen Gurken als auch genügend Wurzeltiefe müssen berücksichtigt werden.

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Sobald Gurken-Jungpflanzen 20 Zentimeter hoch sind, kann man sie an ihren endgültigen Standort umtopfen. Der Abstand untereinander sollte mindestens 60 Zentimeter betragen. Gurken benötigen eigentlich einen jährlichen Standortwechsel – mühevoll im Gewächshaus. Denn der Bodenaustausch macht viel Arbeit.

Eine empfehlenswerte Alternative: Gurken im Kübel, Topf oder in Substratsäcke pflanzen. Das Substrat mit Kompost oder durchgerottetem Kuhmist anreichern und nach der Saison auf dem Kompost oder im Garten verteilen. So gedeihen die Pflanzen jedes Jahr in neuer Erde.

Gurken in Kübel umtopfen – alles, was man dazu braucht:

  • Saatgut aus Gurken oder Gartenfachhandel
  • 20 Liter Kübel, Töpfe oder Substratsäcke
  • Keimsubstrat oder Anzuchterde
  • Aussaaterde
  • Rankhilfe
  • Dünger

Weil sie ursprünglich aus Nordindien stammen, bevorzugen Gurken einen sonnigen, vor Regen und Kälte geschützten Standort. Deshalb an einer südlichen Hauswand platzieren. Diese schützt vor Wind und strahlt zusätzliche Wärme an die Gurken ab. Mehltau resistente Gurkensorten speziell für Kübel oder Topf sind beispielsweise:

  • Printo F1 – Mini-Schlangengurke für Salat
  • Ministar F1 – Snack-Gurke veredelt

Diese knackig, glatten voll-aromatischen Gurken sind ohne Kerne. Einfach ernten und essen wie ein Würstchen.

Der Boden sollte locker und nährstoffreich sein. Staunässe vermeiden! Wenn die Erde trocken ist, Gurken von unten gießen und die Blätter trocken halten. 1-mal wöchentlich mit einem organischen Dünger, der Kalium, Phosphor und Magnesium aber keinen Stickstoff enthält, versorgen. Oder beim Einpflanzen Langzeitdünger in die Erde geben. Ende Juli kannst Du dann bereits die ersten herrlich frischen, knackigen Gurken ernten und genießen.

Tipp

Dünger selbst gemacht: Eine Gießkanne mit Brennnesseln und ausgegeizten Gurkentrieben füllen und dann mit Wasser auffüllen. 2 Wochen gären lassen. Dann Gurken mit verdünnter Brennnesselbrühe 1-mal wöchentlich düngen oder abspritzen.

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Text: Regina Müller
Artikelbild: ANATOLY Foto/Shutterstock