Gurken säen – so klappt’s besser

Gurken, eine der beliebtesten Kulturpflanzen, werden weltweit gerne gegessen. Ob als Essiggurken, Salat, Suppe oder Gemüse, sie sind knackig und lecker. Besonders wenn man sie frisch aus dem eigenen Garten ernten kann. Egal welche der vierzig Gurkenarten – beim Gurken aussäen ist Geduld gefragt.

Gurken säen

Gurken Aussaat zur richtigen Zeit

Gurken säen vor Anfang März, lohnt sich nicht. Bei Helligkeitsmangel bilden die Keimlinge schwache Triebe, deren Keimblättchen unter Chlorophyllmangel leiden. Das heißt, sie vergeilen. Richtiges Timing ist deshalb wichtig .

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Wer Gurken im Gewächshaus oder auf der Fensterbank rechtzeitig sät, nutzt mehrere Vorteile. Die Pflanzen setzen früher Blüten an und liefern schneller erntereife Gurken. Außerdem sind die Gurkenkeimlinge vor Wind, Wetter und Schneckenangriffen geschützt. Besonders ertragreiche Ernten gelingen mit schnell wachsenden und früh reifenden, bitterfreien Sorten wie zum Beispiel:

  • Salatgurke Heike F1
  • Mini-Gurke Picolino F1
  • Einlegegurke Restina F1

Was braucht man zum Gurken Aussäen?

  • Aussaatschalen oder Anzuchttöpfe
  • Anzuchterde oder Substrat
  • Keimfähige Gurkensamen
  • Minigießkanne oder Sprühflasche
  • Mini-Gewächshaus oder Folie

Der beste Start für die Gurkenaussaat

Du kannst Joghurtbecher oder Töpfchen aus Torf oder Eierkartons verwenden. Kompostierbare Gefäße sind besonders praktisch, weil sich die Jungpflanzen damit später direkt anpflanzen lassen, ohne die Wurzelballen zu beschädigen. Zum Füllen der Gefäße eignet sich spezielle Aussaaterde. Diese ist feinkrümeliger und nährstoffärmer als Blumenerde und aktiviert das Wurzelwachstum.

Das Substrat sollte durchfeuchtet, aber nicht triefend nass sein. Gurken dosiert säen, indem in jedes Gefäß 1 bis 2 Gurkenkörner gelegt werden. Gurken sind Dunkelkeimer. Deshalb das Saatgut dünn mit gesiebter Erde bedecken und mit warmen Wasser besprühen.

Um das erforderliche feuchtwarme Klima zu gewährleisten die Keimlinge im Gewächshaus oder mit Folie bedeckt an ein Südfenster stellen. Bei einer kalten Fensterbank eine Heizmatte unter die Aussaat legen. Die ideale Bodentemperatur zum Keimen liegt bei 20° Grad. Jetzt die Gurkenkeimlinge täglich kurz lüften, um Schimmelbildung zu vermeiden. Und dann? Abwarten und Tee trinken ;-).

Was tun, wenn die ersten Gurkenkeimlinge sprießen?

Die Keimdauer hängt von der Samenqualität und äußeren Bedingungen wie Licht, Temperatur und Feuchtigkeit ab. 1 bis 2 Wochen später, wenn sich das erste Keimblattpaar zeigt, die Abdeckung entfernen. Jetzt ist es wichtig, das Substrat feucht zu halten, ohne dass sich Staunässe bildet. Nach den letzten Nachtfrösten kann man die Gurken im Garten einpflanzen. Hierfür rechtzeitig den optimalen Standort mit ausreichend Pflanzabstand auswählen.

Tipps & Tricks

Keimlinge, die schwach oder missgebildet sind, aussortieren. Sie sind für den Anbau nicht geeignet. Kraftvolle Jungpflanzen täglich um einige Stunden länger zum Abhärten ins Freie stellen.

Text: Regina Müller

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