Wie viel Kompost brauchen Sie pro Quadratmeter?

Je größer der Garten, desto mehr Kompost brauchen Sie, um Ihre Pflanzen optimal mit diesem wertvollen Naturdünger zu versorgen. Die Frage, wie viel Kompost pro Quadratmeter bepflanzter Fläche benötigt wird, lässt sich nicht einfach beantworten. Sie hängt von der Bodenbeschaffenheit ebenso ab, wie von den Pflanzen, die im Garten wachsen.

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Kompost ist ein wunderbarer Dünger, wenn er richtig eingesetzt wird

Wie viel Kompost pro Quadratmeter sind nötig?

Als Faustregel lässt sich sagen, dass Sie pro Quadratmeter Gartenbeet mit drei Litern Kompost rechnen sollten.

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Dieser Wert kann jedoch stark abweichen, wenn stark zehrende oder schwach zehrende Pflanzen mit dem Kompost gedüngt werden sollen.

  • 3 Liter Kompost pro Quadratmeter
  • bei stark zehrenden Pflanzen bis zu 4 Liter
  • bei schwach zehrenden Pflanzen maximal 2 Liter

Darum ist Kompost ein so guter Dünger

Durch das Düngen mit Kompost werden dem Boden viele nützliche Kleinstlebewesen zugeführt. Dadurch wird die Bodengesundheit deutlich verbessert.

Bevor Sie den Kompost verabreichen, lockern Sie den Boden etwas auf. Harken Sie das Material leicht in die Erde ein.

Frischer Kompost darf nicht an die Wurzeln oder an Stecklinge und Jungpflanzen gegeben werden.

Sehr sauren Kompost verwenden

Bei der Kompostierung von Walnussblättern, Thuja und Rasenschnitt kann der Kompost sehr sauer sein. Es ist deshalb ratsam, ihn mit anderen Materialien gut zu mischen und immer nur wenige dieser Stoffe auf einmal auf den Kompost zu bringen.

Sehr saurer Kompost eignet sich nur für Moorbeetpflanzen wie Azaleen, Hortensien, Rhododendren etc.

Möchten Sie damit andere Gartenpflanzen versorgen, sollten Sie den Kompost kalken, um den pH-Wert zu verbessern.

Bodenanalyse machen

Eigentlich ist es kaum möglich, einen Garten mit Kompost zu überdüngen. Die Nährstoffe werden nur sehr langsam abgegeben. Im Gegensatz dazu sind mineralische Dünger sehr viel problematischer.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Ihr Gartenboden beschaffen ist, sollten Sie an verschiedenen Stellen Bodenproben entnehmen und diese im Labor analysieren lassen. Das ist besonders sinnvoll, wenn Sie den Kompost einseitig zusammengestellt haben.

So können Sie genau feststellen, welche Nährstoffe an welchen Stellen fehlen, und diese mit der entsprechenden Menge Kompost oder anderen Düngern verbessern.

Tipps

Eine gute Zusammensetzung des Komposts sorgt für sehr hochwertigen Humus. Mischen Sie feuchte und trockene Materialien und geben Sie nie zu viel von einem Stoff auf einmal auf den Komposthaufen.

Text: Sigrid Hestermann
Artikelbild: Simon Kadula/Shutterstock

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