Kompost

Kompost reif? Anzeichen & Test für fertigen Kompost

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Die Herstellung von eigenem Kompost ist ein nachhaltiger Weg, um Garten- und Küchenabfälle sinnvoll zu verwerten und gleichzeitig einen wertvollen Bodenverbesserer zu gewinnen. Doch wie lange dauert es, bis der Kompost reif und einsatzbereit ist? Dieser Artikel erläutert die Faktoren, die die Reifezeit beeinflussen, und zeigt Ihnen, wie Sie den Reifegrad Ihres Komposts zuverlässig bestimmen können.

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Wie lange der Kompost zum Zersetzen braucht, ist recht unterschiedlich

Faktoren, die die Reifezeit beeinflussen

Die Dauer der Kompostierung hängt von verschiedenen Aspekten ab:

  • Zusammensetzung: Ein ausgewogenes Verhältnis von stickstoffreichem Material (z. B. Küchenabfälle, Grünschnitt) und kohlenstoffreichem Material (z. B. Holzschnitzel, trockenes Laub) ist entscheidend. Eine vielfältige Mischung beschleunigt den Zersetzungsprozess.
  • Witterung: Warme Temperaturen und Feuchtigkeit begünstigen die Kompostierung, während Kälte sie verlangsamt.
  • Feuchtigkeit: Ein ausgewogenes Feuchtigkeitsniveau ist essenziell. Zu trockener oder zu nasser Kompost hemmt die Aktivität der Mikroorganismen, daher ist es ratsam, den Kompost regelmäßig zu wässern. Die ideale Konsistenz ähnelt einem leicht ausgedrückten Schwamm.
  • Luftzufuhr: Sauerstoff ist für den aeroben Zersetzungsprozess unerlässlich. Regelmäßiges Umsetzen des Komposthaufens sorgt für Belüftung und fördert eine gleichmäßige Kompostierung.
  • Größe des Haufens: Die Größe des Komposthaufens beeinflusst die Erwärmung und die Effizienz der Zersetzung. Ein zu kleiner Haufen erreicht möglicherweise nicht die benötigte Temperatur, während große Haufen ungleichmäßig verrotten können.

Wenn Sie diese Faktoren beachten, können Sie den Zersetzungsprozess optimieren und die Reifezeit Ihres Komposts effektiv steuern.

Erkennungsmerkmale von reifem Kompost

Erkennungsmerkmale von reifem Kompost

Dunkle Färbung und Waldduft weisen auf reifen Kompost hin

Die Qualität und Reife des Komposts lässt sich anhand verschiedener Merkmale erkennen:

  • Farbe: Reifer Kompost hat eine dunkelbraune bis schwarze Färbung.
  • Geruch: Er duftet angenehm nach Waldboden.
  • Struktur: Die Erde ist fein krümelig, ohne erkennbare Ausgangsmaterialien.
  • Temperatur: Er fühlt sich kühl an, was auf abgeschlossene biochemische Zersetzungsprozesse hindeutet.
  • Testergebnisse: Ein Kressetest kann die Reife zusätzlich bestätigen. Gesundes Wachstum der Kresse deutet auf nährstoffreichen und schadstoffarmen Kompost hin.

Den Reifegrad testen

Den Reifegrad testen

Kressesamen im Einmachglas zeigen den Reifegrad des Komposts an

Es gibt verschiedene Methoden, um den Reifegrad zu überprüfen:

  • Kressetest: Füllen Sie ein Drittel eines Einmachglases mit Kompost und streuen Sie Kressesamen darauf. Befeuchten Sie die Samen leicht, verschließen Sie das Glas und beobachten Sie die Entwicklung. Grüne Sämlinge und weiße Wurzeln innerhalb weniger Tage deuten auf reifen Kompost hin. Braune Pflanzenteile zeigen, dass der Kompost noch Zeit benötigt.
  • Vergleichstest: Säen Sie Kressesamen in zwei getrennte Gefäße – eines mit Kompost, das andere mit Blumenerde. Halten Sie beide Töpfe unter gleichen Bedingungen. Vergleichen Sie nach einigen Tagen das Wachstum der Kresse. Gesundes und kräftiges Wachstum im Komposttopf, ähnlich wie in der Blumenerde, weist auf gut gereiften Kompost hin.

Verwendung von Kompost

Verwendung von Kompost

Reifer Kompost unterstützt Wachstum und Bodengesundheit auf natürliche Weise

Reifer Kompost bereichert Ihren Garten auf vielfältige Weise:

  • Düngung: Er versorgt den Boden mit wichtigen Nährstoffen und unterstützt das Pflanzenwachstum.
  • Bodenverbesserung: Er verbessert die Bodenstruktur und -fruchtbarkeit, erhöht die Wasserspeicherfähigkeit und regt die Aktivität nützlicher Bodenorganismen an.
  • Mulchen: Eine Schicht reifer Kompost reduziert die Verdunstung, schützt den Boden und mindert Unkrautwachstum.
  • Anzuchterde: Vermischt mit Garten- oder Blumenerde ergibt er eine nährstoffreiche Anzuchterde für die Aussaat und das Pikieren von Jungpflanzen.
Bilder: Phensri Ngamsommitr / Shutterstock