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Ist der Kompost sehr trocken, tut ihm etwas Wasser gut

Kompost im Sommer regelmäßig wässern

Während der heißen Sommermonate kann es schnell dazu kommen, dass der Komposthaufen austrocknet. Dies erkennen Sie unter anderem an einer rissigen, bröckeligen Oberfläche - und an der Tatsache, dass sich plötzlich Ameisen darauf tummeln. Ein zu trockener Kompost ist allerdings keine ideale Umgebung für die für die Zersetzung so wichtigen Kompost- und Regenwürmer, die sich deshalb zurückziehen werden. Die Folge ist, dass der Verrottungsprozess stoppt. Mit dem regelmäßigen Griff zur Gießkanne können Sie dies verhindern.

Weshalb Sie Kompost wässern sollten

Ein Komposthaufen braucht ausreichend Feuchtigkeit, damit der Verrottungsprozess in seinem Inneren am Laufen gehalten wird. Die dafür verantwortlichen Regen- und Kompostwürmer fühlen sich nur in einer warmen und feuchten Umgebung wohl, weshalb sie sich bei Trockenheit zurückziehen. Doch nicht nur die gestörte Verrottung ist ein wichtiger Grund für das Wässern des Komposts: Die Haufen sind häufig ein Brandherd, da sie sich insbesondere an sonnigen und heißen Standorten schnell selbst entzünden können. Mit einem kräftigen Guss aus der Gießkanne wirken Sie dieser Gefahr effektiv entgegen.

So halten Sie den Komposthaufen feucht

Es gibt viele Gründe, die einen Komposthaufen austrocknen lassen. Der wichtigste ist der Standort: Steht der Kompost an einem sonnigen und warmen Platz, so trocknet er aufgrund der Lage schneller aus. Dennoch sollten Sie ihn möglichst nicht umstellen, da auch die für den Verrottungsprozess so wichtigen Kompostwürmer einen solchen Standort sehr schätzen. Gießen Sie stattdessen häufiger, so bleibt das Material ausreichend feucht. Ein weiterer häufiger Grund ist jedoch die falsche Zusammensetzung des Haufens: Werden viele trockene, vielleicht sogar verholzte Pflanzenteile zum Kompostieren verwendet, so trocknet er schneller aus. Besser ist es, den Kompost richtig zu schichten:

  • immer nur dünne Lagen verschiedener Materialien aufeinander schichten
  • auf trockene Materialien folgen immer feuchte, wie Rasenschnitt oder Obst- und Gemüsereste
  • verholzte Pflanzenteile möglichst zerkleinern und vor dem Einfüllen gründlich anfeuchten
  • zwischendurch immer eine Lage reifer Komposterde einfüllen
  • diese impft das Material mit den für die Verrottung wichtigen Mikroorganismen

Kompost richtig wässern – So geht’s

Um den Komposthaufen effektiv und tiefgründig zu wässern – schließlich soll die wertvolle Feuchtigkeit auch in die tieferen Schichten vordringen – nehmen Sie am besten ein Gartengerät mit einem langen Stiel zur Hand, etwa eine Hacke. Stoßen Sie nun mit dem Stiel voran in regelmäßigen Abständen tiefe Löcher in den Haufen. Gießen Sie nun den Kompost mit Hilfe einer Gießkanne mit feinem Aufsatz – dadurch wird das Wasser besser und gleichmäßiger verteilt, zudem verringert sich der Wasserdruck.

Tipps

Zwar sollten Komposthaufen idealerweise an sonnigen und warmen Standorten stehen, profitieren aber von Schattenspendern wie beispielsweise rundherum gepflanzten Sträuchern oder Sonnenblumen.

Text: Ines Jachomowski Artikelbild: Basti_Pictures/Shutterstock

Beiträge aus dem Forum

  1. Maxi
    Geranien...
    Maxi
    Zierpflanzen
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