Kompost

Kompost richtig wässern: Warum ist das so wichtig?

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Der Feuchtigkeitsgehalt des Komposts ist entscheidend für eine erfolgreiche Kompostierung. Zu trockener oder zu nasser Kompost beeinträchtigt den Zersetzungsprozess und führt zu unerwünschten Nebeneffekten. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie den optimalen Feuchtigkeitsgehalt erkennen und regulieren.

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Ist der Kompost sehr trocken, tut ihm etwas Wasser gut

Feuchtigkeitsgehalt des Komposts

Ein optimaler Feuchtigkeitsgehalt ist entscheidend für die effektive Kompostierung. Zu trockener Kompost verlangsamt die Aktivität der Mikroorganismen, während zu nasser Kompost Fäulnis und unangenehme Gerüche verursacht. Der ideale Feuchtigkeitsgehalt liegt bei etwa 40-60 %. Um ihn zu überprüfen, drücken Sie eine Handvoll Kompost zusammen: Es sollte etwas Feuchtigkeit austreten, jedoch keine Tropfen auf den Boden fallen.

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Anzeichen für zu trockenen Kompost

Zu trockener Kompost zeigt verschiedene Anzeichen:

  • Rissige Oberfläche: Der Kompost erscheint trocken und rissig.
  • Bröckelige Struktur: Das Material zerfällt leicht.
  • Ameisen: Diese siedeln sich oft in trockenem Kompost an.
  • Lethargische Würmer: Würmer ziehen sich zurück oder werden träge.
  • Staubiger Kompost: Der Kompost zerfällt zu leichtem Pulver.
  • Verlangsamte Zersetzung: Der Kompost zersetzt sich nur sehr langsam.

Anzeichen für zu nassen Kompost

Auch zu nasser Kompost weist deutliche Symptome auf:

  • Fauliger Geruch: Der Kompost riecht unangenehm nach Fäulnis oder Ammoniak.
  • Matschige Konsistenz: Beim Zusammendrücken tritt Wasser aus.
  • Vermehrter Insektenbefall: Fliegen und andere Insekten werden angezogen.
  • Auslaufende Flüssigkeit: Flüssigkeit tritt aus und kann Behälter verfärben.

Maßnahmen bei zu trockenem Kompost

Um zu trockenen Kompost wieder zu befeuchten, helfen folgende Schritte:

  • Bewässerung: Befeuchten Sie den Kompost mit einer feinen Brause schrittweise und gründlich.
  • Feuchte Materialien: Mischen Sie feuchte Küchenabfälle oder Rasenschnitt ein.
  • Umsetzung: Setzen Sie den Kompost um, um die Feuchtigkeit gleichmäßig zu verteilen.
  • Abdeckung: Decken Sie den Kompost mit Mulchmaterial oder einer durchlässigen Folie ab.
  • Beschattung: Platzieren Sie den Komposthaufen an einem schattigen Standort oder beschatten Sie ihn mit Pflanzen.

Maßnahmen bei zu nassem Kompost

Um die Feuchtigkeit im zu nassen Kompost zu reduzieren, sind folgende Maßnahmen hilfreich:

  • Trockene Materialien: Fügen Sie trockene Materialien wie Stroh oder Holzhäcksel hinzu.
  • Umsetzung: Setzen Sie den Kompost um, um die Luftzirkulation zu verbessern.
  • Abdeckung entfernen: Entfernen oder lockern Sie die Abdeckung bei feuchter Witterung.
  • Wasserbinder: Streuen Sie eine dünne Schicht Erde oder Sand darüber oder mischen Sie bei starkem Fäulnisbefall Steinmehl oder Kalk ein.

Bewässerungshäufigkeit

Die Häufigkeit der Bewässerung hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Sonnige Standorte: Hier ist häufiger Wasserbedarf gegeben.
  • Trockene Sommerperioden: Eine tägliche Bewässerung kann notwendig sein.
  • Wintermonate: Der Wasserbedarf ist geringer, aber regelmäßige Kontrollen sind wichtig.

Um sicherzustellen, dass das Wasser in das Innere des Komposthaufens gelangt, bohren Sie tiefe Löcher in die Oberfläche.

Gießtechnik

Beim Bewässern des Komposts ist gleichmäßige Verteilung entscheidend. Eine feine Brause an der Gießkanne ist ideal. Verwenden Sie Regen- oder Waschwasser aus der Küche und geben Sie nur so viel Wasser, dass der Kompost zusammengepresst werden kann, ohne zu zerfallen.

Kompostpflege

Neben der Bewässerung gibt es weitere wichtige Aspekte der Kompostpflege:

  • Umsetzen: Setzen Sie den Kompost regelmäßig um, um die Belüftung zu verbessern und die Zersetzung zu fördern.
  • Mischungsverhältnis: Achten Sie auf ein ausgewogenes Verhältnis von stickstoff- und kohlenstoffreichen Materialien.
  • Zerkleinerung: Zerkleinern Sie grobe Materialien, um die Zersetzung zu beschleunigen.
  • Aussieben: Nach etwa einem Jahr sollte der Kompost gesiebt werden, um unvollständig zersetztes Material zu entfernen und die Qualität zu verbessern; dann ist der Kompost fertig.
Bilder: Basti_Pictures / Shutterstock