Kompost

Kompost richtig verwenden: Praktische Tipps für den Garten

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Kompost ist ein wertvoller Bestandteil eines jeden Gartens. Dieser Artikel beleuchtet die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten von Kompost, von der Düngung über die Bodenverbesserung bis hin zur Verwendung in Töpfen und zur Anzucht.

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Kompost eignet sich hervorragend, um Erde zu verbessern

Die richtige Anwendung von Kompost

Kompost bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten im Garten. Dabei sollten einige Grundregeln beachtet werden.

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Kompost als Dünger

Kompost ist ein natürlicher Dünger, der den Boden mit wichtigen Nährstoffen wie Calcium, Magnesium, Phosphor und Kalium versorgt.

Ausbringungszeitpunkt: Kompost kann das ganze Jahr über ausgebracht werden. Im Frühjahr empfiehlt sich eine großflächige Initialdüngung, während über das Jahr hinweg nachgedüngt werden kann.

Dosierung: Der Nährstoffbedarf der Pflanzen bestimmt die benötigte Kompostmenge. Blühstauden benötigen etwa 2 Liter Kompost pro Quadratmeter verteilt über das Jahr, Ziergehölze etwa 1 Liter. Starkzehrer wie Zucchini und Kürbis verlangen bis zu 6 Liter, Mittelzehrer wie Salat und Erdbeeren bis zu 3 Liter pro Quadratmeter. Schwachzehrer wie Kräuter kommen mit höchstens 1 Liter aus oder benötigen keinen zusätzlichen Kompost.

Einarbeitung: Der Kompost sollte flach in die oberen 5 bis 10 cm der Erde eingearbeitet werden. Bodenlebewesen übernehmen den weiteren Verteilungsprozess.

Kompost zur Bodenverbesserung

Kompost verbessert langfristig die Bodenstruktur, indem er Humus einbringt, die Wasserspeicherfähigkeit erhöht und die Luftzirkulation sowie das Bodenleben fördert.

Anwendung:

  • Neupflanzungen: Vermischen Sie den Aushub bei Neupflanzungen mit bis zu einem Drittel reifem Kompost.
  • Beetneuanlage: Sandböden können mit bis zu 40 Litern Kompost pro Quadratmeter angereichert werden.
  • Mulchschicht: Im Herbst können Obstbäume und Beerensträucher mit einer Mulchschicht aus Kompost versorgt werden.

Kompost für Topf- und Kübelpflanzen

Auch Topf- und Kübelpflanzen profitieren von Kompost.

Anwendung: Mischen Sie ein Drittel Gartenerde mit einem Drittel reifem, gesiebtem Kompost. Nach Bedarf können Sand und Torfersatzstoffe hinzugefügt werden.

Kompost für die Anzucht

Kompost eignet sich auch zur Anreicherung von Aussaaterde.

Anwendung: Mischen Sie Kompost und Erde im Verhältnis 1:4, um eine nicht zu nährstoffreiche Erde für Jungpflanzen zu erhalten.

Reifer Kompost

Für die Verwendung muss der Kompost reif sein. Reifer Kompost ist dunkel, krümelig und riecht angenehm nach Waldboden.

Reifezeit: Der Kompostierungsprozess dauert etwa 9 bis 12 Monate.

Reifeprüfung: Sie können die Reife des Komposts testen, indem Sie den Geruch und die Struktur beurteilen oder einen Kressetest durchführen. Keimen die Kressesamen innerhalb weniger Tage, ist der Kompost reif.

Sieben von Kompost

Vor der Verwendung sollte reifer Kompost gesiebt werden, um grobe Reste zu entfernen. Empfohlene Maschenweite für das Sieb sind mindestens 15 Millimeter.

Kompost für verschiedene Pflanzen

Nicht alle Pflanzen profitieren gleichermaßen von Kompost.

Geeignete Pflanzen: Die meisten Gartenpflanzen, insbesondere Starkzehrer und Blühpflanzen, profitieren stark von Kompost.

Ungeeignete Pflanzen:

  • Moorbeetpflanzen: Rhododendren, Azaleen und Erikas benötigen einen sauren Boden und vertragen keinen kalkhaltigen Kompost.
  • Pflanzen karger Böden: Pflanzen wie Primeln oder Hornveilchen bevorzugen karge Böden und benötigen wenig bis gar keinen Kompost.
Bilder: Melinda Nagy / Shutterstock