Hornveilchen

Hornveilchen dekorieren den Garten mit floralen Blütenteppichen, umrahmen Beete und setzen fröhlich bunte Akzente im Blumenkasten. Tragen Sie sich mit dem Gedanken, die emsigen Blumen anzupflanzen? Dann werden noch offene Fragen hier beantwortet.

Viola cornuta
Vorgezogene Hornveilchen können ab Mitte Mai ausgepflanzt werden

Hornveilchen richtig pflanzen

Pflanzen Sie vorgezogene Hornveilchen ab Mitte Mai ins Freiland, denn in diesem frühen Wachstumsstadium könnten Bodenfröste den zierlichen Blumen Schaden zufügen. Bereiten Sie die Erde feinkrümelig vor und reichern sie an mit gesiebtem Kompost und Hornmehl. In kleinen Tuffs gepflanzt, kommt die fröhliche Ausstrahlung von Veilchen wunderbar zur Geltung. Wählen Sie die Direktaussaat als Pflanzmethode, gehen Sie in diesen Schritten vor:

  • Im Juni am sonnigen bis halbschattigen Standort ein feinkrümeliges Saatbeet vorbereiten
  • Das Saatgut mit Vogelsand vermischen und aussäen
  • Die Lichtkeimer nur ganz dünn mit Substrat oder Vermiculite übersieben und überbrausen
  • Bei einer Temperatur von 15-18 Grad Celsius nimmt die Keimzeit 4 Wochen in Anspruch

Schützen Sie das Beet mit einem engmaschigen Insektennetz, das zugleich pikende Vögel und gefräßige Schnecken abwehrt. Ab einer Wuchshöhe von 5 cm mit 2 Blattpaaren vereinzeln Sie die Hornveilchen auf 20 cm Abstand.
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Pflegetipps

Beherzigen Sie das folgende Pflegeprogramm, beflügeln Sie Ihre Hornveilchen zu einer nicht enden wollenden Blütenpracht:

  • Bleibt der Regen aus, wird regelmäßig gegossen
  • Während der Blütezeit düngen mit Kompost, Guano und Hornspänen
  • Im Pflanzgefäß alle 2 Wochen Flüssigdünger verabreichen
  • Nach der ersten Blüte um die Hälfte abschneiden für eine üppige Nachblüte
  • Winterschutz im Beet einzig in rauen Lagen erforderlich, im Kübel hingegen ratsam

Belassen Sie nach der herbstlichen Blüte die verwelkten Hornveilchen im Beet, samen sie sich selbst aus. Regulieren Sie die Vermehrung lieber selbst, schneiden Sie jetzt bodennah zurück. Andernfalls werden die verdorrten Blumen vor dem nächsten Austrieb im zeitigen Frühjahr abgeschnitten.
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Welcher Standort ist geeignet?

Am sonnigen bis halbschattigen Standort in nährstoffreicher, frisch-feuchter Gartenerde blühen Hornveilchen unermüdlich. Somit eignen sich die emsigen Dauerblüher für nahezu jede Ecke des Gartens, solange dort keine ägyptische Finsternis herrscht. Gerne darf die Lage luftig beschaffen sein, damit Regen- und Gießwasser zügig abtrocknen.
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Der richtige Pflanzabstand

Halten Sie einen Pflanzabstand von 20-25 Zentimetern ein, kommen Hornveilchen sich nicht gegenseitig ins Gehege und entwickeln gleichwohl einen dichten Blütenteppich. Favorisieren Sie eine kleine Sorte mit 10 Zentimetern Wuchshöhe, wählen Sie eine Distanz von 10-15 Zentimetern zwischen den einzelnen Blumen.
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Welche Erde braucht die Pflanze?

Hornveilchen gedeihen in jeder guten Gartenerde, die nicht allzu mager und trocken strukturiert ist. Als Substrat im Pflanzgefäß empfehlen wir eine handelsübliche Blumenerde auf Kompostbasis, die mithilfe einer Handvoll Sand beste Durchlässigkeit erhält.
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Was ist die beste Pflanzzeit?

Spielen Sie mit dem Gedanken, liebliche Hornveilchen zu pflanzen? Dann wählen Sie eine der gewählten Pflanzmethode angepasste Pflanzzeit:

  • Vorgezogene Hornveilchen: Pflanzzeit ist ab Mitte Mai
  • Anzucht hinter Glas: Aussäen ab Mitte Februar, pflanzen im Mai
  • Direktaussaat im Beet im Juni und Juli

Fertig gekaufte oder eigenhändig vorgezogene Hornveilchen erfreuen mit vitaler Blüte bereits im Pflanzjahr ihren Gärtner. Direkt ausgesäte Exemplare nehmen sich in der Regel Zeit bis zum nächsten Jahr, bevor sie das erste Mal erblühen.
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Wann ist Blütezeit?

Hornveilchen punkten mit einer langen Blütezeit von März/April bis Juni/Juli. Nehmen Sie einen sommerlichen Rückschnitt vor, verlängert sich die Blütezeit bis in den Oktober/November hinein. Kommt der Winter mit milder, frostfreier Witterung daher, denken die Blumen nicht daran, sich zurückzuziehen und blühen emsig weiter.
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Hornveilchen richtig schneiden

Neigt sich die erste Blütezeit im Juli dem Ende zu, haben Hornveilchen ihr florales Pulver noch längst nicht verschossen. Holen Sie jetzt die Gartenschere hervor und schneiden alles Verwelkte ab, folgt die Nachblüte auf dem Fuße. Im gleichen Zug fördern Sie ein buschiges Wachstum und verlängern die Lebenserwartung der fleißigen Zierstauden. Am Ende der zweiten Blütezeit schneiden Sie Viola cornuta zurück, sofern die Aussamung nicht erwünscht ist. Andernfalls lassen Sie der Selbstaussaat freien Lauf und schneiden erst vor dem nächsten Austrieb im Frühjahr das verdorrte Laub bodennah ab.
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Hornveilchen gießen

Hornveilchen mögen keine Trockenheit. Gießen Sie daher regelmäßig, wenn das natürliche Regenaufkommen nicht ausreicht. Im Kübel und Balkonkasten prüfen Sie alle 2 Tage das Substrat und wässern, wenn die Oberfläche angetrocknet ist. Bitte beachten Sie, dass im Winter bei Kahlfrost ebenfalls Gießbedarf besteht. Da der Schnee als Wasserlieferant bei dieser Witterung ausfällt, gießen Sie an milden Tagen.
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Hornveilchen richtig düngen

Im Beet freuen sich die eifrigen Zierblumen über eine Portion Kompost alle 2-3 Wochen, solange die Blütezeit andauert. Im Topf und Blumenkasten geht die Nährstoffversorgung leichter von der Hand mit Flüssigdünger oder Düngestäbchen. Vermeiden Sie Stickstoff-betonten Volldünger, da dieser das Wachstum der Blätter vorantreibt, zulasten einer reichhaltigen Blüte.
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Krankheiten

Hornveilchen zählen zum favorisierten Beuteschema listiger Pilzsporen von Mehltau. Bei sommerlichen Temperaturen ab 20 Grad Celsius breitet sich auf den Unter- und Oberseiten der Blätter eine mehlig-weiße Patina aus, die im weiteren Verlauf das Laub absterben lässt. So gehen Sie mit umweltverträglichen Mitteln gegen die Krankheit vor:

  • Alle infizierten Hornveilchen abschneiden und im Hausmüll entsorgen
  • Die verbliebenen Blumen wiederholt besprühen mit einem Mix aus Frischmilch und Wasser im Verhältnis 1:9

Um der weit verbreiteten Pilzinfektion erst gar keine Angriffsfläche zu bieten, werden Hornveilchen möglichst nicht mit Wasser beregnet. Sorgfältiges Jäten trägt ebenfalls zur Vorbeugung bei, da zahlreiche Unkräuter die Erreger verbreiten.
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Überwintern

Mutter Natur stattete Hornveilchen aus mit einer robusten Winterhärte. Im Beet ist daher einzig in rauen Lagen ein Schutz in Form von Laub, Stroh oder Nadelreisig vonnöten. Da die Wurzelballen im Topf angreifbarer sind für Frost, umhüllen Sie Pflanzgefäße mit Filz, Jute oder Noppenfolie. Herrscht eine frostige, trockene Witterung vor, gießen Sie Viola cornuta an milden Tagen.
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Hornveilchen vermehren

Sie werden Ihrer Hornveilchen nicht überdrüssig? Dann vermehren Sie die eifrigen Zierstauden nach einer der folgenden Methoden:

  • Aussaat hinter Glas ab Mitte Februar
  • Direktaussaat im Beet ab Anfang Juni
  • Teilung der Wurzelballen im Frühling oder Herbst
  • Stecklinge abschneiden im Sommer
  • Wurzelausläufer entnehmen Frühjahr oder Herbst

Nicht jede Hornveilchen-Sorte kommt für jede Vermehrungsmethode infrage. So eignen sich kleine Blumen mit einer Wuchshöhe von 5 Zentimetern nicht für die Stecklingsvermehrung. Andere Hybriden bilden keine Wurzelausläufer aus.
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Hornveilchen im Topf

Im Topf kommt die aparte Blüte von Hornveilchen zauberhaft zur Geltung. Damit Sie über lange Zeit Ihre Freude an der Farbenfülle haben, beugt über dem Wasserablauf im Boden eine Drainage aus Kieselsteinen oder Splitt zerstörerischer Staunässe vor. Wählen Sie als Substrat eine qualitativ gute Blumenerde auf Kompostbasis und geben noch etwas Sand oder Perlite hinzu. So gelingt die Pflege:

  • Trocknet die Blumenerde an, wird gewässert
  • Während der Blütezeit alle 2 Wochen flüssig düngen
  • Um die Hälfte zurückschneiden nach der ersten Blüte
  • Bodennaher Rückschnitt spätestens vor dem frischen Austrieb

Für Hornveilchen im Topf raten wir zu einer frostfreien Überwinterung am hellen Standort. Je kleiner das Pflanzgefäß, desto größer ist die Gefahr, dass der Wurzelballen durchfriert. Gießen Sie während der kalten Jahreszeit ab und zu, damit die Blumen nicht vertrocknen.
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Ist Hornveilchen giftig?

Von Hornveilchen geht keine gesundheitliche Gefahr aus für Mensch und Tier. Im Gegenteil sind die zarten Blüten sogar essbar. Schöpferische Küchenchefs verwenden frische Hornveilchen zur farbenfrohen Dekoration von Desserts, Salaten, kalten Buffets und erfrischenden Getränken.
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Worin unterscheiden sich Hornveilchen von Stiefmütterchen?

Wer Hornveilchen und Stiefmütterchen botanisch über einen Kamm schert, übersieht die folgenden Charakteristika, die jede dieser Blumen auszeichnen:

  • Die Blüte von Stiefmütterchen ist mit 6 cm doppelt so groß
  • Hornveilchen gedeihen vielzähliger, verziert mit einem Sporn in der Blütenmitte

Der auffälligste Unterschied ist in der Blütezeit zu entdecken. Während Stiefmütterchen blühen von April bis Juli, florieren Hornveilchen unermüdlich von März bis zu ersten Frost und geben in milden Wintern ebenfalls ein buntes Gastspiel.
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Wie gedeihen Hornveilchen mehrjährig?

In jedem Hornveilchen steckt die Lebenskraft für eine mehrjährige Kultivierung. Primäre Voraussetzung ist ein wenig Zuwendung durch die Hand des Gärtners. Mit dieser Pflege bleiben Ihnen die aparten Blümchen mehrere Jahre treu:

  • Regelmäßig düngen und gießen
  • Verblühtes ausputzen und Rückschnitt nach der Blüte
  • Verjüngen durch Teilung im Frühjahr, Ableger im September, Stecklinge im Sommer oder Aussaat

Decken Sie im Winter einzig empfindliche Sorten ab mit Laub oder Reisig, um keine Pilze oder Fäulnis hervorzurufen. Gießen Sie bei Kahlfrost an milden Tagen. Machen Hornveilchen bereits im zweiten Jahr schlapp, sind sie in der Regel nicht erfroren, sondern vertrocknet.
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Sind Veilchenblüten essbar?

Schlägt im Hobbygärtner zugleich das Herz eines Gourmets, werden Sie die Blüten von Hornveilchen in der kreativen Küche zu schätzen wissen. Veilchenblüten erfreuen nicht nur das Auge im Beet und auf dem Balkon, sondern dienen als schmackhafte Dekoration auf Salaten, Süßspeisen, kalten Platten und verführerischen Torten. Greifen Sie vorzugsweise zu eigenhändig gepflegten Hornveilchen, da Sie in diesem Fall sicher sein können, dass keine Pestizide die Blüten vergifteten.
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Schöne Sorten

  • Etain: ein Veilchentraum mit hellgelben, dezent violett umrandeten Blüten, robust und reich blühend
  • Hansa: eine historische Sorte mit leuchtend blau-violetter Blüte ab April
  • Rebecca: die Blume besticht mit gewellten Blütenblättern, marmoriert in Cremeweiß und Violett
  • Irish Molly: ein wenig empfindliche Sorte mit einzigartiger Farbgebung in Kupfer, Maronenbraun und Gelb
  • Milkmaid: das 10 cm kleine, milchweiße Hornveilchen entwickelt dichte Blütenpolster auch ohne Rückschnitt
Text: Paula Jansen
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