Der Frost steht vor der Tür – was wird aus den Hornveilchen?

Hornveilchen gehören mit zu den ersten Blumen, die im Frühjahr präsent sind. Manchmal lugen ihre Blüten sogar aus einer sanften Schneedecke hervor. Doch vertragen Hornveilchen Frost? Sind sie mehrjährig und treiben nach einer Winterperiode wieder aus?

Hornveilchen im Schnee
Hornveilchen vertragen problemlos bis zu -5°C
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Niedrige Temperaturen gewohnt

Ihren Ursprung finden Hornveilchen in den Pyrenäen und Teilen Nordspaniens. Sie können bis auf Höhen von 2.500 m gedeihen. Das zeigt, dass sie niedrigen Temperaturen gegenüber nicht scheuen. Frost können sie vertragen.

Glycerin schützt vor Erfrierungen

In den Zellen von Hornveilchen befindet sich Glycerin. Dieser Stoff schützt die Pflanzen vor Erfrierungen. Dennoch sind diese Gewächse in der Regel nur ein- bis zweijährig. Doch sie können auch mehrjährig sein, wenn sie regelmäßig verjüngt werden.

Hybriden sind bis 15 °C frosthart

Wenn Sie auf besonders winterharte Hornveilchen aus sind, erkundigen Sie sich beim Kauf, welche Sorten als gut winterhart angepriesen werden. Es gibt Hybriden, die bis -15 °C frostfest sind. Der Großteil der Hornveilchen kommt mit Temperaturen bis -5 °C spielend leicht zurecht.

Vorsichtshalber im Winter schützen?

Um sicher zu gehen, dass die Hornveilchen den Winter überstehen, können Sie sie überwintern bzw. frostsicher machen. Dies lohnt vor allem dann, wenn Sie in einer Region leben, in der es im Winter gern einmal zu längeren Frostperioden kommt.

Wenn die Temperaturen lange unter 0 °C liegen ein Winterschutz zu empfehlen. Andernfalls brauchen Sie sich nicht um diese Gewächse zu sorgen. Der Winterschutz kann in Form eines schützenden Materials umgesetzt werden. Es eignen sich beispielsweise die folgenden Materialien:

  • Reisig
  • Laub
  • Fichten- und Tannenzweige
  • Vlies

Für Hornveilchen im Freiland ist eine Reisigschicht gut. Der Reisig wird einfach über den Wurzelbereich gelegt. Hornveilchen, die im Topf oder Kasten auf dem Balkon stehen, sollten lieber mit Vlies abgedeckt werden.

Vorsicht vor Kahlfrost und Winternässe

Es gibt zwei Dinge, die Hornveilchen im Winter schaden. Das sind Kahlfrost und Winternässe. Ist es kalt und Schnee bleibt aus, könnten die Hornveilchen vertrocknen (Wurzelballen ist gefroren und kann kein neues Wasser aufnehmen). Besser ist es, wenn sich eine schützende Schneedecke über den Hornveilchen befindet.

Um Winternässe zu vermeiden, sollten die Hornveilchen im Topf geschützt gestellt werden und eine gute Drainage aufweisen. Zudem ist es wichtig, sie nicht zu üppig zu gießen. Solange die Erde nicht trocken ist, sollte das Gießen vermieden werden.

Vor oder nach dem Frost pflanzen

Wenn kein Frost und keine Hitze herrscht, ist die beste Zeit zum Pflanzen von Hornveilchen gekommen. Für eine Blüte im Frühling sollten diese essbaren Gewächse im Herbst gepflanzt werden.

Tipps & Tricks

Verläuft der Winter mild, können die Hornveilchen den ganzen Winter über blühen. Nur wenn starker Frost herrscht, wird die Blüte dieser Pflanzen unterbrochen.

Text: Anika Gütt

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