Wann Sie Tomaten in den Kompost pflanzen können

Tomatenpflanzen haben einen hohen Nährstoffbedarf. Da liegt es nahe, die Pflanzen direkt in die Komposterde zu pflanzen. Hier müssen Sie das Entwicklungsstadium berücksichtigen, denn der Nährstoffbedarf verändert sich im Laufe der Zeit.

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Jungpflanzen können im Kompost angebaut werden

Ansprüche der Keimlinge

Obwohl Tomaten zu den Starkzehren gehören, haben sie in den verschiedenen Entwicklungsstadien einen unterschiedlichen Nährstoffbedarf. Die Wurzeln der Keimlinge benötigen ein nährstoffarmes Substrat. Reife Komposterde kann dazu führen, dass die Wurzeln aufgrund des Überangebots an Nährsalzen verbrennen. In einem nährstoffarmen Boden werden die Wurzeln zum Wachstum angespornt, da sie sich auf die Suche nach Nährstoffen begeben müssen. Im nährstoffreichen Substrat hemmen die Nährstoffe das Wurzelwachstum.

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Tomatensamen benötigen:

  • Saat- oder Anzuchterde
  • eine Mischung aus Gartenerde, Sand und Kompost zu jeweils einem Teil
  • Einheitserde mit Naturton oder Perliten

Jungpflanzen benötigen Nährstoffe

In der Wachstumsphase benötigen die Jungpflanzen mehr Nährstoffe, die sie in die Ausbildung von Blättern und Blüten stecken. Diese Pflanzen können direkt auf den Kompost gepflanzt werden, wenn dieser gut ausgereift ist und keine groben Bestandteile wie Rindenstücke oder andere Pflanzenreste besitzt. Ideal ist abgestandene Komposterde, die für mindestens ein Jahr gelagert wurde. Sie bietet einen idealen Wasserabfluss und eine krümelige Struktur, die für eine optimale Belüftung sorgt. Die Wurzeln können sich in diesem Substrat ungehindert entfalten.

Nährstoffbedarf ausgewachsener Tomatenpflanzen

Die Starkzehrer benötigen laufend ausreichende Nährstoffe, damit sie saftige Früchte ausbilden können. Stickstoff unterstützt das Pflanzenwachstum. Für die Entwicklung von Blüten und Früchten benötigen die Pflanzen Phosphor. Diese chemische Verbindung unterstützt die Ausbildung eines kräftigen Wurzelsystems und unterstützt die Vitalität. Die Pflanzen werden resistenter gegen Krankheiten. Kalium schützt ebenfalls vor Krankheiten und macht die Pflanzen widerstandsfähiger gegen Kälte. Wichtig für ein gesundes Wachstum sind verschiedene Spurenelemente wie Zink, Eisen, Kupfer, Mangan und Bor. Im Kompost sind alle notwendigen Nährstoffe enthalten, sodass ein zusätzliches Düngen nicht notwendig ist.

Vergilbende Blätter

Wenn die unteren Blätter vergilben, deutet das nicht zwangsläufig auf einen Nährstoffmangel hin. Die Pflanze entzieht den unteren Blättern Nährstoffe, um diese in die stark wachsenden oberen Blätter zu investieren. Eine schnell wirksame Düngung bewirkt in diesem Fall keine Besserung. Sie führt dazu, dass die Pflanze unerwünscht in die Höhe schießt und dünge Stängel ausbildet.

Text: Christine Riel
Artikelbild: HildeAnna/Shutterstock

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