Welche Erde für Tomaten

Welche Erde ist für Tomaten am besten?

Von der Aussaat bis zum Pflanzen unter freiem Himmel durchlaufen Tomaten divergente Wachstumsphasen. Wer die Qualität der Erde an die expandierenden Ansprüche anpasst, ist klar im Vorteil. Wir erklären alle wichtigen Details zum Thema Pflanzerde.

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Erfolgreiche Anzucht in magerer Erde

Die ersten Schritte ins Leben einer Tomatenpflanze erfolgen in möglichst magerem Substrat. Um die Samen in Keimlaune zu versetzen, sind Licht, Wärme und Wasser erforderlich. Nährstoffe sind zu diesem Zeitpunkt eher hinderlich. Die mineralischen Salze könnten den zarten Keimlingswurzeln schaden. Zudem sähen die Jungpflanzen keinen Grund zum gewünschten Wurzelwachstum, mit einer reich gedeckten Nährstoff-Tafel direkt vor den Wurzelspitzen.

Empfehlenswerte Anzuchterde:

  • handelsübliche Saat- oder Anzuchterde
  • Torf und Sand gemischt zu gleichen Teilen
  • reiner Kokoshumus als Torfersatz
  • Einheitserde aus Weißtorf, Perlite und Naturton

Darf es etwas mehr sein? – die richtige Erde zum Pikieren

Nach der Keimung zeigen Tomatenpflanzen, welche Kraft in ihnen steckt. Das Wachstum schreitet mit beeindruckendem Tempo voran, sodass nach einigen Tagen pikiert wird. Jetzt darf der Nährstoffgehalt der Erde ein wenig gesteigert werden, denn immerhin haben wir es mit Starkzehrern zu tun. Diese Substratmischungen bieten sich an:

  • handelsübliche Gemüseerde, abgemagert mit Torf, Sand oder Perlite im Verhältnis 1:2
  • spezielle Einheits-Pikiererde mit einem Anteil Grüngutkompost (erhältlich im Fachhandel)

Hobbygärtner, die Wert legen auf eine erstklassige Erde vom Start weg, mischen selbst. Zutaten sind Kompost (25 %), Gartenerde (15%), Kokosfasern/Perlite (40 %), Rindenhumus (10 %) und Sand (10 %).

In dieser Erde gedeihen Tomaten bis zur Ernte

Aus einer gelungenen Anzucht entstammen vitale und kräftige Tomatenpflanzen, die jetzt nach Nährstoffen hungern. Nach dem Auspflanzen ins Freiland verwöhnen erfahrene Tomatengärtner ihre Prachtexemplare mit diesen Erdqualitäten:

  • im Beet: humoses, nahrhaftes Erdreich, frisch, feucht und durchlässig
  • im Kübel: hochwertige Gemüse- oder Blumenerde

In beiden Fällen wird das Substrat zusätzlich angereichert mit reifem Gartenkompost, Hornspänen, Hornmehl oder adäquatem organischem Dünger.

Tipps & Tricks

Trotz aller Beteuerungen der Hersteller, ist Anzuchterde häufig infiziert durch Insekteneier, Pilzsporen oder bakterielle Erregern. Sterilisieren Sie das Substrat vor der Verwendung ganz einfach im Backofen bei 150 Grad Ober- und Unterhitze für 30 Minuten. Noch schneller geht es in der Mikrowelle bei 800 Watt für 10 Minuten.

Text: Paula Jansen

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