Tomaten säen

Tomaten richtig säen – gelungenes Debüt für Premiumtomaten

Die Aussaat von Tomatensamen ist einfacher, als Sie denken. Erfahren Sie hier alle wichtigen Handgriffe, damit es gelingt hinter Glas . So steht das Vorhaben vom Start weg unter einem guten Stern.

Diese Vorbehandlung hebt die Keimlaune von Tomatensamen

Die 2-3 Millimeter kleinen Tomatensamen signalisieren mit ihrer samtigen, leicht behaarten Hülle eine natürliche Keimhemmung. Bevor Sie die Samen aussäen, ist eine Stimulierung zur Keimung folglich angeraten.

  • Tomatensamen 6 Stunden in lauwarmem Kamillentee einweichen
  • alternativ in 1:10 verdünnten Knoblauchsaft legen bei Zimmertemperatur

Selbstverständlich ist normales Leitungswasser für die Vorbehandlung ebenfalls geeignet. Der Vorteil der genannten Lösungen besteht in der gleichzeitigen Prophylaxe gegenüber Schimmelbildung , der wohl größten Gefahr im Rahmen einer Aussaat.

Frühe Aussaat hinter Glas – diese Schritte sind Trumpf

Unabhängig davon, ob Sie Ihre favorisierten Tomatensorten im Beet oder im Kübel kultivieren möchten, ist eine Anzucht hinter Glas empfehlenswert. Die beste Zeit, um die Aussaat in Angriff zu nehmen, ist Ende Februar/Anfang März. Idealerweise stehen ein lichtdurchfluteter Wintergarten zur Verfügung, ein helles Gewächshaus oder eine geräumige Fensterbank.

  • Anzuchttöpfe oder eine Saatschale zu zwei Drittel füllen mit handelsüblicher Aussaaterde, Kokosfasern, Perlite oder Torf-Sand
  • Tomatensamen einzeln aussäen im Abstand von 3 Zentimetern
  • das Saatgefäß mit Substrat auffüllen, sodass die Dunkelkeimer 0,5 Zentimeter hoch bedeckt sind
  • die Aussaat befeuchten mit Wasser aus dem Handsprüher

Eine vorbildliche Keimtemperatur pendelt zwischen 18 und 24 Grad Celsius. Halten Sie das Anzuchtmedium permanent leicht feucht, dürfen Sie sich nach 10 bis 14 Tagen über die ersten Keimlinge freuen. Schaffen Sie während dieser Phase auch auf der Fensterbank ein feucht-warmes Mikroklima, beispielsweise mithilfe eines beheizbaren Mini-Gewächshauses. Alternativ spannen Sie kurzerhand Klarsichtfolie über jedes Anzuchtgefäß.

Mangelhafte Lichtverhältnisse ausgleichen

Einen zentralen Faktor im Anbau von Tomaten stellen die Lichtverhältnisse dar. Im Wintergarten oder Treibhaus ist es erfahrungsgemäß hell genug. Auf der Fensterbank verbessern spezielle Pflanzenlampen die Lichtversorgung während der Anzucht . Andernfalls recken sich die Pflänzchen der Sonne entgegen, wobei sie unweigerlich vergeilen und umkippen. Aus diesem Grund empfehlen wir die Aussaat auf der Fensterbank frühestens ab Mitte März.

Platzieren Sie dann noch einen Spiegel hinter dem Saatgefäß, dürften sich die lichthungrigen Tomatenkeimlinge nicht mehr auf die Suche nach Licht begeben. Vielmehr nehmen sie dann den angestrebten kompakten Habitus an.

Alle wichtigen Handgriffe bis zum Auspflanzen

Stimmen die Rahmenbedingungen, zeigen sich nach 2 Wochen die ersten, zarten Keimblätter. Nun geht die Entwicklung zügig vonstatten, während das feucht-warme Klima weiterhin aufrecht erhalten wird. Die Lüftungsklappen im Wintergarten oder Gewächshaus sollten täglich für einige Minuten geöffnet werden. Darüber hinaus dürfen das Substrat und die Keimlinge auf keinen Fall austrocknen. Sobald sich mindestens ein weiteres Blattpaar oberhalb der Keimblätter entwickelt hat, ist die Zeit reif für das Pikieren . So gehen Sie dabei vor:

  • Gemüseerde auf Kompostbasis in 9-cm-Töpfe füllen und anfeuchten
  • die kräftigsten Keimlinge mithilfe eines Pikierstabes aus dem Substrat heben
  • sehr lange Wurzelstränge mit einer Schere kürzen bis auf 2 Zentimeter Länge
  • mit dem Pikierstab kleine Pflanzlöcher bohren
  • jedes Tomatenpflänzchen bis zum Blattansatz in die Erde setzen
  • das Substrat andrücken und mit feiner Brause befeuchten

Gießen Sie die Tomatenpflanzen mäßig, aber regelmäßig. Gedüngt wird in dieser Phase des Wachstums noch nicht. Bis Mitte Mai haben die Tomaten eine Höhe von etwa 30 Zentimetern erreicht. Haben sich die Eisheiligen verabschiedet, wird ausgepflanzt ins Beet oder in den Kübel.

Ist eine Direktaussaat sinnvoll?

In unseren Breiten öffnet sich alljährlich ein knapp bemessenes Zeitfenster für den Freiland-Anbau von Tomaten. Frühestens ab Mitte Mai kommt eine Direktaussaat in Betracht. Damit die Tomaten bis zum Herbst reifen, sind gute bis optimale Witterungsbedingungen erforderlich. Bevor Sie nun darauf verzichten, Tomaten selber anzubauen , ist es unter folgenden Vorsichtsmaßnahmen immerhin einen Versuch wert.

Wählen Sie als Standort eine sonnige, geschützte Lage. Bestens geeignet ist ein Platz vor der Südwand des Hauses, idealerweise unter einem Vordach. Bieten Sie den Starkzehrern einen nährstoffreichen, humosen, frischen Boden. Schützen Sie das Saatgut mit einem Folientunnel. In der Folge bauen Sie ein Tomatendach als Regenschutz. Beim Aussäen gehen Sie so vor:

  • die Beeterde gründlich jäten und von Wurzeln befreien
  • Gartenkompost, Hornspäne oder Hornmehl in das Erdreich einarbeiten
  • eine Saatrinne ziehen und darin die Tomatensamen aussäen
  • mit Erde dünn übersieben und vorsichtig anfeuchten
  • pikiert wird ab dem zweiten echten Blattpaar

Tipps & Tricks

Das mild-würzige Tomatenaroma entfaltet sich noch intensiver, wenn für die Wässerung von Beginn an Knoblauchbrühe verwendet wird. Hierzu lassen Sie zwei Knoblauchzehen 12 Stunden lang in 10 Litern Wasser ziehen. Alle 14 Tage ersetzt diese Lösung für einen Durchgang das Gießwasser.

Beiträge aus dem Forum

  1. Ochs vorm Berg, verunsichert

    Habe ein 5mx3m Gemüsebeet den Herbst/Winter hindurch ausgehoben und bin nun fast fertig. Der ausgehobene Schotter füllt inzwischen die Schlaglöcher auf dem Weg über die Felder.

    Jetzt fehlt noch das mit am Wichtigste: die Erde.

    Nur da bin ich etwas ratlos.

    Ein Teil des Beetes ist bereits gefüllt, aber die Konsistenz dieser Erde erscheint so etwas von unpassend: wenn naß so zäh und naßgetränkt, dass da sicherlich keine Luft durchkommt. Habe mich beim Anpflanzen von Kartoffeln beim händischen Graben schon schwer getan (zu hoher Ton-Anteil).

    Tatsächlich ist das eine mir in ihren Anteilen nicht weiter bekannte Mischung aus Humus, Erde, die für den Rasen vorgesehen war (daher mit vielen Sandanteilen?) sowie Erde, die ich bei Süderde gezielt für 's Beet gekauft hatte. Die hatten mir dort damals zwei unterschieldiche Erden zur Auswahl gestellt und ich hab'e eine genommen. Die Rechnungen hab' ich natürlich nicht mehr. :-)

    Kann ich meine bestehende Erde analysieren lassen und mit einer richtig gemischten Erde ergänzen? Wäre schade sie zu entsorgen ohne verlässlich zu wissen, das sie das unbedingt sein muss.

    inkatron

  2. Was ist das?

    Hallo, ich habe ein strauchartige Pflanze gekauft und leider den Namen vergessen, der mir genannt wurde. Sie blüht gelb und soll eine Heilpflanze sein. Weiß wer, wie sie heißt? Vielen Dank!

  3. Minze oder Pfefferminze?

    Ist das (Foto unten) eine Minze oder eine Pfefferminze? Ich habe mich schon immer gefragt, wo die Unterschiede liegen. Weiß das jemand? Welche Merkmale unterscheiden die beiden und woran kann man sie erkennen?

  4. Was hat meine Minze?

    Hallo,
    meine Minze hat weiße Flecken auf den Blättern und zwar schon eine ganze Weile. Was ist das und woran kann das liegen? Was kann ich dagegen tun?
    Lieben Dank im Voraus!

  5. Zitronenbäumchen gießen

    Liebe Gartengemeinde,
    um unsere sonnige Loggia zu schmücken, haben wir uns ein Zitronenbaümchen zugelegt.
    Auf mehreren Internetseiten habe ich gelesen, dass diese nur mit kalkfreiem Wasser gegossen werden sollen.
    Auf dem Begleitzettel an der Pflanze steht jedoch genau das Gegenteil:
    "Tipp vom Gärtner: Verwenden Sie kein zu weiches Wasser (Regenwasser), da Zitruspflanzen durchaus auch Kalk benötigen! Mittelhartes Wasser ist ideal (mind. 15 Grad deutscher Härte)"
    Laut unserer Wasserversorgung haben wir weiches Wasser (5 Grad Härte).
    Kann ich also Leitungswasser zum Gießen verwenden???
    Wer weiß Rat?